Contents : Eine Kundgebung des Prinzen Max von Baden.

1  Verlag  von  Georg  Stüke  in  Berlin  NW.  7.

Krieg  und  Polilik

1914.  1916
Von  Hans  DOelbrück.
18  Bogen.  —  Preis  6  Mark.

Das  Buch  ist  eine  Sammlung  der  Monats-Uebersichten  in  den
„Preussischen  Jahrbüchern“,  so  dass  eine  fortlaufende  Geschichte  des
Krieges  nach  der  politischen  wie  nach  der  millärischen  Seite  entstanden
ist.  Die  Darstellung  der  Schlacht  bei  Cannä  in  Delbrücks  „Ceschibete  der
Kriegskunst“  hat  einst  den  historischen  Ausgangspuzkt  für  die  strategische
Theorie  des  Ceneralstabschefs  Gralen  Schlieffen  gebildet.  Als  Erforscher
der  Geschichte  der  Kriegskunst  hat  Delbrück  auch  die  Ereignisse  des
Weltkrieges  begleitet  und  dargestellt.  Seine  politische  Stellung  ist  dadurch
bezeichnet,  dass  ihn  ein  grosses  süddeutsches  Blatt  den  eigentlichen  Vater
des  Gedankens  des  Verständigungsfriedens  genannt  hat.  Delbrück  hat  in
der  Tat  auf  diesen  Namen  einen  Anspruch,  denn  nicht  erst  als  die  Kräfte
sich  hüben  und  drüben  müde  gerungen  hatten,  sondern  von  Beginn  des
Krieges  an  hat  er,  wie  dieses  Buch  zeigt,  das  Programm  aufgestellt  und
verfochten,  welches  heute  Regierung  und  Reichstag  in  Uebereinstimmung
mit  der  überwähigenden  Mehrheit  des  Volkes  vertreten.

Durch  alle  Buchhandlungen  zu  beziehen.  J

Regierung  und  Volkswille
Eine  Vorlesung  von  Hans  Delbrück
Preis  2.—  P#x-—

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Das  Boch  geht  aus  von  einer  Analyse  des  Begriffes  „Volkswille“  und  weist  nach,  daas
dieser  Begriff  eine  Fiktion,  eine  Art  Mythus  ist;  ein  „Volkswille“  im  staatsrechtlichen  Sinne
1[ezistiert  nicht  und  kann  nicht  existieren.  Was  wir  in  modernen  Staaten  Volksvertretung
nennen,  muss  auf  eine  ganz  andere  Art  begründet  werden  und  ist  in  den  verschiedenen
Staaten  etwas  sehr  verschiedenes.  Das  Altertum  kannte  überhaupt  noch  Dnicht  den  Begriff
der  Reprüsentation,  das  Mittelalter  noch  nicht  den  Begriff  der  Majorität.  Den  Hauptinhalt
des  Buches  bildet  der  Vergleich  zwischen  dem  parlamentarischen  und  dem  konstitutionellen
oder  dualistischem  System,.  das  in  Deutschland  herrscht.  Der  Verfasser  weist  nach,  dass
dieses  System  dem  Volke  zum  mindesten  einen  ebenso  starken  Einfluss  auf  die  Gesetzgebung
gewährt,  wie  das  parlamentarische  System,  und  diesem  in  vieler  Beziehung  weit  überlegen
ist.  Dabei  wird  auch  die  Nationalitätenfrage  in  den  modernen  Staaten  behandelt,  der  Misserfolg
  der  bisherigen  preussischen  Polenpolitik  dargelegt  und  das  Programm  einer  anderen
besseren  Polenpolitik  entwickelt.  Tbeoretisch  ist  das  Buch  von  Bedentung  als  ein  neuer
Versuch  von  originaler  Kraft,  die  Politik  wissenschaftliah  zu  begründen.  Dem  praktischen
Politiker  werden  seine  aus  den  geschichtlichen  Analogien  geschöpften  Gedanken  um  so  mehr
Anregung  bringen.  als  auf  die  Tasssassn##e  keinerlei  Rücksicht  genommen  wird.  1

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Durch  jede  Buchhandlung  zu  beriehen.