Full text : Bei den Fahnen des III. Armeekorps von Metz bis le Mans.

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sehr  nach  dem  Ende,  und  endlich  kam  auch  der  ersehnte  Befehl
zum  Abmarsch,  freilich  nicht  nach  Hause,  sondern  nach  neuen
Kantonnements  in  der  Nähe  von  Troyes.

Am  6.  März  rückten  wir  dahin  ab  und  erreichten  unser
Ziel  am  29.  desselben  Monats,  sehr  enttäuscht  von  den  uns
beschiedenen  Quartieren.  Jede  Kompanie  lag  einzeln  in  einem
der  uns  zugeteilten  Dörfer,  von  denen  das  eine  immer  elender
wie  das  andere  war.  Ich  persönlich  vermißte  sehr  schmerzlich
mein  gutes  St.  Jamme  und  la  Bazoge,  indessen  es  hieß  aushalten,
  denn  noch  immer  verlautete  nichts  von  einer  endlichen
Rückkehr.  Noch  eine  Station  sollten  wir  in  dem  schönen  Frankreich
  zurücklegen,  ehe  wir  die  Heimat  wieder  sehen  sollten,  wir
wurden  nach  der  Champagne  in  die  Nähe  von  Reims  verlegt
und  rückten  am  11.  Mai  dahin  ab,  um  dort  bis  zum  2.  Juni
zu  verbleiben.  Da  endlich  hieß  es  „nach  Hause“  zur  unendlichen
  Freude,  besonders  der  verheirateten  Offiziere,  die  sich  nur
schwer  an  den  Gedanken  hatten  gewöhnen  können,  daß  das
III.  Korps,  wie  allgemein  angenommen  wurde,  dazu  bestimmt
sei,  die  3  Jahre  der  Okkupation  in  Frankreich  zu  verbringen.

Am  3.  Juni  wurde  der  Marsch  in  die  Heimat  angetreten,
  am  18.  mit  kräftigem  Hurral  im  Laufschritt  mit  schlagenden
  Tambours  die  neue  deutsche  Grenze,  die  Seille-Brücke  bei
Aulnois,  passiert  und,  nach  einigen  Tagen  des  Wartens  in
Püttlingen,  am  28.  in  Saargemünd  der  Eisenbahnzug  bestiegen,
der  uns  in  unsere  alten  Garnisonen  führte.

So  lag  sie  denn  hinter  uns  wie  ein  Traum,  die  schwere,
eiserne  Zeit!  Wohl  waren  es  mühevolle  Tage  und  Monate
gewesen,  die  wir  durchkämpft  hatten,  und  oft  hatte  man  nach
dem  Ende  geseufzt,  aber  auch  hellstrahlende  Erinnerungen  für
das  Leben  hatten  wir  dafür  eingetauscht.  Diese  Erinnerungen
und  das  Bewußtsein,  bei  der  größten  Arbeit  des  Jahrhunderts
thätig  mitgewirkt  zu  haben,  —  wer  möchte  sie  missen  um  viele
Schätze!  Schwer  waren  die  Opfer,  die  das  Regiment  dem  Vaterlande
  hatte  bringen  müssen,  63  Offiziere  und  1374  Mann
hatten  auf  dem  Felde  der  Ehre  geblutet,  die  Gräber  von
22  Offizieren  und  506  Mann  hatten  wir  in  Frankreich  zurückgelassen,
  aber  nicht  umsonst  war  dieses  Blut  verspritzt  worden,
die  edle  Saat  hatte  reichliche  Früchte  getragen.