Volltext : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1839. (16)

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Ist  der  Verlust  der  bürgerlichen  Ehren=  und  der  Dienst-Rechte  mehrmals  verwirkt,
so  wird  auf  einen  angemessenen  Zusaß  von  Kreisgefängnißstrafe  erkannt  (vergl.
Art.  öl,  52).

Hat  dieselbe  Person  die  zeitliche  Entziehung  der  bürgerlichen  Ehren=  und  der
Dienst-Rechte,  Diensteitlassang  oder  Entziehung  öffentlicher  Verechtigungen  mehrfach
verschuldet,  so  wird  entweder  die  Dauer  der  Strafe  auf  einen  längeren  Zeitraum  erstreckt,
  oder,  wenn  hierdurch  die  gesetzliche  Gränze  der  Strafart  überschritten  würde,
auf  einen  angemessenen  Zusatz  von  Gefängnißstrafe  (vergl.  Art.  52,  53,  Absatz  I,  70)
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»  Wenn  Ehrenstrafen  mit  Gefaͤngnißstrafen  zusammentreffen,  so  findet  eine  Verindung
  der  letzteren  mit  den  ersteren  Statt.
Geldstrafen.
.  Art.  120.
Wenn  Geldstrafen  mit  Geldstrafen  zusammentreffen,  so  sind  dieselben  zusammenzurechnen,
  welches  Maaß  derselben  sich  auch  ergebe.
Art.  121.

Wenn  Geldstrafen  mit  Gefaͤngniß-  oder  mit  Ehren-Strafen  zusammentreffen,  so
sind  diese  Strafen  neben  einander  auszusprechen.

«  Art.  122.
Sind  mehrere  strafbare  Handlungen  derselben  Art  nur  als  Ein  fortgesehtes  Verbrechen
  zu  betrachten,  so  sollen  zwar  die  einzelnen  Handlungen  zusammen  als  ein

einziges  Verbrechen  bestraft  werden,  jedoch  so,  daß  die  Strafe  innerhalb  der  im  Gesetze
  bestimmten  Gränzen  erhöht,

und  erforderlichen  Falles  durch  gesehlich  erlaubte
Zusätze  geschärft  wird.
Art.  123.

Hat  Jemand  durch  Eine  Handlung  mehrere  Strafgesetze,  oder  dasselbe  Strafgesetz
  gegen  verschiedene  Personen  uͤbertreten,  so  soll,  wenn  das  Gesetzbuch  fuͤr  einen
Fall  dieser  Art  keine  besondere  Bestimmung  enthält,  die  Strafe  der  schwersten  Uebertretung,
  jedoch  mit  angemessener  Erhöhung  oder  Schärfung  (Art.  122),  angewendet  werden.

Rückfall.
a)  Begriff.
Art.  124.

Wer,  nachdem  er  durch  rechtskraͤftiges  Erkenntniß  eines  inlaͤndischen  Gerichtes

wegen  eines  Verbrechens  oder  Vergehens  zu  einer  in  diesem  Gesetzbuche  bestimmten.
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