Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

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sollte,  daß  man  58  Procente  Abgabe  vom  Fleisch  zu  bezahlen
habe,  und  dieser  Artikel  galt  auch  noch  damals  nur  als  Probe,
die  überdieß  weit  nicht  die-einzige  ihrer  Art  war.  Natürlich
stieg  denn  mit  den  Taren  und  Abgaben  der  Reiz  zur  Accis=Defraudarion,
  und  je  mächtiger  auch  dieser  Reiz  zog,  desio
eifriger  vervielfältigte  man  die  mühseligsten  Gegenanstalten.
Die  Seeuer  selbst  drückte  schon  den  Handel,  aber  noch  nnendlich
  mehr  drückten  denselben  alle  die  Formalitären,  die  in  den
Gesetzen  vorgeschrieben  waren,  um  Einfuhr  der  Contrebande
und  Accis-Desraudation  zu  verhindern.  Das.  alles  wußte  man
nun  schon  längst.  Man  beklagte  es  schon  längst,  und  half
nicht,  oder  wenn  man  auch  ernstlich  an  Höülfe  dachte,  'so  gerieth
  man  auf  abenteuerliche  Projekte,  durch  welche  der  ganze
Zusiand  von  Kasiilien  zwar  verändert,  aber  nur  noch  mehr
verschlimmert  worden  wäre.

So  wär'  es  unstreitig  gegangen,  wenn  die  großen  physiokrarischen
  Plank,  die  man  unter  Ferdinands  VI.  Regierung
gehabr  hat,  voͤllig  gelungen  würen.  Ernstlich  genug  waren
die  Anstalten,  die  man  seit  1749  machte.  Eine  eigene  Junta
wurde  niedergesetze  zur  Besorgung  alles  dessen,  was  auf  diese
neuc  Plauc  Beziehung  hatte.  Ein  General-Kataster  aller  zwei
und  zwanzig  kasiilischen  Provinzen  sollte  gemacht  werden,  um
bei  der  Einrichtung  des  einzigen  Imposts,  der  künftighin  statt
der  bisherigen,  so  viclfachen  Taren  gehoben  werden  sollte,  mit
vollesier  Kenntniß  des  Landes  und  vollester  Kenutniß  des  ganzen
  Nahrungs-Zustandes  der  Einwohner  verfahren  zu  können.
Diese  Kommission  dauerte  noch  fort,  da  Bourgoing  (1787)
seine  Nachrichten  von  Spanien  schrieb,  und  er  versichert,  gehört
  zu  haben,  daß  sie  bei  50,000  Personen  beschäftige,  und
den  König,  der  alle  Kosten  dabei  stehen  muß,  jährlich  über
drei  Millionen  Livres  koste.  Schon  hatte  man  auch  damals
tine  Bulle  von  Rom  erhalten,  daß  die  Göter  der  Geistlichkeit