Brannenburg, 5. Jan. In einer der lehten
Nummern des „Josendrimer Anzeiger“ hat das
K. Amtsgericht Rosenheim eine Bekanntmachung
betr. Konkurs des Sägeuerlsbesitzers Josef
Breu in Tiefenbach verössentlicht. Diese Bekanntmachung
bezielt sich auf das Vermögen des
im Jahre 19069 verlebten Hrn. Josef Breu
senior. Ueb#er das Vermögen des jetzigen Sägewerksbesitzers
Josef Breu junior ist und war
ein Konkursverfahren nicht anlängig.
Oberaudorf, 4. Jan.
KNurz der verheiratete Schreinermeister Hupfauf
aus eeresele infolge eines Maschinendeseltes.
Der
erlag nach kurzer zeit seinen Wunden.
terläßt eine Witwe mit sieben unversorgten
Kindern.
Hohenaschau, 4. Jan. Der Vollksverein
Ser bei Prien hat am Sonntag im
Rest'schen Gastliause eine prächtig gelungene
Tricbergedächinisperanslaltung abgehalten. Hr.
Schloßoitar Lackl von Hohehaschau begrüßite
die zahlreich erschienenen Gaite und entwarf
ein stersichtliches Büüd von dem bisherigen Verlauf
des Weilktrieges, der Planmäßigkeit und
dem innigen Zusammenhang aller Kriegsvorgänge
in Ost und West und Süd. An den
mit vielem Beifall ausfgenommenen Vortrag
schlossen sich Gedichtvorträge und Kinderszenen,
die die seelischen Erlebnisse der Krieger draußen
im Felde in ihrer Erinnerung an die heimatliche
Weihnachtefeier und die Sehnsucht der zurückgebliebenen
Kinder und Frauen nach Bätern,
Sölnen und Brüdern auedrücken sollten. Besonderen
Beifall sanden die Kinder der freiherrlich
Cramer Kletitschen Kinderkolonie in „Elsdeens
Traum“ und einige Aschauerlinder in
dem Gruppenspiel „Der Aschauer Wunsch ans
Chrinlind“.
Keistaschrichsen.
Königs Geburtstag.
König Ludwig lII. begeht am 7. Jannar sein
Gelurlisfest, zum zweiten Male in der Zeit der
großen Ariesswirren. König Ludwig tritt jetzt
in sein 72. Lebensjahr, ungebrochen an Tatkraft,
in bester Gesundheit und Rüstigkeit. Einent
Wunsche des Königs folgend, wird auch
diesmal an seinem Geburts#st im Hinblick auf
den Ernit der Zeit von besonderen „Festlichleiten
abgesehen. Gleichmohl! läßt es sich das
layerische Volk nicht nehmen, seinem König zu
diesem Tage die ehrerbietigsten Glückwünsche
darzukringen. Weiß es doch, daß die verflossenen
17 Kriegsmonate das Band zwischen Fürst
und Volk nur enger geknüpft haben. Sin
doch alle, wir somobl zu Hause, als auch die
Feldgrauen draußen in den Schüßengräben, unausgesetzt
Zeuge der lielevollen Fürsorge, welche
das Königshaus den Mitlämpfern sowohl wie
den Dabeimgel liebenen angedeihen läßt. Deslalb
dringt aus den Herzen aller Bayern am
7. Januar das Gebet zum #. szimmel: Gott schütze
und behüte den König und sein Haus und verleihe
ihm die Gnade, nach einem ehrenvollen
und siegreichen Frieden Vollt und Land einer
neuen Zeit der Wohlfahrt und der Blüte entgegenzuführen!
Rosenheim, 5
Auszeichnungen im Felde. Das Eiserne
Kreuz wurde verliehen dem Feldzahlmeister
Og. Kolbinger im Rek.-Jnf.-Reg. Nr. 1, früher
Unterzahlmeister beim Bezirkskommando Rosenheim.
Bereits vor einiger Zeit war er durch
Verleihung des Verdienstkreuzes 2. Klasse mit
Krone und Schwertern ausgezeichnet worden.
Jan.
Dieser Tage verunglückte
in der Werkstätle des Schreinermeisters.
Verunglückte blieb bewußtlos und.
Er hin-
Feldwebelleutnanten Leonhard Vöhrer, Erwin
„Zehentner und Michael Donhauser des Landsturm-Inf.-Bat.
