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können, erhielt beim Wechsler für dieselben ein Fünftel des Nennwerthes.
Wer sie aufbewahrte, erhielt nach dem Frieden seine
Besoldung im leichten Gelde ausbezahlt, also etwa ein Drittel
des Nennwerthes.
Denn dieses ist die große Finanz-Operation, durch welche
der König sein Geld auf das Doppelte bis Dreifache steigerte: die
ungeheure Münzfälschung. Ein Hauptvortheil derselben bestand
außer dem materiellen Gewinne für den König in dem Scheine,
daß er für diesen schweren Krieg nicht eine neue Steuer auflege.
Freilich der Name war ja anders! In Wahrheit war die Münzfälschung
nicht bloß eine ungeheure Steuer an sich, sondern sie
wirkte schädlicher als irgend eine Steuer wirken kann, durch die
Untergrabung des öffentlichen Vertrauens und des Credits, durch
die entsetzliche Verwirrung aller Werthverhältnisse. Wir haben nicht
den Maßstab der heutigen Zeit anzulegen. In der unendlich mehr
complizirten Lage der Dinge in unseren Tagen wäre eine derartige
Finanz-Operation der Münzfälschung in solchem Maßstabe schlechterdings
nicht zu ertragen. Sie würde Erschütterungen nach sich
ziehen, die schlimmer wären, als der Krieg. Damals waren die
Verhältnisse einfacher, und obwohl mit unendlichem Jammer und
Leid, mit der Zerrüttung des Wohlstandes, der Ruhe und des
Friedens der Familien, haben die Menschen dennoch sie überwunden.
Der Jammer jener Zeiten ist ja längst verstummt.
Der König Friedrich trieb diese Finanz-Operation möglichft
weit. Insofern er dieselbe gegen seine eigenen Unterthanen anwandte,
dürfte es doch vielleicht scheinen, als habe er wenn nicht
ein Recht dazu, doch eine Entschuldigung. Er durfte von seinem
Standpunkte aus sagen, daß er es zu ihrem Besten that. Aber
die Dinge gingen doch noch etwas weiter. Der sicherste Weg ist
ihn selbst zu hören. Er berichtet dem General Tauentzien am
17. November 1761 4); der Kronschatzmeister in Polen hat unter
1) Preuß: Urkundenbuch V. 140.