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findet man hiernach 1,5%. N'). Weiter wurden in 10 g Liebigs Fleischextrakt durch
Destillation mit Magnesia 2,25 ccm n-NH;, entsprechend 0,3°%/, N?) gefunden. Der
Phosphorwolframniederschlag enthielt 7,4%, N, bezogen auf das Extraktgewicht. Im
Filtrat davon sind noch 0,4°/, Kreatinstickstoff enthalten. Damit ergibt sich für den
Fleischbasenstickstoff des Extrakts: 7,44+0,4 — (1,54 0,3) = 6,0%, N. Es ist also
im Extrakt das Verhältnis Proteinstickstoff zu Basenstickstoff wesentlich anders als
im frischen Fleisch, nämlich 6,0 : 1,5 = 4 im fertigen Extrakt gegen 1,0:0,4 = 2,5
in der frischen Fleischbrühe. Rechnet man nun aber zu den 1,5°/, Proteinstickstoff
noch die neugefundenen 1,0°%, Aminostickstoff hinzu, so erhält man den Quotienten
6,0:2,5 = 2,4, der sehr nahe mit dem für frisches Fleisch gefundenen Quotienten
2,5 übereinstimmt. Wir können hierin eine Gewähr dafür erblicken, daß wir jetzt
über die Verteilung des Stickstoffs im Fleischextrakt im wesentlichen richtig unterrichtet
sind.
Kommen wir nun auf die oben aufgeworfene Frage zurück, so ergibt sich
folgendes: Es wurden in 50 g im Mittel 0,18 g Bernsteinsäure gefunden. Da etwa
die Hälfte der vorhandenen Menge gewonnen wurde, so kommen wir auf 0,7%
Bernsteinsäure. Dies entspricht etwa 0,8°/, Asparaginsäure; da diese 10°, ihres
Gewichts an Stickstoff enthält, so entspräche die sich in Form von Bernsteinsäure
verratende Asparaginsäure einer Menge von 0,08%, Aminostickstoff. Dies sind aber
nur 8°/, der tatsächlich vorgefundenen Menge Aminostickstoff.
Demnach findet sich die früher (Seite 6) ausgesprochene Erwartung, daß die
Gesamtmenge der im Fleischextrakt vorhandenen Aminosäuren um ein Vielfaches
die daselbst vorgefundene Bernsteinsäure übertrifft, bestätigt.
Es läßt sich nun sofort eine weitere Folgerung aussprechen und prüfen. Wenn,
wie angenommen, Zucker auf Asparaginsäure reduzierend unter Bildung von Bernsteinsäure
einwirkt, so muß erwartet werden, daß Glykokoll, Alanin, Leucin usw. derselben
Einwirkung unterliegen, und daß im Fleischextrakte dementsprechend auch kleine
Mengen von Essigsäure, Propionsäure usw. vorkommen. Ob dies der Fall ist, ließ
sich für Essigsäure prüfen, indem man versuchte, ob aus dem mit Phosphorsäure
in der üblichen Weise versetzten Extrakte flüchtige Säure sich abdestillieren lasse.
In der Tat ergaben 14 g Liebigs Fleischextrakt ein Destillat, welches 0,7 ccm n-Säure
enthielt. Salzsäure enthielt das Destillat nicht. Die Essigesterprobe fiel positiv aus.
Rechnet man den Säuretiter auf Essigsäure um (außer dieser käme höchstens noch
Ameisensäure in Betracht, die wir wohl ausschließen können), so finden wir
0,7.100
14
säuregehalt (0,7°/o) ganz vergleichbare Menge.
«60 = 0,3°/, Essigsäure im Fleischextrakt. Dies ist eine mit dem Bernstein-Schließlich
wurde auch nach den in Teil III beschriebenen Versuchen Bernsteinsäurebildung
durch Reduktion der Asparaginsäure direkt nachgewiesen. Wir können
') In ziemlicher Übereinstimmung damit gibt Micko (I. c.) 1,6%, an, während König
und Bömer (l. c.) nur 1,2%, finden.
’) Micko findet 0,39%,, König und Bömer 0,4 -