Rosenheim wurde das Eiserne
Kreuz Verliehen.
dabier, ausgenommen für den Telegraphen= und
Telepboonvertelr, s 8 10 Uhr vormittags
geschlossen. Im Landbezirle ruht die Zustellung
Lezw. wird nie an Sonntagen vollzogen.
Eine Bekanntmachung betresffend Veräuteerungs-
Verarbeitungs= und Bewmegungs
verbot für Web., Trikot-, Wirk und Strickgarne
trat am 31. Dezember 1915 in Kraft.
Von dieser Belanntmachung werden sämtliche
Vorräte ungefärbter, gefjärbter, melierter Webgarne,
Trilotgarue, Wirkgarne sowie Stridgarne
betrofsen. Die Veräußerung zu anderen
als zu Heeres= oder Marinezweken ist verboten.
Die Belanntmachung enthält eine Reihe von
Ausnahmen von dem Veräußerungererbot.
Instesondere sallen nicht unter das Veräußerungsverbot:
alle im Haushallt und in Hausgewerbebeirieben
zum Zuecke der eigenen Verarlieeitung
befindlichen Mengen; 10 vom Hundert
der Vorräte, die sich beim Intrafttreien
der Bekanntmachung bereits in Warenhäusern,
und 30 vom Hundert der Vorräte, die sich zu
diesem Zeitpunkt in sonstigen offenen Ladengeschäften
zum Kleinverkauf und zum Verkauf
an Hauagewerbetriebe befinden. An diese Ausnahme
ist die Bedingung geknupst worden, daß
die Gegenftände auch tatsächlich für die Verarbeitung
im Haushalt und zum Vertauf in
HLausgeuerbebetrieben weiterhin seilgehalten
werden und ihr Verkausspreis nicht höher bemessen
wird als der vor dem Inkrafttreten
der Beianntmachung erzielte.
Derlath. Arbeiterinnenverein hält
am Hl. Dreikönigstag nachmittags 3 Uhr im
Flötzingerbräusaale Versammlung mit Cbhrist
Laumieier und Glückshafen ab.
Gemeindedieuer-Versammlung.
Am Sonniag, den 9. Jannar vormitlags halb
11 Ubr wird in Rosenheim im Thailerbräu
eine Versammlung von Ortspolizeidienern der
Bezirle Nosenheim u. Aillin; abgehallen. Bürgermeister
Stühler aus Stammleim, der Vorsitkende
des bayer. Ortspolizeidienerverbandes,
wird über Pa#s neue Gemeindebeamtengeseg und
üler Gehaltsverhältnisse der Polizeidiener reserieren.
Alle Polizeidiener, auch wenn sie dem
Verband noch nicht angehören, sollen zur Versammlung
erscheinen.
Die Kaffec= und Tec-Erhebung hatte
am J. Januar stattzufinden. Alle Gewerbetreilenden,
welche dabei in Betracht lommen
und mit ihrer Anmeldung noch im Verzug
sind, mögen dies sofort nachholen. Anmeldungsformulare
sind in der Polizeiwache zu haben.
Ein Rosenheimer Krippenspiel.
Wir lesen in der „Neuen Zürcher Ztg.“ (Nr. 2
vom 1. Jan. 1916) in einem Theaterbrief
aus Berlin: „Am 3. Weihnachtstag gab es
im Deutschen Theater ein deutsches Krippensriel
zu sehen, „Der Stern von Betblehem“,
mit Verwendung alter Motive von Otto Fallenberg
zusammengestellt, mit Verwendung aller
Siilarten von Ma Meinhardt gepellt. Der
Bearleiter rut und (in einer Begleitnote zum
Zettel, lund und zu wissen, daß er vornehmlich
5 St. Oswalder und das Rosenheimer Spiel
lenützt. daneben aber auch das Batzendorser
Spiel herangezogen habe. Tirolisches, Ober-Uayerisches
und Schlesisches sind hier also vermengt.“
Näheres über das Rosenheimer Spiel
ist leider aus dem Bericht nicht zu erfahren.
as Brunsteinhaus war wäbrend der
leiden letzten Feiertage so gut besucht, daß
schließlich alle EH= und Trinkvorräte zu Ende
gingen. Die Schneetedeckung ist zurzeil sehr
gering. Interessant war es,
in der Neujahrsnacht
den rollenden Kanonendonner zu vernehmen,
der, wie nachträglich aus dem Tagesbericht
zu entnehmen war, von der Beschießung
der Col-di- Lana-Stellung herrührte. Für diesolgenden
Feiertage ist das Brünsteinhaus wieder
gut verproriantiert.
