Full text : Die slawischen Siedelungen im Königreich Sachsen mit Erklärung ihrer Namen.

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fem.  Masa,  Machek,  Masek,  Machaf  (Schwenker),  Machota,

Zamach.  MP.  287.
Magwitz  b.  Olsnitz,  1236  Machwiz  =  Machovici,  Sippe  des
Mach  sal  wie  Machovice  Böhm.  —  Maschwitz  oder  Maaschwitz
b.  Pegau  =  Masovici,  Sippe  des  Mas  lal;  vergl.  4  Masovice,
2  Maskovice,  2  Masov  Böhm.,  Maszkowice  Galiz.  —  Maaschwitz
  b.  Colditz,  1246  Maswiz,  1313  Maschuicz  ebenso.  —
Machern  mit  Wüstung  Wenig-Machern  b.  Leipzig,  1284  mai.  min.
Macherin,  1324  de  Macher##e,  1370  Machrin,  1421  Macheren,
wahrscheinlich  wie  Macharren,  p.  Machary  RB.  Gumbinnen  —
Plur.  Machary,  die  Machat,  Schwenkers  sel.  Oder  sollte  das
Dorf  von  eingewanderten  lothringischen  Kolonisten  nach  einem
westdeutschen  (urspr.  keltischen)  Orte  benannt  worden  sein?  Es
finden  sich  2  Machern  im  RB.  Trier,  Greven-machern  in  Luxemburg
  (646  816  Machara,  1052  1084  Machera),  Königs-machern
b.  Diedenhofen  (1065  Machra).  —  Mautitz  b.  Oschatz,  1308
Machtitz,  1506  Mausewicz,  Mawtewicz,  1507  Mawtzewitz,
Mautewitz,  Manditz,  —  Machotici,  Machotovici,  ow.  Machoecy,
Sippe  des  Machota  sa]s.  —  Maltitz  b.  Pegau,  1140  Machtice
(OS.  I,  2,  103)  mit  dem  angrenzenden  Zschagast  genannt,  ebenso.  —
Vergl.  noch  Machöw  Galiz.,  Machov,  Machotin  Böhm.,  Mocherwitz
  b.  Delitzsch,  Zamachy,  Zamasky  Böhm.  MOP.  44.

tsch.  mak  das  Greifen,  makati  tasten,  angreifen,  krabbeln,
makal  Greifer,  Krabbler.  PN.  Mak,  Makal,  Makun,
Makar,  ow.  Makad  (Cas.  1886,  117),  MakussI),  vom  Greifen
und  Krabbeln  des  Kindes  zu  verstehen,  besonders  deutlich  in
Makotfas  —  Kind,  das  vor  dem  Krabbeln  sich  fürchtet.
Maxen  b.  Pirna,  1388  Nicklos  Makzsen,  1388  1402  1414
Maxin,  1481  82  Maxen,  wie  Makusin  Böhm.  von  einem
Makus  sel,  Krabblersdorf.  Vergl.  Makov,  Macice,  Maéovice,
Makalov,  Makotkasy  Böhm.,  Makuniôw  Galiz.  MOP.  44.

asl.  malü,  tsch.  maly,  p.  ow.  maly  klein,  tsch.  malik,
malicek  kleiner  Mensch,  p.  malec  Kleiner,  kleiner  Junge;  ow.
pomaly  langsam.  Erklärlicherweise,  um  das  kleine  Kind  zu
bezeichnen,  besonders  häufig  verwendet  zu  PN.:  Mal,  Malyj,
Mala,  Malak,  Malakow,  Malko,  Malek,  Malik,  Malusek,
Malen,  Malsa,  Males,  ow.  Maiusk  oder  Maluschte,
Cas.  1886,  198.  Maleta,  Pomal  —  ganz  klein  oder  langsam;
vergl.  Klein,  Lüttje,  l.  Paullus.