Februar
17.
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fürchtet, dass die Aufnahme Kurbrandenburgs vor Erteilung der Regalien
durch den Kaiser und vor Beilegung der Irrungen sowol dem Kaiser
als etwa einem oder dem anderen Kurfürsten Nachdenken verursachen
könnte, hoffe aber, dass sich Brandenburg zuerst um
Verständigung mit Sachsen und durch diesen um Aussöhnung mit
dem Kaiser bemühen werde, — so sollen unsere Abgeordneten
solcher Fassung beistimmen und, wenn sich die anderen zur Mitunterzeichnung
der Antwort bereit erklären, sich alsbald über einen
Entwurf dazu vergleichen.
Wegen des zweiten Schreibens sollen die Gesandten, da man
eine Gesamtantwort wird geben müssen, der anderen Meinnung
beitreten. Man kann den Vorwand gebrauchen, dass der Kaiser
nicht, wie sonst wol gebräuchlich, ein Kollegialschreiben an die
mainzische Kanzlei geschickt habe und dass man ausser dem, was
Kurbrandenburg andeutete, noch nicht wisse, ob auch an Sachsen geschrieben
worden sei ‚oder ob vileicht I. ksl. M.! ire gedanken meher
uf dig rheinische churfürsten, aldieweil deren hohe notturft bei richtigmachung
dieses werks meher versiret, gestelt“; es sei also nicht zu
vermuten, dass der Kaiser die Kurfürsten trennen wolle, noch würden
diese darein willigen. — Daneben haben sich unsere Gesaudten zu
erkundigen, ob die Kurfürsten von Trier und Köln sich schon gegen
den Kaiser erklärt haben oder ob sie vielleicht für gut finden, dem
Kaiser ausser einem etwaigen besondern noch ein gemeinsames Gutachten
— etwa’ auch mit Zuziehung Sachsens — zu geben. Wir
zwar sind dagegen, nicht nur weil die Zuziehung Sachsens Verzögerung
verursachen würde ‚sonder auch damit Brandenburgs L. desto
weniger zu scrupulirn hette, wan ein solch schreiben von den
geistlichen churfursten collegialiter geschehe, als ob es ein collegialsach
were.“ —
Wegen des Auslegers bei Mondorf sollen die Gesandten daran
erinnern, was wir mit Kurköln von Prag aus an den Kurfürsten von
Brandenburg, dann alle geistlichen Kurfürsten und der pfälzische
Administrator an die Fürsten zu Düsseldorf und wir noch besonders
an deren Prinzipale geschrieben haben, was darauf erflgt und
wie hochnötig es daher sei, diesem Einbruch in der rheinischen
Kurfürsten Regal nicht länger zuzusehen, wie aber alle gütlichen
Mittel an sich selbst misslich und zweifelhaft, rechtliche voraussichtlich
unverfänglich und gewaltsame, wenn die geistlichen Kurfürsten allein sie
versuchen sollten, entweder auch zweifelhaft oder gefährlich wären, da
man sich die düsseldorfer Fürsten zu offenen Feinden machen würde.
Auch ist zu überlegen, da das von dem pfälzischen Administrator
mitbesiegelte Schreiben von Düsseldorf uneröffnet zurückgekommen
ist, ob dieser noch ferner zuzuziehen sei, um Neuburg nicht weiter
zu verletzen.
Wird dafür gestimmt, dass man noch weitere schriftliche Ersuchungen
ergehen lassen und namentlich den Kaiser zu ernstlichem