Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

Poltzeier

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Hollei  Es.  2,  126;  Sonst  will  ich  den  P.  kommen  lassen.
O-udwig  Thür.  1,  478;  Die  voranreitenden  P-s  ed.
Stadtwachen.  Paalzow  Th.  2,  128  ꝛe.,  s.  d.  Folg.
rier,  m.,  —#  ;  uv.:  Polizeidiener  (s.  Polizei  2).
Gotlhelf  G.  87;  Oberamtm.  96;  Ofudwig  Thür.  1,  330.
cTkihaft,  a.:  policeilich:  Daß  unser  Wiederfinden
unter  weniger  pren  Umständen  stattgefunden.  Scherr  Gr.
1,  147.  -E#lich  ,  a.:  dem  Bereich  der  Polizei  angehörig,
  gemäß,  v.  ihr  ausgehnd  2c.,  policeimäßig
1c.:  P.  erlaubt,  verboten  2c.;  In  einem  p—en  Signalement.
  Gutzkow  R.  6,  212  2c.;  Aus  gesundheitspren
  Rücksichten;  Dazu  bedarf  es  einer  landesep-en
Erlaub#nis;  Zum  Erlasse  sreekeller  orts-p-er  Vorschriften.
  Nal  S.  20,  560;  Nach  dem  Augenwinken  eines
preß-pren  Jupiter.  Spielhagen  Reis.  4,  64  2c.  -Hren,
tr.:  die  Bewohner  eines  Landes  2c.  in  einer  bürgerlichen
  wohlgeordneten  Gesellschaft  vereinigen  2c.,
sie  mit  den  dazu  nöthigen  Einrichtungen,  Anordnungen
  versehn  2c.,  bürgerlich  sittigen  2c.:  In  einer
wohl  policierten  Stadt.  G.  29,  217;  Unter  den  polizierten
  Nationen.  W.  4,  117;  22,  391;  29,  274  ff.;
1Dort]  finden  wir  lange  vor  der  Policierung  unseres
Griechenlands  schon  große  monarchische  Staaten.  31,
435  n.  Tist,  m.,  —en,  (—6);  -#en:  eine  zur  Policei
gehörige  Person,  Polizeiagent  2c.:  Die  östreichischen
Soldaten  u.  P-en.  Kohl  Alp.  2,  218;  Detectiv  (s.  d.)
P.;  Geheime  P-en.  SGartenl.  17,  378b.  Dazu:
L.  Napoleon  wuthete  ganz  fassungslos  im  vollendetsten
P-enthum.  Volhsz.  9,  229  [Polizeiwirthschaft]  c.
—  Polizze:  s.  Police.  —  Höôölk  (russ.),  m.,  —;
—6:  Trupp,  Regiment:  Einen  P.  Kosaken.  Gtthard
Wil.  2,  268;  Leichte  Kosaken-P-s.  Kohl  Südr.  2,  125;
Aundt  Gsp.  s,  112,  auch:  Pulk.  —  DTölk-a
(böhm.),  f.;  —#:  ein  seit  1842  auch  in  Frankreich
u.  Deutschland  beliebter  Tanz  —  u.:  die  Melodie
desselben,  s.  nam.  IKahl  Par.  1,  204  ff.  u.:  Die  P.
(Pulka,  „Halbschritt“)  sind  echt  nationale  Tänze  lin
Böhmen].  Globus  4,  83b  (v.  pol  =  halb,  vgl.
Poltina  2c.;  Polturak  ꝛe.);  Zur  böhmischen  P.  rankl
Jer.  1,  351;  Die  P.  HSchmid  1,  146  (Den  P.  145);
Die  P.-Mazurka.  145;  Die  P.-Gigue.  Salon  3,
504  cc.;  auch:  Die  P.-Morbus  ss.  d.];  ferner  als
Bstw.  zur  Bez.  des  zur  Zeit,  wo  der  Tanz  Mode
wurde,  Beliebten  2c.:  P.-Jacke;  -Kneipe;
.Mamsell;  -Tod,  Art  Selbstmord,  wobei  die
Lebensüberdrüssigen  sich  beim  Heranbrausen  der
Lokomotive  auf  die  Eisenbahnschienen  warfen  2c.
„c,  f.;  —  :  Polka:  Den  Kankan  u.  die  P.  Heine  17,
274  2c.  Sen,  intr.  (haben):  Polka  tanzen:  Nachdem
  er  tüchtig  gepolkt  hatte.  IKohl  Par.  1,  206;  HSopfen
Arg.  Sitt.  1,  187;  Schriger  Nat.  318.  -lcren,  intr.
(haben):  polken:  Der  Nickkopf:  Weiden,  zwei  u.
zwei,]  polkierten  wie  besessen.  Kreiligroch  SW.  4,  204
2c.;  So  polkiert  man  sich  mündlich  durch.  IKahl  Par.
1,  209,  spricht  v.  der  Polka  2c.  —  Löôll  (engl.),
m.,  n.,  —6;  —:  (s.  Se.)  Kopf,  z.  B.:z  P.-a  K,
Kopfsteuer;  dann:  Liste  der  Abüimmenden  u.:
namentliche  Abstimmung  bei  Parlamentswahlen,
s.  Volkez.  16,  272;  P.-Schreiber  2c.;  dazu:  Auf
dem  Marktplatz  Tribünen  n.  Stimmburen,  Pôlling
booths  sbũdhs]  errichten.  Salon  3,  615;  Mit  dem

