Voogd, Gmelin, Rebberg, Fernow, Hirt u. s. w. sich befanden.
Das Künstlerleben in Rom ist eine eigenthümliche,
böchstanziehende Erscheinung. Vereint auf einem
elassischen Boden, in der schönen Begeisterung der Jugend,
keiner Bestimmung bingegeben, welche Gefübl und
Pbantasie beengt, und die frische Kraft des Lebens eindämmt,
sind jene Zöglinge der Kunst zugleich Schooßkinder
der Natur. Der Wetteifer der Talente, die Gleichbeit
der Bestrebungen, die wechselseitige Anregung und
Mittbeilung, dazu die Freibeit und Sorgloßgkeit, das
Wohlwollen und die Arglosigkeit eines glücklichen Alters
— was feblt noch, um das reizende Bild einer wabrhaft
poectischen Zeit darzustellen? Darum mochten so manche
Künstler, die als Fremdlinge nach Rom kamen, nie wieder
von dort scheiden; darum ist allen, welche in der Siebenbügelstadt
länger verweilten, ein Heimweh nach dem
schönen Land geblieben, wo der Baum des Lebens ewig
neue Blüthen treibt.
Italien beißt mit Recht das Baterland der Kung,
und wer da nicht zum Künstler wird, dem ist der Beruf
dazu versagt. Sie, die allenthalben vom Leben sich trennen
mußte, wandelt hier noch sichtbar unter Denkmälern,
in denen sich Vergangenbeit und Gegenwart verknüpfen.
Noch rinnt die Quelle der Egeria in den Schatten, die
Numa besuchte, noch ziebt die beilige Straße vom Capenischen
Thore ber, noch stebt das Capitol, und der tarpeische
Fels, und, von Epbeu umwedt, das Gemäner des
ebrwürdigen Palatiums, das allen Palásten seinen Namen
gab. Auf diesem Boden, wo später Dante, Nriosto umd
Tasso ihre Lieder dichteten, die noch im Munde des Bolks