Full text: Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1812. (8)

1697 
2) Die Kloster-Pfarrei Böbing. 
Durch den am 17. September erfolgten 
Todesfall des Priesters Possidius Reichen- 
berger ist dessen bisher innegehabte Pfarrei 
Boͤbing erlediget worden; sie liegt im Bis- 
thume Freising, Landgerichts Schongau, 
Dekanats Rothenbuch, und dem allgemeinen 
Stiftungs-Administrations-Bezirke Fuͤßen, 
enthaͤlt im Umkreise und der Ausdehnung 
eine Quadrat-Meile, worauf 623 Seelen 
wohnen; die jährlichen Einkünfte belaufen 
sich auf 690 fl. 
Fixum ... . . . G6Goofl. — kr. 
statt der 20 Tagw. Felbboden b0- 
Stolelelll 30 — 
Diese Pfarrei ist wieder mit einem pen- 
sionirten Erreligiosen zu besezen. 
– 1½ 
3) Die protestantische Pfarrei St. Martin in 
Memmingen. 
Die Stelle des Pfarrers zu St. Martin 
in Memmingen ist durch die allerhöchsten 
Orts genehmigte Resignation des bisherigen 
Inhaber derselben, Johann David Kühner, 
erlediget werden. 
Die Seelenzahl der genannten Pfarrei be- 
läuft sich auf 4378, die Einkünfte betragen 
nach der neuesten Fassion 975 fl. 10 kr., die 
Lasten 18 fl., so daß das reine Einkommen 
# fl. 40 kr. ausmacht. Dazu kommen 
noch die als Surrogat des Beichrgeldes einge- 
heuden freiwilligen Gaben, welche von dem 
bisherigen Pfarrer zu boo fl. angeschlagen 
worden; doch ist zu bemerken, daß der Ertrag 
dieser freiwillgen Geschenke von der Angahl 
  
1698 
der Beichtkinder, und diese von der freien Wahl 
der Gemeindeglieder abhaͤngt. Auch werden, 
so lange der sieben und siebenzig jaͤhrige Pfar- 
rer Kuhner am Leben bleibt, die demselben als 
Pensson allergnddigst bewilligten soo fl. von 
den Einkünften der Pfarrei abgezogen. 
Im Isar-Kreise. 
4) Die Pfarrel Hoheneggelkofen. 
Durch Versezung des Pfarrers Suror ist 
die Pfarrei Hoheneggelkofen, band' 
gerichts Landshut, in der Dizese Freising, 
und dem Sosftungs-Administrarions= Di- 
strikte Landshur in Erledigung gekommen. 
Sie enthält 380 Seelen, und eine Schule. 
Der Pfarrer bedarf keines Hilfpriesters, seine 
Emkünfte betragen 20 1 a fl. 3a kr., die Aus- 
gaben 1781 fl. 45 kr., es verbleibe sohin rei- 
nes Einkommen 37 fl. 27 kr 
5) Die Pfarrel Hohenbrunn. 
Durch die Versezung des Pfarrers Mändt 
nach Obertaufkirchen') ist die Pfarrei Hohen= 
brunn, in der Dihzese Freising, Landge- 
richts Ebersberg, und Seistungs Administra- 
tions: Distrikte Wasserburg, erlediger worden. 
Sie enthält in einem Umkreise von 5 
Seunden 081 Seelen, 6 Filialen, und 2 
Schulen, welche der Pfarrer mit einem Koo= 
perator versieht. 
Das Einkommen erhült derselbe aus dem 
Widdum von einem ganzen Hofe, nebst ày 
Tagwerk Holz, aus dem Zehent, der Stole, 
und grundherrlichen Renten von 7 stiftbaren 
"*) Seite 1126.
	        
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