Aumtmer 20
Aolenelmer Anrelan
Oonner-tas, I. Februar 1617
denkwürdige Stunde der Selt. onsgründung und
stattete dem Hauptausschusse des Vereins den
Dank ab, durch dessen Förderung und Beihilfe
die Sektion eine so große Reihe alpiner Schöpsungen
im Kaisergebirge erstellen lassen lonnte.
Hofrat Dr. Trnka übermittelte in herzlichen
Worten die Grüße und Clücknünsche des
Hauptaussckusses, Bürgermeister Egger dankte
namens der Stadt für das, was die Sektion in
den 40 Jahren zur Lebung des Fremdenwer
lehrs in Kufstein und im Kaisertal geleistet
hat. Kassier Neumayer gab bekannt, daß die
Mitgliederzahl durch den Krieg sehr gesunken
se; während sie im Jahre 1913 357 Namen
umfaßte, sei sie im Jahre 1916 auf 219 zurückgegangen.
Eine gemütliche Unterhaltung
schloß die Feier. v
Bwerliches oberinun.
Miesbach, 30. Januar. In der jüngsten
Generalversammlung des Landw. Vereins wurde
u. a. auch die Frage der Ablieferung des
Goldgeldes an die Reichsbank berührt. Landrat
nberger wies dabei darauf hin, daß nicht
nur auf dem Lande, sondern auch in den Großstädten
das Goldgeld zurückgehalten wird. Er
erzählte beispielsweise, ein Münchener Christbaumhändler
habe ilm die verkäuften Christ.
bäume mit Gold bezahlt, das sich der Händler in
der Gastwirtschaft zum Soller im Tal mit 6 Mk.
Aufgeld geholt hatte.
Traunstein, 30. Jan. Im Lottgesegneten
Alter von mehr denn 37 Jahren schied eine
stadtbekamte Persomichteit in der Jungfrau
Katharina Graßl, bekannt unter dem Namen
Prediger Kathl, aus dem Leben. Geboren als
Mällerstochter in Deggendorf, kam sie frühzeitig
zu ihrem Onkel. Domkapitular Franz Schmid
in Passau, nachmaligen Stadtpfarrer von hier,
um ihm den Hausta#t zu führen. Nach dem
Tode des Stadtpfarrers trat sic in den Dienst
des Stadtefarrpredigers Meier, nachmaligen
Stadtpfarrero von Rosenheim. Mit ihm ver.
ließ die treue Hauehälterin Traunstein nicht
mehr, sondern bezog hier ein bescheidenes
Feim. Eleich der greisen Anna kam sie täglich, solange
es die Cefundheit erlaudte, ins Gottesbaus.
Als eifriges Mitglied des 3. Ordens, dem
die Prediger Kathi über 510) Jahre angehörte,
führte sie ein einfaches, klösterliches Leben.=
Int Bieistage.
Die Bierkarte in Sicht.
Im Münchener Magistrat wurden Erklärun.
gen des Ministers des Innern Dr. von Brettreich
zur Bierfrage mitgeteilt. Nach Ansicht
des Ministers ist Brot wichtiger als Bier, und
wenn die Brotversorgung nicht unter allen Um.
ständen sichergestellt ist, muß das Bier hinter
dem Brot zurückstehen. Gleichzeitig hat der Mi.
nister erklärt, daß er unter anderen Mittein Um.
ichau halten werde, um die Biermenge zu erhöhen.
In erster Linie käme hier in Vetracht, daß
der Minister selbit Maßtnahmen eingeleitet hat,
um die Ausfuhr von Bier entsprechend herabzu.
selten. Ein weiteres Mittel sicht er in der Herabsellung
der Stammwürze, wodurch eine größere
Menge Bier gebraut werden könnte. Endlich
sollen auch die Lieserungen an die Militärverwaltung
einer Nachprüfung unterzogen werden.
Der Minister wird sich auch über die Maßnah.
men einer gerechten Verteilung schlüssig machen
und der Einführung einer Bierkarte für das
ganze Land nähertteten. Ferner wird der Mi.
niiter für eine Aurechnung des zu Unrecht hin;
ausgegebenen Malzes eintreten und die beson
deren Interessen Bayerns in der Bierversor.
gung bei den Reichsstellen mit allem Nachdruck
au fördern suchen. Der agistrat München
nahm von diesen Mitteilungen Kenntnis, ebenso
davon, daß auch Oberbürgermeister Dr. von
Borscht in der Unterredung mit dem Minister
des Jnnern in sehr nachdrucklicher Weise sich für
die Interessen der Stadt München binsichtlich
der Bierfrage eingesetzt hat.
