Uummer 140
Welel# m#—
Freitag, 2. Juli 1913
verwundet, nachdem er bereits verschiedene andere
Verwundungen erhalten hatte. Der Revolverschuß
zerschmetterte den Oberschenkelklnochen
und machte den Mann fast vollkommen bewegungsunfähig.
Volle fünf Tage lag er ohne
jede Hilfe auf dem Schlachtselde, bis er von
einer französischen Patrouille aufgesunden und
mitgenommen wurde. Seine Hoffnung, nunmehr
das Ende seiner Leiden kommen zu sehen,
wurde grausam enttäuscht. Die Patrouille
brachte ihn in einen französischen Schützengraben,
der unter deutschem Artillerieseuer lag. Der anwesende
französische Korporal ließ ihn auf die
Brustwehr des Grabens legen und benutzte so
den vollkommen erschöpften und wehrlosen
Mann als lebendige Deckung gegen das Artillerieseuer.
Französische Offiziere hinderten in
leiner Weise die Fcigheit und N.ederträchtigkeit
des Untergebenen, sondern versuchten noch, durch
Drohungen mit dem Säbel und durch wüsle
Beschimpfungen den Mann zum Verrat der
deutschen Stellungen zu bewegen. Ein französischer
Arzt, ein Vertreter französischer Menschlichleit,
hatte für den unglücklichen Krieger nur
die Worte übrig: „Du graues Schwein, an
den paar Schüssen wirst Du nicht verrecken!“
An eine Behandlung des Schwerverwundeten
dachte er nichl, sondern entfernte sich ohne jede
Hilfeleislung. Ein gütiges Geschick aber behütete
den Gefangenen besser als seine Feinde es getaun
hatten. Die Granaten schlugen in unmiltelbarer
Nähe des Grabens ein, trafen den Mann
aber nicht. Bis zum späten Abend lag er auf
der Brustwehr des Grabens. Erst dann wurde
er in den Graben hineinge zogen, mußte aber
noch bis zum 30. Oltober ohne jede ärztliche
Hilfe verbleiben. Erst dann wurde er verbunden
und fortgeschafft. Und nun begann für ihn
dasselbe Leiden, das von Hunderten deutscher
Soldaten unter Eid llanbwürdig geschildert
wurde. Auf dem Transporte wurde er von der
Zivilbevölkerung in der gemeinsten Weise beschimpft,
geschlagen und mit Steinen beworfen.
Die Bewachungsmamschaft zog ihm den Rock
aus, nahm ihm sein Geld und seine Uhr ab und
ließ ihn trotz der kalten Jahreszeit ohne Rock
und wärmende Decke weitertransportieren. Mit
ihm zusammen fortgeschafften Kriegsgesangenen
ging es nicht besser. Auch sie wurden beraub,
beschimpft und mißhandelt. Nach wochenlangem
Aufenthalt in Krankenhäusern, zum Teil bei
mangelhaftester Verpflegung, in schmutzigster
Bettwäsche ufm., wurde er endlich mit Verlust
des linken Beines nach Deutschland i
chrey.
London, 29. Juni. (Reuter.) Staatsselretär
Edward Grey ist nach London zurückgekehrt
und wird binnen kurzem seine Arbeit im Auswärtigen
Amte nieder aufnehmen. (3.)
Die englischen Bergarbeiter.
London, 29. Juni. Die „Morningpost“
schreibt in einem Leitartikel: Die Streitigkeilen
im Kohlenbezirl von Südwales drohen zu einer
ernsten nationalen Krisis zu werden. Die
Arbeiter werden immer u#derspenstiger. Wenn
am Donnerstag der Streik nicht geschlichtet ist,
wollen sie sich über ihre Führer hinweg setzen
und die Arbeit niederlegen. (J.)
Friedenskundgebungen in Amerika.
Newyork, 29. Juni. Die Friedensfreunde
veranstalteten eine bemerkenswerte Kundgebung,
zu der nach polizeilicher Schãtzung 80000 Personen
erschienen? waren und die ganze Straßenzüge
besetzten. Die Teilnehmer waren vornehmlich
Deutsche und Irländer. Bryan trat lebhaft
für die Aufrechterhaltung des Friedens
ein. Die Kundgebung ist die größte seit Jahrzehnten
gewei#en und machte einen tiefen Eindruck
auch bei der 9Legnerischen Presse. (3.) v
——. ———
Z. k.A–oman von A. Below.
* Machdrud verboten ID
1- Er ßz:nn 5rm tretzdem . wie die
Sii itie Luc und seines Bepleiters seinem
Versteck immoer naher kamen, undper Wind trieb
einzeline Worte aus den Aenßerungen des schreck.
