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burg, Mecklenburg-Schwerin und Koburg
ihre Länder zurückzugeben.
Tirol, 73# deutsche Grafschaft,
jetzt österreich. Kronland, war im Altertum
von keltischen Stämmen bewohnt
und kam zur Zeit des Kaisers Augustus
unter die Herrschaft der Römer. Dann
drangen mehrfach germanische Stämme
ein, zu Ende des 5. Jahrh. eroberten es
die Ostgoten, nach deren Untergang im
6. Jahrh. die Bayern den Norden, die
Langobarden den Süden an sich rissen.
Mit Bayern wurde T. den Franken unterthan,
ward aber im 10. Jahrh. von
Bayern teilweise abhängig. Doch behaupteten
außer den Bischöfen von Brixen und
Trient, die Reichsfürsten waren, die Grafen
von T. im Vintschgau ihre Unabhängigkeit.
Ihre Stammburgwar Schloß
T. oberhalb Meran. Sie traten zu Ansang,
des 11. Jahrh. auf und erwarben
1248 bei dem Aussterben der Herzöge
von Meran die Grafschaft Andechs im
Oberinnthal. Als sie 1253 im Mannsstamm
ausstarben, fielen ihre Besitzungen
in T. an den Grafen Meinhard von G erz.
Doch ward durch die Teilung von 1274 die
Grafschaft Görz von T. abgetrennt. Auch
die neue Linie der Grafen von T. erlosch
1335 im Mannsstamm, und die
einzige Erbin, Margarete Maultasch, trat
1363 T. an die Herzöge von Österreich
ab. Bei der Teilung der habsburgischen
Lande 1365 fiel T. an Herzog Leopold den
rommen, der auch Kärnten, Elsaß und
teiermark erhielt. Sein Sohn Friedrich
IV. (emit der leeren Tasche= genannt,
weil ihm sein Bruder Ernst von Steiermark
sein Land lange vorenthielt) begründete
1406 in T. eine Seitenlinie der Habsburger,
welche mit dem Tod seines Sohns
Siegmund (1439—96) erlosch. König
Maximilianl. vereinigte schon 1490 T., das
er zu einer Seefürsteten Grafschafterhob,
mit Osterreich. Kaiser Rudolf II.
bestellte 1612 seinen Bruder Maximilian
Regenten in T., später übernahm
rzherzog Leopold, der Bruder Kaiser
Ferdinands II., die Verwaltung des Landes;
doch wurde dies 1665 nach dem Tod
seiner beiden Söhne wieder mit Österreich
vereinigt. Im Frieden von Preß-Tirol
— Torgau.
burz 1805 kam T. an Bayern und verblieb
trotz der heldenmütigen Erhebun
der Tiroler unter Andreas Hofer 66%m
bis 1814 bei diesem Staat. Seitdem i
es wieder österreichischund hängt am Haus
Kabsbur mit bewundernswerter Treue.
gl. v. l“ ormayr, Geschichte der gefürsteten
Grafschaft T. (1806—8, 2 Bde.);
Derselbe, T. und der Tiroler Krieg von
1809 (2. Aufl. 1845); Egger, Geschichte
Tirole (1870—80, Bd. 1—3).
Tobitschan, Stadt im mähr. Bezirk
Kojetein, unweit der March, war der
Schauplatz eines Gefechts zwischen den
Osterreichern unter Erzherzog Leopold und
den Preußen unter General v. Hartmann
15. Juli 1866. Jene wurden zurückgeworfen
und retteten sich nach -
enedek sah sich gezwungen, die Mar
linie aufzugeben.
Torgau, Festung im preuß. Regierungsbezirk
Merseburg, am linken Ufer der
Elbe, berühmt durch den Sieg Friedrichs
d. Gr. über. die Osterreicher unter Daun
3. Nov. 1760. Dieser hatte auf den Höhen
bei Süptitz im Nordwesten von T. eine
feste Stellung inne, welche im Süden durch
den Röhrgraben und Teiche, im Nordwesten
durch einen Verhau gedeckt war. Er
hatte 65,000 Mann und 400 Geschütze.
Friedrich, der mit 44,000 Mann aus der
iederlausitz he ranzog, entsandte Zieten
mit dem rechten Flügel gegen Dauns Südfront
und umging mit dem Hauptheer in
drei Kolonnen die österreichische Stelllung
im Westen. Friedrich selbst griff diese nachmittags
2 Uhr im Norden an, wurde aber
von Daun unter furchtbarem Geschützfeuer
zurückgeworfen. Auch als die beiden andern
preußischen Kolonnen unter Hülsen
und Holstein die Umgehung vollendet
hatten und an den Feind kamen, schwankte
die Entscheidung noch lange. Erst als
Nitten, der mit dem österreichischen Korps
acy fast den ganzen Tag im Gefecht gewesen
war, am Abend das Dorf Süptitz
nahm und, im Westen der Höhen vordringend
sich mit Hülsen vereinigte, räumten
die Osterreicher in der Nacht das Schlachtfeld.
Der Sieg war durch Zieten herbeigeübrt
denn unmittelbar vor dessen Vorringen
befand sich Daun im übergewicht