Polonaise

Prinzip  der  briefl.  Abstimmung  durch  unterzeichnete  u.
beglaubigte  Zetlel,  polling  papers  I(pepersl,  nicht  Ballot.
Hai3.  20,  100.  —  Pöllack:  s.  Polack.  —  Pöllam
(ind.),  m.,  —s;  —:  ein  Gewicht  (in  Madras):
Der  Candy  hat  20  Maunds  zu  8  Vis  à  40  P-s  à  10
Pageren.  Eneykl.  f.  Kaufl.  546b.  —  Pollan-  (it.),
f.;  che  [—hkel:  s.  Polack  6.  —  Pôll-en  llat.,  8  24,
3,  n.,  inis!:  Blüthenstaub:  Mit  dem  Aufplatzen  der
Antheren  u.  dem  Ausstreuen  der  P.-Körrer.  pöppig  Ch.
1,  45.  Senin,  n.,  -(e)s;  0;  ein  im  Pollen  enthaltner
  Stoff.  —  Pôll-,  Pöll-er:  s.  Polder.  —
Pollta  (it.),  f.;  0:  Polenta  (s.  d.):  Kastanienbäume,
  welche  ihm  ldem  Korsen]  seine  P.  geben.  Gtigorovius
  Korf.  242.  —  Pöll-er  (lat.),  m.  I§  24,  3,
Tieis):  Daumen.  icipes,  m.  [8  24,  3,  pedisl:
eine  Gatt.  Entenmuscheln,  die  „Fußzehe“.  —
Pollicit-  atiön  (lat.),  f.;  —en:  Verheißung,  Versprechen,
  —  bes.:  das  mündlich  doch  in  bindender
Form  einem  Gemeinwesen  gemachte.  -ätor,  m.,
—8;  Fren  (§  24,  3,  öris):  wer  eine  Pollicitation.
macht.  .eren,  tr.:  Etwas  versprechen,  verheißen
1e.  —  Pôlling:  s.  Poll.  —  Vollinct-or  (lat.),
m.,  —#;  ören  (§5  24,  3,  öris):  bei  den  alten
Römern,  Derjenige,  der  die  gewaschne  Leiche  salbte.
Guhl  2,  375;  Weiss  Kost.  1,  1028.  ür,  f.;  Sen:
das  Geschäft  u.  Thun  des  Pollinktors.  —  Pöllo
(span.),  m.,  —#;  —:  Hühnchen,  Küchlein:  Mit
dulces  (Süßigkeiten),  p.  (gebratenen  Hühnchen).  Grenzb.
21,  1,  310.  —  Pölloi  (gr.):  Biele,  z.  B.:  P.  toi
Narthekophoröf  (od.:  P.  mentoi  Thörsophoröl),  paurki
de  te  Bäcchoi,  Viele  find  Thyrsusschwinger,  doch
wenige  Bacchen  lvom  Gott  Begeisterte  2c.,  s.  ferner
  Polykratle.  —  Dollüti-o  (lat.),  f.  [8  24,  3,
-önis]:  Verunreinigung,  Befleckung:  P.  témpli,
Tempel-Entweihung.  -ön,  f.;  S-en:  Besfleckung,
—  nam.  durch  nächtl.  Samenergießung  (s.  Erxeneirogmus).
  fulher  SW.  61,  259  2c.,  burschik.  auch
Pollux.  Volmann  372.—  PDôll-  ux  (lat.),  m.,  uv.;
0  8  24,  3,  ücis!):  1)  einer  der  Dioskuren  (s.  d.
u.  Kastor;  Elmsfeuer;  I.  Pol).  —  2)  s.  Pollutien.
—  Dolmaise  C□mäs):  Name,  bes.:  eines  schott.
Gärtners:  P.-Heizung,  die  v.  diesem  angegebne
der  Gewichshäuser.  —  Pöôlnisch,  a.:  zu  Polen
gehörig,  dorther  stammend,  darauf  bezügl.  2c.  (val.
poläckisch;  volketh.  auch:  pölisch,  z.  B.  v.  3.97  2c.).
Wir  erwähnen  bes.:  Per  svgl.  französischer]  Abschier,
ohne  Adieu  (s.  d.).  Kofahk  Fed.  5,  29;  Stägemann
Enf.  31  2c.;  P-er  Bock,  Dudelsack;  früher  auch:
Art  Folterwerkzeug;  P—e  Hummel,  s.  Balalaika;
P-e  Mütze,  auch  Art  Schnecke,  Büccinum  testiculus;
Per  Reichstag,  zur  Bez.  des  Ungeordneten,  wo  es
bunt  drunter  u.  drüber  geht;  ebenso,  zugleich  mit
dem  Begriff  der  Unsauberk.:  P-e  Wirehschaft  2c.;
ferner:  In  den  meisten  Kreisen  Oberschlesiens  herrscht
seuer  Zargon,  den  man  das  WasserP-e  neunt.  Woldan
N.  2.  11;  154.  —  Pöôlo  (span.),  m.,  —:  —6:  Er
stimmte  den  P.  an,  welcher  als  Gesang  u.  Tanz  allgm.
beliebt  ist  lin  Andalus  lenl.  Globus  11,  197b;  199a  W.
—  Pologräph  (gr.),  m.,  Sen,  (—#6);  —en:  Beschreiber
  der  Pole.  Dazu:  P-ir.  f.;  p-isch,  à.
—  DPolôn--aise  (frz.  se),  f.;  —n:  ein  polnischer