lichen Mannes zu ihm berüber. „Finden mussen
wir ihn ja endlich, entwischen kann er uns zum
Glück auf leinen Fall. Aber er soll'. bußen, der
Hundesehn, daß er uns so viel Mühe macht!-“
Vorsichtig lugte Ludwig Günther über den
Rand der sandigen Vertiefung, in welcher er lag,
und sah, daß die beiden Manner laum noch
hundert Schritte von ihm entfernt waren. *
machte sich schon darauf gesast, jeden Augenblick
entdeckt zu werden und überlegte, wie er sich in
Diesem Falle verhalten sollte, da blieb der
Schmugglerhäuptling stehen und rief laut in dic
Tunlelhe## hinein: „Komm gutwillig hervor, wer
Tu auch seisl, der sich hier verborgen es gehl
Tir sonst übel!! Kaum war der Ruf verhallt,
als der Graf drüben, aui der anderen Seile der
Tünensenlung, in welcher das Feuer brannie,
Leila sich erheben sah. Halloh, da bist der Patron
jal- rief. Lucifer. Oinab zum Feuer, Bursch,
damit wir den Vogel uns genau ausehen, den
wir heute gefangen haben.“ Damit eilte er selber,
von seinem Freunde gefolgt, eilsertig zum Feuer
zurück.
„Mein Gott, das ist ja Leilal“ hörte Ludwig
Güniher alsbald den letzterrn ausrufen. „Mädchen,
Du hier in dieser E
ausgeliefert.
(3.)
two in aller Welt lr 1 her, und was wolltefl
Eino
Mit zu VBoden ee Blicke, anscheinend
Der Krieg gegen England
Die englischen Munitionssorgen.
London, 30. Juni. Im britischen Unterhause
gab es am Dienstag eine sehr lebbafte
Auseinandersetzung über di: Vorlage betreffend
die Errilltung eines Munitionaministeriums.
Houson (Unionist! sagte, Freuch und
die Armee 1 itlen sei! Monaten dringend mehr
Munition 9 forderl. Lioyd George scheine allein
unter dun Ministern den Mu zu haben.
der Nation di: Wahrheit zu sagen. Der Mangel
an Munilion und Ges ützen sei unerhör, sL#npflich.
Die Uaherihf#e geringe Anteilnahme im
Lande sei die Scaule des Zensors, der die
Wahrheit sä Unpflich verw#####ulicht. Das Kriegsministerium,
s fuhr er sort, glaubte wahrscheinlich,
das uir und durch den Krieg fortmuzeln
könnten, wie i.n Burenkriege. Aber di: heulige
Lage ist eine ganz andere. Ni.mals in der ganzen
Geschichten unseres Landes war die Lage so
verzweifelt. Die frühere Negierung hall alles
getan, um das Land durch eine falsche Sicherheit
zu chloroformieren. Zetzt haben wir di-Koalition,
meil das Kriegoministerium, in den
eigenen Bureaulratiomus verstridt, über der
Munitionsfrage zusammenbrach. Die neue Rrgierung
muß die ganze und volle Wahrk##i#t
agen. Die Lage bedeute t dach eli Kriegsmonaten
ein reines Patt. Die Deutschen sehen nicht
aus, als wären sie im Osten geschlagen. Wenn
es ihnen gelingt. die Russen zurücdzutreiben.
so lönnten sie Truppen an die Westfront senden,
auf Calais losgehen und von dort Doyver
und Folkestone mit schwerem Geschütz beschießen
und unter der Deckung dieser Beschiefung ei
nen Luftangrif oder einen Einfall in England
versuchen. Man spricht von einem Schupze durch
unsere Flotte, aber Gallipoli lehrt, was die
Slotte- tun lann und was — 3)
.
Stimmungswechsel in England
Zürich, 30. Juni. Der regelmäßige Londoner
Mitarbeiter der Jüricher Post schildert
den Stimmungswechsel, der in England, namenllich
in den letzten Wochen, vor sich gegangen
ist: Die anfängliche Eleichgültigkeit ist bitterem
Ernst gewichen. Der Brite fühlt nunmehr, daß
der Krieg auch ihn angeht und daß die Zeiten
vorbei sind, da die Söldner auf den Schlachtseldern
für Englands Ehre lämpften. Die Finger
des Staates klammern sich immer krampshafter
um den Geldbeutel, der Staat greift
immer schärfer mit eiserner Hand in das Zeben
des Volkes ein. Die Freiheit des Bürgers, auf
die der Brite stolz ist, wird täglich durch neue
Eesetze angetastet. Von einer lleinen Aufregung
ist heute der Krieg für die Briten zum
Alpdrücken geworden. Freilich wird dadurch der
Wille zum Sieg über Deutschland nur geflärkt.