Preußisch- Süddeutsche Klassenlotteric.
Der Losverkauf für die 1. Klasse
der ersten Ltlerie für 1916, die vom Jannar
bis Juni vauert, ijt bereiis im Gang und!
wird am 7. Januar geschlossen. Wer also an
allen 5 Ziehungen teilnehmen will, tut gut,
sich ein Los bis Samstag zu sichern. Die:
Ziehung zur 1. Klasse ist am 11. und 12. Jawar
1916. ,
Lichtspiele „Helios". Im Hotel Deutscher
Kaiser gelangt Mittwoch und Donnerstag;
(Dreilönig) das hervorragende große Filmschauspiel
„Das verlorene Paradies“ in drei Alten
zur Vorführung. Als zweite größere Darbietung
ist „Tochter Evas“, Lebensbild in einem
Alt, angesetzt. Außerdem sind dem Programm
noch einige interessante Nebennummern;
Leigegeben.
Der Welikrieg.
Calais mit Bomben belegt.
Genf. 4. Jan. Nach einer Meldung des
„Petit Journal“ aus Calais gelang es einer
Taube, die Stadt zu überfliegen und drei Bomlen
abzuwersen. Das Flugzeug, das von den
Abwehrlanonen der Festung unter Feuer genommen
wurde, entlam unversehrt. (33.)
Eine Catue Jie-„Stiftung“.
Brüssel. 5. Jan. In den Zeitungen des
seimläen d neutralen Auslandes war in den
letzten Tagen die Nachricht von einer großen
Carnegiestiftung für die belgischen Kriegsgesangenen
zu lesen. Es wurde von so großen Sum—
men geredet, daß jeder dieser Kriegogesangenen
ein kleines Vermögen ausgezahlt erhalten hätte.
Die schlimmste Folge dieser Gerüchte, die sogar
von Wolltätigleitsorganisalionen mweitergegeben
wurden, war, daß zahlreiche Angehörige
mittelloser Kriegsgefangener sich Hoffnungen
auf die angebliche Stiflung machten und daß
dadurch eine bittere Enttäuschung in viele Familien
getragen wurde; denn an allen Meldungen
über die Carnegie-Spende, die anscheinend
alsichtlich verbreitet wurden, ist kein wahres
ort.
2
Französische Hetze.
Bern, 5. Jan. In einem Leitartikel, der
in den schärfften Ausdrücken den deutschen Hauvelelrieg
im Mittelmeer bespricht, sordert der
„Temps“, daß leine halben Mahnahmen ergrissen
werden. Das Blatt sagt: Alle Mittel,
um das Mittelmeer von diesen Seeräubern, die
es besudeln, zu reinigen, müssen unverzüglick
zur Anwendung lommen, ob es sich nun um ein
seindliches Küstenland oder um ein befreundetes
handelt. Die Besetzung von Casiellorizo ist der
erste Schritt auf diesem Wege. (IJ.)
Versenkt.
London, 5. Jan. „Havas“ meldet: Der
Dampfer „Doolong“ wurde im Mittelmeer versenlt.
Passagiere und Besatzung sind gerettet.
Amerika und die Versenlung der
„Persia
London, 5. Jan. Wie der „Daily Erpreh“
aus Newyork erfährt, soll Staatsselretär
Lansing erklärt haben, die Vereinigten Staaten
würden voraussichtlich wegen der „Persia“
vier Noten alsenden, namlich an Deutschland,
Oesterreich--Ungarn, die Türkei und Bulgarien.
rl!
—
durch einen Bankbrüchigen.
Die englische Wehrpflicht.
