Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

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anfangs  gewiß  nicht  der  allgemeine  Wunsch  mit  der  neuen
Ordnung  der  Dinge  erfüllt  war.

Offenbar  war's  im  ersien  Anfang  nur  ein  schönes  Zusammentreffen
  einzelner  glücklicher  Umstände  und  Verhältnisse;
  im  letzten  Moment  der  Entwicklung  aber  eine  Feinheit
  und  Behendigkeit  der  Kunst,  einzelne  Menschen  und
ganze  Menschenhaufen  zu  leiten,  als  ob  hier  nicht  blos
Männer  die  Plane  gemacht,  sondern  auch  kluge  Frauen  mit
gerathen  hätten.  Gewiß  ist's  wohlthätig,  einmal  auch  eine
solche  Revolution  genau  zu  beschauen,  wo  es  gar  nicht  nach
der!  Faüst,  sondern-  nach  dem  Verstande  gieng;  und  dies  in
i  der,  Periode  derselben:  wie  gleich  im  ersten  Anfange.  Bei
den  meisten  ist's  soüst  ein  gar  grobes,  wildes  Werk,  wo  man.
si  ch  am  Ende  nur  wundern  muß,  daß  doch  der  gute  Gott
*  etwas.  ersprießliches  daraus  hervorkommen  läßt.  ·

Der  ganze  Adel  des  Reichs  und!so  auch  die  Geistlichkeit
nd  der-  Böätgerstand  sahen  sich  bald  unerwartet  an  einem
Jiele,  das  nie  ihr  Wunsch,  nie  ihr  Wille  gewesen  war.  So
unlustig  aber  die  erste  klare  Wahrnehmung  gewesen  seyn  mochte,
böhin-  sie  gekommen  seyen,  so  schnell  schlug  doch  das  allgemeiste
  Bewußtseyn  ein,  daß  sie  zwar  nicht  zu  ihr  em  Ziele
zekommen,  aber  doch  glücklich  geworden  seyen.  Und  diese
Menschem  wären  so  unglaublich  vernünftig,  nachher  nicht
biel  darüber  zu  rechten,  wie  man  politisch  glücklich  seyn
müsset“

Es  war  in  Dänmark  ein  seltsamer  Zusiand  sogenannter
Verfassung,  ehe  diese  große  Staatsveränderung  ausbrach.
Wenn  man  den  Buchstaben  der  Capitulationen  ausah,  und
namentlich  die  neueste  läs,  die  Friedrich  III.  1648  beschworen
hatte,  so  galt  der  König  unglaublich  wenig;  So  bald  man
aber  das  täglichs  Getreibe  der  Dinge  überblickte,  und  die