Kofaluschriatn
Nosenheim, 31. Jan.
Auszeichnungen im Felde. Der stud.
phil. Matthias Teufel wurde mit dem Eisernen
dn. ausgezeichnet und zum Leuinant beson
dert Er mar im Jahre 1912 Absolvent
K. Gymnasiums Rengern und steht seid Fenn
1914 im 3. Fuß Art.-Reg. im Feld. Der Gefreite
Konrad Killer, der in einer Scheinwerferabteilung
steht, wurde mit dem Eisernen
Kreuz ausgezeichnen und zum Unteroffizier be.
fördert; er ist ein Sohn der der Krau Saese site ·
rin Killer in Rosenhei Franz
Steindlmüller, E“ 2 aus Hohen.
aschau, Soldat im 3. Jäger-Reg., wurde mit
dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der
Krone und mit Schwertern ausgezeichnet.
Deutschlands Spende für Saus:
lings- un Kleinkinderschng. In der
leenden Friedenszeit wird es eine der be
lcnorr #ilsnbischen Aufgaben die
iheren Verlusle, die der Krieg durch die unge-
beuren Opfer an jugendlichen, arbeitstüchtigen
Männern verursacht hat, wieder auszugleichen,
sowie eine Hebung der Volksgesundheit herbeiführen.
Je mehr Gräber sich draußen über
deutschen Soldaten schllieten, desto größer ist die
Pflicht der Fürsorge für die, welche das Erbe
der Toten ubernehmen. Unser Bestreben muß
künftig sein: Kein kindliches Leben darf aus
mangelndem Verständnis für sein Wohl u. We.-he,
aus mangelnder Fürsorge unserem Volkstum
verloren gehen oder durch Krankheit ver.
kümmern, wir brauchen ein zahlreiches, an Leib
und Seele gesundes Geschleckt, Um dies zu erreichen,
bedarf es großer Mittel, und deshalb
wird in den nächsten Tagen an die besitzenden
und gebefreudigen Kreisen unferer Stadt eine
Bittschrift um Spenden hinausgehen. Damit
sollen alle Bestrebungen und Einrichtungen auf
dem Gebiete der Säuglings und Kleinkinderfürsorge
in Stadt und Land in großzügiger Wiise
gefördert werden. Wir hoffen, daß die Gaben
reichlich fließen, damit Bayern nicht zurück
bleibt henter der Opferfreudigkeit anderer Gebiete
des Deutschen Reiches. Es gilt die Zukunft
unseres Volkes.
Verlängerung der Güterannahme.
sperre. Die Eisenbahndirektion München gibt
bekannt: Die Güterannahmesperre wird bis zum
Samstag, den 3. Februar 1917, einschließlich,
verlängert.
Vom neuen Fahrplan. In dem am 1.
Februar in Kraft tretenden neuen Fahrplan verkehren
die Züge in der Richtung Nosenheim.
Kufstein wie fol gt: Rosenheim ab Personenzug
6 Uhr früh, Schnellzug 8.54 Uhr vormittags
(mit Aufenthalt auf allen Stationen, Personenzug
11.40 Uhr mittags, Personenzug 2.45
Uhr nachm., Personenzug 7.09 Uhr abends,
Personen#ug' 9.27 Uhr abends: aus Richtung
Kufstein sind die Antunftszeilen in Rosenheim:
Personenzug 7.43 Uhr morgens, Personenzug
10.40 Uhr vormittags, sGZNJ 3.41 Uhr
nachm., Personenzug 6.24 Uhr nachmittags,
Schnellzug 8.19 Uhr abends (mit Aufenthait
auf allen Stationen). — In der Richtung Rosenheim-Holzlirchen
vertehren folgende rsonenzüge:
Rosenheim ab 5 Uhr früh (Ankunft
in München 7.3c.) Uhr früh), 8.20 Uhr vormit.
tags, 11.23 Uhr vormittags (nur bis Westerham),
1.06 Uhr nachmittags, 4.30 Uhr nachmittags
(nur bis Bruckmühl!, 6 Uhr abends u.