London, 5. Jan. Der politische Mitarbeiter
des „Manchester Guardian“ berichtet: Der
Gesetzentwurf zur Einführung der Dienstpflicht
wurde abgeändert und unterscheide sich stark von
der ursprünglichen Fassung. Da die Abänderungen
Verbesserungen seien, müsse man nicht zu
optimistisch darüber denlen, ob das Kabinett
den Entwurf annehmen werde. Es hätten sich
in den letzten Tagen immer mehr Anzeichen
dafür bemerkbar gemacht, daß der Widerstand
gegen jede Art von Zwang eine große entschlossene
Bewegung darstelle. Dies müsse auch auf
die Entscheidung des Kabinetts von Einfluß
sein. (J.)
Die Lage in Italien.
Rom, 5. Jan. Der „Avanti“ widerlegt in
einer Korrespondenz aus Bari die Hünstigen
Schilderungen der wirtschaftlichen Lage in Apulien.
Die Felder könnten nicht bebaut werden,
weil das Bargeld fehle. Tausende und Abertausende
von Landarbeitern befänden sich daher
in sehr bedrängter Lage. In einem anderen
von der Zenfur stark gestrichenen Artikel spricht
der „Avanti“ von der traurigen Lage der italienischen
Landwirtschaft und weist daraufhin,
daß die Landwirtschaft den größten Prozentsatz
von Soldaten an die Front liefere und daher
auch die größten Verluste aufweise. (3.)
Die Verhastungen in Salonifki.
Berlin, 5. Jan. Die in Salonili verhasteten
Konsuln werden alsp in Freiheit gesehtt
und ihre Verhaftung hatie die Bedentung einer
gemaltsamen Ausweisung. Ein Bölkerrechtsbruch
bleibt es nicht minder. Das Verlangen der
griechischen Regierung, die verhafteten Konfuln
den griechischen Behörden zu übergeben, lehnten
Frankreich und England demonftrativ ab. Sie
lieen die Konsuln srei, ohne der griechischen
Regierung Genugluung zu geben. Die politische
Gewalt ist nicht mehr in den Händen
der Griechen. Wen Griechenland sich nicht mit
Gewalt sein Necht verschafft, so werden sehr
lald seine eigenen Beamien nicht sicherer# sem
in seinem Lande ald die fremden Staatsangehörigen.
Das, was jetzt in Saloniki vorgeht,
mulet an wie die Vergeudung der letzten Habe
i Die Engländer und
Franzosen treiben erst recht die Griechen ins
entgegengesetzte Lager. (Z.)
Die serbilschen Flüchtlinge.
Pario, 5. Jan. Wie eine römische Meldung
des „Petit ise besagt, stellt Italien serlische
Flüchtlinge in den durch die Mobilisierung
freigewordenen Stellen des Eisenbahnbet## es
ein. (3.)
Russische Kriegsschiffe vor den
osaumondunen.
Butarest, 5. Jan. „Universful“ meldet in
einem nnk . aus Tuleea: Seit mehreren
Tagen erlunden zuei Dampfer der russischen
Kriegemarine allnächtlich mit mächtigen Scheinwerfern
das rumänische Ufer. Die russische Flotle
manöveriert in der Nähe der Schlangeninsel
und macht auf der ganzen Strecke des Schwarzen
Meeres zwischen der Schlangeninsel und
Odessa den Patrouillendienst. Die russischen
Kriegöschiffe verbindern jedes rumänische Schiff,
die Donaumundungen zu verlassen. (J.)
Wetterbericht
Wetterbericht für Donnerotag, den 6. Januar.
Weitere Regensälle.
Weiter wurde das Eiserne Kreuz verliehen den
im 1. Sick. esd ane 1 Ziumern
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Ziehung I. Klasse der neuen 7. Preuss.-Süddeutschen
(233.) Massen-Lotterie am ll. und 12. Januar 1916.
Kgl. Bayer. Einnahme der Preuss.
Süddeutschen Klassen-Lotterie
J. SENFT, Rosenheim.
Einge tächilge
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lenn bl#lig“ in velchettn.
Wünchenerstraße 18.
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Schluss des Los-Verkaufes zur 1. Klasse
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Lose stets in allen Einteilungen vorrätig:
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Zichungepläne und Auel#nfte kostenlos.
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Honaratr-Seblosser
werden eingeslelll. Offerten mll Zeug-#ilsabschriflen
und Lohnansorüchen flad
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per sofort gesucht.
Ordentiiches, sleihlges 17 äbriges
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Fleltziges, braves
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Oerbabev. Sel#itff- u. Papler.gen dle Blumen- u. eimen Hegärtner
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