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doch war sie sehr schnell durch Europa uͤberall hin verbreitet.
Nach Unzet's Bemerkung stirbt an ihr ein Viertheil
der Menschen oder wird dadurch verunstaltet; nach Sößmilch
ist es wenigstens ein: Zwolftheil der Menschen, der dem
Tode durch diese Krankheit unterliegt, wobei hier uncht eine
mal diejenigen mit eingerechnet sind, die nach dem Perlaufe
der Krankheit an den mittelbaren Folgen derselben sterben;
es ist also aller Grund für den Staat vorhanden, ihr
mit allem Ernste entgegen zu treten. Unter den Mitteln
hiezu ist eine wieder neu gusgekommene Idce die vollige
Ausrottung:; indetz mug man erst abwarten, ob ein
solcher Plan ausführhar sey, und es ist daher vorerst noch
das Beste auf Verbesserung der Curarten und Präser#ba
tive zu sinnen. Hier ist denn bekanntlich das Inokulie
in China, auch seit mehreren Jahrhunderten am Caucasus
im Gebrauche gewesen seyn soll, und das zuerst von Ladye
Montaigue aus Constantinopel, wo es an ihrer Tochter
versucht wurde, nach England gebracht worden ist. Allerdiugs
läßt sich die Wirksamkeit desselben nicht läugnen, wenn
auch, selbst das gewöhnlich angenommene Verhältniß, daß,
unter 12 von den natürlichen Blattern Befallenen immer 1,
dagegen bei den Inokulirten von 300 nur 1 stirbt, übertrieben
wäre. Es könnte eben deßhalb die Frage entstehen:
ob nicht der Staat unter solchen Umständen die Anwendung
jenes Hülfsmittels befehlen sollte? Indeß ist die richtige
Antwort wohl: durchaus nicht. Einmal, weil überhaupt
auch dieses Mittel doch nur ein Nothbehelf ist, weil der
Stoff der Krankheit immerhin dadurch forkgepflanzt wird,
während vielleicht doch gänzliche Ausrottung noch möglich
seyn konnte; und dann, weil der Mensch, dem man die