Sonn, und Feiertags 9.20 Uhr abends bis
Bruckmühl. Aus der Richtung Holzkirchen treffen
die Züge wie folgt in Rosenheim ein: 7.45
Uhr vormittags, 11.15 Uhr vormittags, 1.38
Uhr nachmittags (nur von Westerham), 3.51
Uhr nachmittags, 6.34 Uhr abends (nur ab
Bruckmühl), 9.02 Uhr abends und Sonn und
Feiertags 10.21 Uhr abends, ab Bruck.
mühl. —. In der Richtung Roienheim Mühldorf
verkehren die Züge wie folgt: Nosenheim ab
5.10 Uhr früh, 12.31 Uhr mütags (nur an
Sonn. und Feiertagen), 4.42 Uhr nachmittags
und 7.33 Uhr abends. Aus Richtung Mühldorf
kommen die n* in Rosenheim an: 7.34 Uhr
morgens, 10.33 Uhr vormittags, 4.12 Uhr
(nur Sonn und Feiertags" und 8.15 Uhr
abendes. Nad Frasdorf fahren die Züge in
Nosenheim ab: 9.02 Uhr vormittags, 3 Uhr
nachmittags und 7.15 Uhr abends; aus Frasdorf
treffen die Züge in Rosenheim ein: 7.50
Uhr morgens, 12.55 Uhr mittags und 6.40 Uhr
abends
Butterversorgung. Die Butterzentrale
München wird ab Februar ihre Butterlieferung
nach Rosenheim einsiellen. An ihrer Stelle ist
der Kommunalverband Rosenheim--Land von der
Bayer. Landesfettstelle angewiesen, die Sladt
Rosenheim mit Butter zu versorgen.
Das Kriegoelterngeld kann im allgemeinen
nur gewährt werden, wenn der Gesallene
vor seinem Eintritt in das Feldheer mehr als
die Hälfte zum Unterhalt seiner Eltern oder
Grohestern beigetragen hat. Hiernach konnten
Eliern, die für die berufliche Ausbildung ihrer
Söhne erhebliche Aufwendungen gemacht haben,
nicht berücksichtigt werden. Nach einer Mitteilung
hat jeht das preußische Kriegsministerium
ausgesprochen, daß solchen Eltern im Falle der
Bedürftigkeit bescheidene Zuwendungen aus
Mitteln der Militärverwaltung gewährt werde
dürfen. Es ist dringend zu wünschen, daß
auch die bayerische Militärverwaltung Aehnliches
anordnet. Elterngeldgesuche nehmen die gemeindlichen
Fürsorgesteillen für Kriegehinterbliebene
auf.
Todesfall. Ein in hiesiger Sladt bestenbekamter
Geschäftsmann ist am Dienstag gestorben.
Der Optiker und Feimmechaniker Herr
Grorg- Kaempfe ist im Alter von 74 Jahren
aus diesem Leben geschieden. In ihm hat
Rosenheim eine Versczulschkeit verloren, die in
weiten Kreisen in hoher ng stand. Von
rasiloser Tätigkeit bis in die letzten Zeiten
seines Lebens, hat er scin Geschäft zu großem
Ansehen gebr Unvergängliche ten
hat e *- erm# um die prot. Velein dahier.
Als Gründer des prot. ins
hat er sich mit unermüdli üoser Hingebung
der en der
Kire dt So
der prot.
« e
—. auss tatweiht
werden
die Erbauung ** R
Raktiglle gekordert, Eine lange Beche pon Jalr-
ren war er Mitglied der Kirchenverwaltung und
Kirchenpfleger. Auch sonst hat er an den Veranstaltungen
und Umernehmungen der prot. Ge.
meinde slels lebhaften Anteil genommen. Seiner
Familie ließ er alle Fürsorge angedeihen; im
September 1916 feierte er sein 50 jähriges
Hochgeitsjubilänm. Dem rerdienstvollen Mann
wird ein ehrendes u. dankbares Gedächtnis bewahrt
werden. Sein Sohn, Herr Optiker Wilhelm
Kaempfe, ist Mitkämpfer im jetzigen großen
Ringen und wurde seinerzeit schwer verwundet.
An dem herben Verrluste, den die Familie
Kaempfe jetzt erlitten hat, nehmen weite Kreise
groten Anteil.
Ein bedauerlicher Unsall ist in den
lezten Tagen Herrn Kunstmühlbesitzer Finsterwalder
in Landl zugestoßen. Er wollte in leinem
Betriebe einen Treibriemen auflegen. Dabei
öffnete sich die Schließe und ein Ende des
Riemens wurde mit aller Wucht Herrn Finsterwalder
gegen die Brust geschleudert. Die Folge
war, daß zwei Rippen eingedrückt wurden und
auch die Lunge in Mitleidenschaft kam. Erfreulicherweise
ist aber im Befinden des Verunglück.
ten wieder eine Besserung eingetreten. Wir
wünschen Herrn Finsterwalder recht baldige völlige
Genesung.
Gefrorene Kartoffeln u. Gemüse
sollen im Interesse der Volksernährung, nicht
weggemorfen werden, da sie sick bei entsprechender
Behandlung ohne Schaden für die Gesundheit
wieder verwenden lassen. Gefrorenes Ge.
müse läßt man, allenfalls in kaltem Wasser,
langsam auftauen und bereitet es dann wie gewöhnlich.
