Volltext : Deutsche Heerführer im Kriege 1914. Band 2. (2)

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des  2.  Sächsischen  Grenadierregiments  Nr.  101  in  Dresden.  In
dieser  Stellung  verblieb  er  nur  zwei  Jahre  lang,  da  schon  das
Jahr  1892  seine  Berufung  zum  Chef  des  Generalstabes  des
XII.  Korps  brachte,  in  welcher  Eigenschaft  er  im  Jahre  1893
Generalmajor,  1897  Generalleutnant  und  unmittelbar  darauf
Kommandeur  der  23.  Division  wurde.  Kurze  Zeit  später  be—
fehligte  er  die  32.  Division  in  Dresden.

Freiherr  von  Hausen,  der  in  rascher  Aufeinanderfolge  die
höchsten  militärischen  Chargen  erreichte,  konnte  am  1.  April  des
Jahres  1900  das  Generalkommando  des  XII.  Armeekorps,  das
bis  zum  März  desselben  Jahres  Prinz  Georg  von  Sachsen,  der
nachmalige  König,  inne  gehabt  hatte,  übernehmen.  Ein  Jahr
später  wurde  Freiherr  von  Hausen  General  der  Infanterie  und
am  29.  August  des  Jahres  1902  sächsischer  Staats-  und  Kriegsminister.
  In  dieser  Eigenschaft  leistete  Freiherr  von  Hausen  so
Ersprießliches,  daß  der  König  von  Sachsen  und  andere  deutsche
und  außerdeutsche  Fürstlichkeiten  jeden  Anlaß  wahrnahmen,  ihn
durch  Gnadenbeweise  auszuzeichnen.  Im  Dezember  des  Jahres
1906  wurde  der  Kriegsminister  à  la  suite  des  1.  Jägerbataillons
  Nr.  12,  das  er  im  Jahre  1887  als  Oberstleutnant  befehligt
hatte  und  bei  dem  der  Gatte  seiner  Tochter  Gerda,  Johann
Georg  von  Winkler,  um  diese  Zeit  ebenfalls  als  Oberstleutnant
stand,  gestellt.  Die  Beförderung  Freiherrn  Max  von  Hausens
zum  Generaloberst  erfolgte  im  Jahre  1910.  Als  am  26.  Juli
1912  Viktor  Alexander  von  Otto,  der  seit  dem  Jahre  1907
sächsischer  Justizminister  war,  starb,  übernahm  Freiherr  von
Hausen  den  Vorsitz  im  sächsischen  Gesamtministerium.

68  Jahre  alt,  sah  sich  der  sächsische  Staats=  und  Kriegsminister
  im  Mai  des  Jahres  1914  veranlaßt,  sein  Abschiedsgesuch
  einzureichen,  das  der  König  von  Sachsen  durch  ein  in
schmeichelhaften  Worten  gehaltenes  Anerkennungsschreiben  genehmigte.
  Freiherr  Max  von  Hausen  wurde  mit  Pension  zur
Disposition  gestellt,  indem  der  König  ihn  gleichzeitig,  um  ihm
abermals  einen  Beweis  seiner  besonderen  Huld  und  Wertschätzung
  zu  geben,  zu  seinem  Generaladjutanten  ernannte  und