Je größer Deutschland ihm erscheint, umso mehr
wird er in seinem Stolz gekränkt. Denn Großbritannien
will nun einmal die erhabenste Macht
der Welt sein und keine andere darf ihr gleich
sein, und der Brite kann nicht dulden, daß eine
andere Nation ihm ebenbürtig wird. Jetzt erst
fängt Großbritannien an, mit seiner ganzen
Macht Krieg zu führen. Der schwache Punkt in
allen Zulunftsträumen und guten Vorsätzen ist
aber, sagt der Korrespondent, die Opposition
eines starken Teils der Arbriter. Trot aller
Gesetze und Vereinbarungen muß man auf
Ueberraschungen von dieser Seite gefaßt sein,
und diesen Teil des Volles für die großen
JZiele der britischen Regierung zu gewinnen, ist
die schwerste, wenn auch nicht hoffnungslose Arbeit
der Regierung, besonders Lloyd Georzes.
(Z.)
PVrinz Leopold von Bavern
Kommandant einer deutschen Armee.
Rußtand.
Rußland in Nöten.
Moslan, 30. Juni. „Rußlofje Slowo“
schreibt: Die zentralmächte bemühen sich seit
sieben Wochen, Rußland als den sinanziell
schwächsien Geguer auf die Knie zu zwingen,
Unruhen in Rußkand hervorzurufen und auf
diese Weise die Koalition gegen Deutschland
zu zerschmetlern und Ruß laud zu einem Sonderfrieden
zu Uringen. Der Versuch wird leinen
Erfolg haden (70. Rußland ist entschlossen, den
Krieg an der Seite der Allü#erten zu einem
siegreichen Eude zu führen. Es braucht aber
hierfür Geld, da es bisher die größte Bürde
des Krieges tragen mußte, was die Pariser
Konferenz nicht vorausgesehen hat. Es erscheint
deshalb dringend erforderlich, daß Rußland eine
wirtschaftliche Unterstützung von England und
Frankreich erhält, weshalb eine neue entsprechende
Abmachung getrofsen werden mußte.
Nicht nur die Ehre, sondern die Existenz des
Reiches ist bedroht und damit die gesamte nationale
Kultur. Wir lönnen nicht der Zukunft
ein unterjochtes Rußland überlassen. (3.)
Glückwünsche für den Nüczug.
London, 30. Juni. (Reuter.) Die „Morningpost“,
die am 24. Juni ein Telegramm an
den Großfürsten Nitolat sandte, in deml sie ihn
zu der Geschicklichleit beglünwünschte, mit der
er einen der beschwerlichsten Rückzüge der Kriegsgeschichte
leitete, erhielt solgende Antwort:
„Das russische Heer entlehnt ebenso wie die
Allii#erten seine Kraft den Grundsähzen, für die
es kämpft und die den schließlichen Sieg sicher
erwarten lassen.“ (3.)
Jullen
Derabgeschlagene Einbruch
in die Kärntner Pässe.
Wien, 30. Juni. Die Italiener machten seit
Anfang des Krieges große Anstrengungen, um
die Kärntner Grenze zu durchbrechen. Besonders
bim Plöckenpaß sehzte der Feind heftig mit Artillerie=
und Infanteriebeimühungen ein, die
aber damit endeten, daß wir den Feind von den
bereits besetzten Talhöhen wieder hinabwarfen.
Eleichzeitig wurde auch das Vordringen auf
dem zweiten Wege nach Kärnien bei Malborghet
versucht. Hier hatten die Italiener schwere
Artillerie konzentriert, die von früh bis spät
abends ununterbrochen auf die Front schoß. und
hauptsächlich das Fort Hensel unter ihr
Feuer
nahm. Aber die ilalienischen Anstrengungen waren
vergebens. 15 Tage widerstand das Fort
lodesmutig, obwohl die Besatzung ein Höllenseuer
auszuhalten hatte. Die Ztaliener schossen
mil 28.= Zentimeter= Granaten unnnterbrochen. Es
wurden in einer Nacht an 1/X/0 Granaten abgeseuert
und charaktteriftisch für die italienische
Artillerie leine traf. ie 28- zentimeter-Mörser
sind das größte Kaliber der Jlaliener.