Cefrorenes Weißkraut schmeckt auf
diese Weise sonar besser als sonst, Nur muß gefrorenes
Gemuse bald verbraucht werden, da
es sonst zu faulen beginnt. Cefrorene Kartoffeln
werden einige Tage an einem warmen Ort,
etwa unter den Herd gelegt, wodurch sich der
sübliche Geschmad völlig verliert. Zum Strek.
ken von süßen Mehlspeisen kann man die Kartofseln
sogar in gefrorenem Zustande verwenden
und infolge des sußichen Eesemacke er
Zuder einsparem "„
Aus seu Gerichtsane
Freigesprochen.
münchen, 30. Jannar. Die 18jährige Nä.
herin Therese Kofler aus Rosenheim umerhielt
hinter dem Rücken ihrer Eltern ein Liebesverhältnis
und verheimlichte die dadei eingetretenen
Folgen. Am 12. Nov. 1916 wurde sie im
Abort der elterliczen Wohnung von der Geburt
überrascht. Da:z lebend geborene Kind fiel in
die mil dem Abort in Verbindung stehende
Jauchegrbe und ertrank. Wegen Kindelötung
hatte sie sich jetzt vor dem oberbayer. Schwur.
gericht zu verantworten. Unter Tränen be
tenerte die Angeklagte, daß sie nichte Schlimmes
beabsichtigt oder getan hätte. Auf (Grund
s Wahrspruches der Geschworenen wurde sie
den pahripe «
Giftmordversuch.
München. 30. Jannar. Vor dem Schmurgericht
hatte sich heule die 2vjährige Kindemagd
Anna Huder von Holzkirchen wegen Gistmord.
versuchs. zu verantworten. Die Angeklagte versuchte
ihr im Dezember 1915 geborenes Kind
5 Monate später mit Strychninweizen zu ver.
giisten. Der Aersuch mißlang, ohne daß das
Kind ernstlichen Schaden genommen hätie. In
der Schwurgerichtsverhandlung war die Ange.
lagte. aeständig, bestritt aber die Ueberlegung
der Tat. Sie wurde uegen Toischlagsversuch
umer Amahme mildernder Umstände zwei
Jahren Gefänguis verurteilt, wvovon 6 Monate
Umersuchungshaft abgerechnet wurden.
Faule Gründungen.
München. 30. Jannuar. Die Krankenpflegerin
Karoline Stockinger in Altötting, die neun
Zahre lang dem Orden der Barmherzigen
Schwestern angehört hatie, gründete nach ihrem
1913 erfolgten Austritt in der Romanstraße
in München ein Schwesternheim, dem sie zuerst
den Namen „Weißes Kreuz“, auf Einspra
aber „Grünes Kreuz“ beileche. Sie und ihre
beiden leiblichen -Schwestern bildeten das Personal
des Schwesternheims, das aber bald auf.
gegeben wurde. In Krailling ließ sich die
Stockinger verschiedene Betrügereien zuschulden
lommen, weswegen sie vom Thsten gericht
Starnberg zu 6 onalen Gefängnis verurteilt
wurde; ihre Berufung wurde verworfen.
Darlehens.- Wucher.
München. 30. Januar. Mancher Geschäftsud
aeibahn It * der
eren Zeit gen ¾l
tn a ar zuche . auf.
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Zinsen verlangen. anl NRechsgeschäfte.
auch wenn i nicht alle Merkmale des Wuchers
amhaften, nichtig 8 und XI Dansen
nehmer ichs nichts S ichten, weil
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cht Munchen in ro En S
—#ß einen Fall aus * Zeit lu Mach derg
ausbruch doch liegen d
Ug nicht viel anders. In Deu- t
heißt es: Ein derartiges Verhalten zu einer für
den größten Teil des Volkes üÜberans schwierigen
Zeit, die, um gemeinsann Durchhaiten zu
ermöglichen, jedem einzelnen gebietel, seine. In.
teressen in den Hintergrund zu stellen, sedenfalls
verbietet, dem Volksgenossen sein wirtschaftliches
Fortlommen und Weiterbestehen unnötig zu
etschweren, bezeichnel das Voll ais unsittlich.
Teures Wildbret.
München. 30. Januar. Im Jahre 1913
trieben vier Wilderet aus Kirchseeon haupfsäch.
lich im Ebersberger Forst ihr Unwesen. Sie
wurden am 26. Juni 1914 vom Landgericht
München 2 zu längeren Gesängnisstrafen verurteilt.
