Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

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Zeitalters,  sie  moͤgen  Kloͤster  stattlich  beschenkt  und  Geistliche
reich  gemacht  haben,  hie  und  da  gieng  mancher  wohl  auch
selbst  ins  Kloster  und  stieg  zu  ansehulichen  geistlichen  Würden
  *).  Aber  es  ist  noch  kein  Traditionsbuch  von  einem
der  ansehnlichern  Wirtembergischen  oder  benachbarten  Schwäbischen
  Klbsier  erschienen,  vielleicht  wüßten  wir  nicht  einmal
das  wenige,  das  wir  wissen,  wenn  nicht  Crusius  so  emsig
compilirt  und  Besold  aus  heimtückischen,  gottlob  verfehlten,
  Absichten  Urkunden  ans  Licht  gestellt  hätte.

Im  ersten  Viertel  des  dreizehnten  Jahrhunderts  kommen
wieder  ein  paar  Namen  vor  Ludwig  und  Hartmann,
zwei  Brüder,  beide  Grafen  von  Wirtemberg  **).  Sie  sind
nun  schon  wohl  etwas  angesehener  geworden,  als  jene  erstere.
  Man  findet  von  ihnen  nicht  nur  alsdenn  Urkunden
unterzeichnet,  wenn  sich  der  Kaiser  in  der  Nähe  ihres  Stammschlosses
  befand,  sie  scheinen  bei  den  italienischen  Zügen  Ottens
  IV.  zu  den  vorzüglichern  Gefährten  desselben  gehört  zu
haben,  und  man  kann  bemerken,  wie  sie  von  der  Parthie
eines  Kdnigs  zur  andern  übergiengen.  Aber  von  ihrer  übrigin
  Familic  oder  von  ihren  Verwandten,  von  ihrem  Verhältniß
  zu  den  übrigen  großen  schwäbischen  Grafen,  von  der
eizentlichen  Lage  und  von  dem  Umfang  ihrer  Guͤter  weis
man  gerade  wieder  eben  so  viel,  als  bei  obigem  Ludwig  und
Enich.  Man  vermuthet  vergeblich,  daß  ihre  meiste  und
wchtigste  Guͤter  in  der  Nähe  des  Stammschlosses  gelegen

)  So  kommt  unter  den  Bischöfen  von  Aichstätt  in  der  Mitte
des  dreizehnten  Jahrhunderts  ein  Henrich  von  Wirtemberg  vor.
S.  das  Verzeichniß  derselben  in  Imhosii  notnia  procerum.

**)  S.  angef.  Abh.  bei  Meusel.  und  I.  I.  Uhland  diss.  de  Ilart#
manno  et  Ludov.  II.  froiribus  Tub.  27y75.  vergl.  von  Normann
Observationes  ad  reserihlum  commissoriale  Joannis  XXlI.
Stulig.  1128.