Die Freude des Dritten.
DLugano, 30. Juni. Die gesamte italienische
Presse behandelt wohlgesällig das Friedensmanisest
der deutschen Sozialdemokralie als
Beweis schwächender innerer Uneinigleit Deulsalands,
sowie der empörenden Unerträglichkeil
der deutschen Kriegsziele.
Italien läßt Deulmäler einschmelzen.
Wien, 30. Juni. Die „Reichspost“ meldet:
Bereils vor drei Monaten wurde wegen der
grosen Metallnot von dem italienischen Kriegsministerium
das Eisengitter um die von Pius 17.
auf der Piasza di Spagna errichtete Imma
culatastatne weggenommen. Zahlreiche andere
Gitter um alte Monumente und Grabmäler
sind jelzt denselben Weg gegangen, und es ist
zu befürchten, daß diese neuen Kriegsbarbaren
von den? Vorhallen der Kirchen ihre Sequestrierwut
auch in das Innere erstre4cen werden. (.J).)
Italien ische Erbitterung gegen
Montenegro.
Lugano, 30. Juni. In JZitalien ist der
Jorn über die Beseltzung Skutaris durch die
Montenegriner allgemein und die Presse mach!
gar keinen Aersuch, ihn zu vertuschen. Am gemäßigsten
ist noch die „Tribuna“, die hofsft,
daß Montenegro nunmehr die Ossensioe gegen
den gemeinsamen Feind wieder aufnehmen
werde. (J.)
Die Balranflaalen.
Rumänien und die Zentralmächte.
Berlin, 30. Juni. Die „Jüricher Poss“
derichtet, daß zwischen Rumänien und den Zentralmächten
ein neues besonderes Abkommen
geschlossen worden sei. Das rumänische Blatt
„„Diminiata“ berichtet, die Verhandlungen Rumäniens
mit dem' Vierverband seien an der
Unnachgiebigkeit Rußlands gescheitert, das sich
der Aufteilung des Banats und der Zuteilung
von Czernowitz an Rumänien widersetzt habe.
Der Eindruck des Zusammenbruches
Rußlands auf die Neutralen.
Bukarest, 30. Juni. In einer Besprechung.
über den Zusammenbruch des russischen Heeresin
Galizien schreibt das Negierungsorgan „Independance
Roumaine“: Die Erschöpfung der
russischen Armee macht neue und beunruhigende
Fortschritte. Im Taufe des Monaks Mai verloren
die Russen durchschnittlich 10 000 Gesaugene
täglich. Seit dem Juni steigen diese Zahlen
auf 20000 Mann für den Tag. Nach den
amtlichen russischen Berichten ist es unmöglich,
einen tieferen Grund für die Schwächung zu
sehen, die ihren scheinbaren Ausgang in dem.
riesenhaften Angriff von Tarnow hatte und.
die nach 6 Wochen zur Vernichtung des russi-
dol Schen und Scham, erwwerie die Zigennert#:
„Ich bin Dir gefolgt, Herr. Mich reute es, daß
ich heute Morgen so unfreundlich gegen Tich ge.
wesen bin und Tich auch noch bei dem Meister
verllagt habr- ver Hünge ur 7
„Leila!“ rief * üngling entzückten senen
„So liebst Du mich boch. un n ne chroffe
Zurüchweisung war n *m Lü reho
und purer Mädchen
Die junge Aenen entgognete nichts, hrdeen
richteie nur ihr dunkles Auge voll en
Fragenden. Er mochte in ihrem Blick wallL eine
Autwort lesen, die ihn befriedigte. Denn er ergriff
ausjauchzend die Hand des Mädchens und
drückte sie fest an sein Herz. Mißtrauisch und
prüfend hatte zu Ansang der Schmugglerführer
die Zigeunerin gemustert, jedoch diese 9m ielte ihre
Noll % ausgczeichnet, daß selbst dieser scharfblicende
n getäuscht wurde.