Erst nach zwei Jahren kam es zur Kennt.
nis der Behörde, wohin ein Teil der von den
Wilderern geschossenen Rehe gekommen ist. Eine
Abnehmerin war die Wirtschaftspächterin und
Mestzgersfrau Kath. Nauckenschwander in Kirchseeon,
die den Wilderern, die viel in der Wirtschaft
verkehrten, mindestens vier Rehe und eine
Anzahl Rehgehörne abgekauft hat. Für da-Reh
bezahlte sie jeweils 10. Mark und wies
den Wilderer an, daß er es immer in eine leerslehende
Kammer neden der Waschküche zu legen
habe. Wegen Hehlerei angeklagt, leugnete Frau
kmiemh wander, gewilderte Rehe gekauft zu
haben, vielleicht sei dies von ihrem jetzt beim
Militär stehenden Mann geschehen, sie wurde
jedoch zu 1 Zahr Gefängnis verurteilt.
I## ### Me##s##e.
Belreff: Eierwerso#rgung.
Auf Grund der Bekanmtmachung der baner.
Lebenemittdlstelle vom 5. und 11. Januar 1917
— Staatsanzeiger Nr. 53 und 14— erläht das
igl. Bezirksamt Rosenheim folgende Anordmngen:
1. Der Aufkauf der Eier erfolgt ausschließlich
durch die gemeindlichen Sammelsstell when und die
vom Igl. Bezirksamt mit einer Ausweiskarte
versehenen Aufkäufer.
2. In jeder Gemeinde ist wenigstens eine Sammelllelle
zu errichten. Außerdem kömen Auf.
käufer beslellt werden, welchen der Aufkauf
der Eier nur in deni n der Ausweiskarte bezeich
neten Gemeinden gestattet ist. Die Naomen der
Aufkäufer und der ihnen zugeteilten Gemeinden
werden im Amtsblatt bekangegeben.
3. Die Geflügelhalter haben die in ihrer
Wirtschaft gewonnenen Eier, soweit sie bieselben
nicht selbst brauchen, an die Sammelstellen und
die Aufskäufer abzugeben.
4. Verbrauchern und Kleinhändlern ist der
Erwerb von Eiern bei den Geflügelhaltern verbeten.
Im Falle besonderen Bedürfnisses kam
dae lgl. Bezirksamt Verbrauchern den unmittel.
baren Einkauf von ECiern bei bestimmten Gelügelhaltern
gestatten.
5. Die Sammelstellen und die zugelassenen
Aufläufer haben die ausfgekauften Eier nach
Anweisung des Kommunalverbandes abzuliesern.
6. Die Gemeinden, welche ihren Bedarf an
Ciern nicht selbst aufbringnen können, haben
sich megen Zuweisung von Eiern an den Korn ·
munalverband zu wenden.
7. Die Sammelstellen und die Aufläufer ha.
ben allwöchentlich am Samstag dem Kommnnalverband
unter Verwendung eines Postkartenvordruckes
anzuzeigen, wieviel Eier sie aufgelauft
haben und nähere Anweisung darüber
einzuholen, an wen die gesammelten Eier abzugeben
sind.
3. Die Sammelstellen und die Aufkäufer haben
über die aufgelauften und gelieferten ##er
Buch zu führen.
9. Der Verkauf der Eier an die Verbraucher
erfolgt durch die Sammelstellen oder durch di
Kleinhändler.
10. Eier dürfen an Verbraucher nur gegen
Eiermarken abgegeben und vom Verbraucher
nur gegen Eierkarte erworben werden.
11. Die Höchstmenge, die auf die Eiermarke
abgegeben werden darf, wird von der bayer.
Eserversorgungsstelle jeweils festgesetzt und bekanntgegeben.
12. Geslügelhalter, welche mit den selbstgewonnenen
Eiern den Bedarf ihres Haushalkes
decken können, erhalten keine Eierkarte ausgestellt.
13. Gasthäuser, Konditoreien, gröhere Anstalten
und Gewerbebetriebe, in denen Eier verarbeitet
werden, lönnen Eier nur auf Erun
von Eilerbezugsscheinen erwerben, welche am
Antrag pom Kommunalverband 1
werden.
14. Die sbersorcung der Militärladarette ind
anderen militärischen Bedarfsstellen wird gesondert
geregett.
15. Die Elerlarten z1d , ler dewöhren
keinen Anspruch auf den E— e
entsprechenden Menge Eier. (
Wtm tt.[[
de Konditoreien und hnl trlephes.
E###r, ½575 “ nns —
lerilen nur gegen ene verabreicht und
gegengenommen
.Schluß jolgt)—
– —