nh ört, was vorhin hier am Feuer
phn unz eiden gesprochen worden ist!-ragte
er
Ach, Herr,“ lautete die Erwiderung, was
hr geredet, ich weiß es wahrhaftig nicht, die
orle tönten an mein Ohr, aber meine Gedanken
waren ganz wo anders, ich dachte immer bloß
— dabei richtete sie ihre Augen mit einem Glutblick
auf Georg — wenn er doch bloß allein wärc,
wenn * hn endlich sprechen könntest! Wenn Tu
mich a r Stelle zu töten drohst, ich vermöchte
Tir and ou sagen, wovon Ihr gesprochen habt.“
„Dein (Glul, Dirne -*-e konntest sonst am
Ende benm Nacht bei den Fischen schlasen. Schmere
7 5 trotdem. daß 5 1er Liaead einem
senl en 2 u uns hier ge
en. * d dtt rure Eures Erigeu
on gẽ; diesenr ###. bricht
veila fuôr in ungebeuchelter —# r
.Wohrr“ weißt Tu —"
Was7" entgegnete ucifer lachend, „daß Ihr
unsteies Volk einen heir uhen König habt? Oh,
Du scheuer Wandervot (. ich weiß noch mehr von
Euren Geheimnissen. Habe einmal auch so ein
braunes Täubchen besessen, wie Du bist, das hat
ein behehen gelaudtrt. Also schwöre, Mädchen!“
Einen Augenblick zauderte die Zigeunerin,
dann leistete sie mit fester Stimme den verlangten
Schwur.
.Nun, meine bronzefarbene Prinzessin, I#t
gut,“ bemerlie Lucifer, „immerhin will ich
#r Sicherheit noch cin bißchen unter meinen
Vgen behalten. Du gehst, worüber Du Tich ja
nur freuen wirst, mit uns, und kannst dunt
ungestört in bestimmten Zwischenräumen Deinen
Herzallerliebsten sehen und sprechen. Dafür
sorge ich.“
Ter Zigeunerin mochle diese Mulündigung.
welche mit anderen Worlen sagte:
sortan meine Gesangene!“ schwer geung rm
Herz fallen, aber keine Micue ihres Angesichts
*t und ohne Schen vichter sie ihre großen
söweren Augen auf den sehr gesürchteten Häuptling
einer verwegenen Schunggler- und S Ererresberbauoe
„Gern gehe ich mit Dir, Herr,, sagte sie, aber
halte mich nicht eingeschlossen in dumpsen
Räumen; ich bin ein unsteter Wandervogel, so
saglest Du selber socben; ich würde zugrunde gehen,
Diänn ich in nächtlicher Weile nicht dorr reien
Himmel über mir zäh als * Die zärllichste
iebe kann mich nicht dafür eni hadi en. Du tennst
die Zigeuner und weißt, daß ich die Wahrheit rede."
„Furchie nichts, Leila.“ ken darauf Georg
das Wort, als Lucifer nicht sogleich antwortete,
u sollst frei sein und frei bleiben wie der Vogel
in Dion Luft, nur Me- Liebe zu mir soll das Band
bilden. das Dich feffelt.
„Sieh' doch einer an!“ rief der Schmugierlapitän
halb lachend, halb ärgerlich über
Eigenmächtigkeit des jüngeren Freundes iPo6
Bürschchen erleilt Zusagen und trifft Auordnungen,
während i dabei siehe und gar nicht gefrugt
werde. Doch meinetwegen, es mag dabei bleiben;
der Schwur reicht schließllich hin; das braune.
2 elchen wird michts auspiepen. Jedenfalls aber
ußt Tu mit uns hinuberfahren, schöne Leila.
Helti inzwischen immer zum Boote, der alie
Jürgens mag Dich geleiten. Dort warte auf
und; wir haben hier auch nicht mehr viel zu tun
und jolgen gleich nach. — A iens he, Zürgens!"
rief er dann in die Nacht hinaus
Der Gerufene antwortele in ziemlicher Ep.ternung
und erschien dann nahezu atemlos. o
chnell war er gelausen, um nicht wieder den Zoorn
des Gefürchteten zu erwecken. Indessen war das
Metter auf einmal umgeschlagen. Der gestenge
Hauptmann empfing ihn sogar mit einem Scherzwort.
kan merkte dem Graukopf seine Verwunderung
an über Leilas unvermutete Anwesenheit,
jedoch wagte er mit keiner - Silbe, seinem
Staunen Worte zu verleihen, sonvern vollfuhrte
chweigend den Befehl seines Heri#a und Moeisters,
een fremden braunen * lum Särande zu
lühren. wo des Beohr
ir noch etwas zu sagen, Geor#“
bemerlle Lucifer, als sic wieder ann. Konnn
unfer Vorteil geht sorton Hand in Hand, und
mußt künftig mu arbeiten und mit
besen, dont alles do gelinge, wie es soll.=ind
es denn für Plänc, die Du versolgse
r n Lieb wäre es mir, wir sagten
uns recht bei ofsen von dem Meisier los; es
geht * vider die Natur, den alten Mann
iu täu *
–. 1—.—
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