Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

400  Radix

—  Räd-ir  (lat.),  f.  [8  24,  3,  ĩeis]:  Wurzel,  —
bes.  botanisch  (s.  Ohen  Regist.  3  33  ff.)  u.  pharmacentisch;
  ferner  in  der  Sprachlehre  u.  Mathem.  —
Uadia  2c.:  s.  Rarsch  2c.  —  Radjewina  (serb.),
f.;  0:  das  Holz  des  Perückenbaums  (it.  Scodano).
CRobert  1,  144.  —  Rädl-itz  (slaw.),  m.,  es;
e;  Jo,  m.,  —s;  —#:  Hakenpflug.  Kreytag  Bild.  1,
32  (Ruchädlo.  Landwirthsch.  3.  (551  106  5ba).  —
Uadomönt  2c.:  s.  Redemont  2c.  —  Radompol,
f.;  0:  s.  Radegast.  —  Radot-age  (frz.  —äshe),  k.
(n.,  uv.):  —m,  —#:  Rede  ohne  strengen,  innern
Zusammenhang.  G.  14,  56;  Mein  wohlmelnendes
N.  über  die  pfa  desidéria.  W.  30,  41;  Diese  Art  v.
philosopxhischer  R.  [Geplauder)]  steht  Ihnen  gar  wohl
an.  Merck  2,  85  2c.  zumeist  tadelnd:  albernes  Geschwätz,
  Faselei  2c.  -eur,  m.,  —#;  —6,  —e:  Einer,
der  radotiert,  Fasler  2e.  -er#iè,  f.;  —eyn:  Radotage.
  -  Eren,  intr.  (haben):  sich  in  Rakotagen
ergehn.  S.  14,  34;  R.  heißt  nicht,  wie  das  gemeine
Lexikon  sagt:  albernes  Zeug  reden,  sondern  auch:  das
Rechte  zur  unrechten  Zeir  sagen,  welches  dem  s.  g.  Verstande
  immer  albern  vorkommt.  Reinh.  72;  W.  30,
52;  34,  117  ½.  —  Radouc-##ren  (frz.  —uß—),
tr.  —  adoueieren  (s.  d.).  issement  (□mäng),  u.,
—6  :  —:  —  Aroucissement.  —  Rädowa:  s.  Redowa.
—  Hädsch-alh)  (skr.,  auch  geschr.  Raja,  Radjah  r.),
m.,  —#6;  —§:  „Regent“  (s.  d.  u.  rex),  Herrscher,
Fürst,  Herrschender,  Einer  aus  der  Herrscherkaste  1e.,
—  nam.  die  einheimischen  ostind.  Fürsten,  als
Vasallen  England's  2c.  Ausld.  38,  104  8b;  fallmerayer
Gs  W.  2,  103;  G.  1,  199;  32,  359;  Giude  Ch.  2,
131;  111;  Cunkowm  3.  2,  181;  Monatbl.  1,  489b;
2,  511b;  50  5b  (s.  Ray);  Die  Nawabs  u.  Zemindare,
Mahararschas  [s.  d.]  u.  Nacschas.  Westermann  3,
533b;  w.  7.  219  1c.,  —  vgl.  auch  im  Kartensp.
als  (arab.)  Bez.  des  Königs:  Rasja.  pe#termann
Or.  1,  161.  -püte,  m.,  —n;  —n:  „Radschas-Sohn“,
  —  als  Name  eines  kriegerischen  Stamms
in  Indsen.  Grude  Ch.  2,  111  2c.,  vgl.:  Der  ind.
Kriegerkaste  od.  der  Rasbuten  (Radirutg).  Hetten
1,  430  ff.  (s.  Chetry;  Singb).  —  Radza-Kariia:
Frohndienste,  bei  den  Singhalesen.  Spieß  Exp.  62.

Näf  (hebr.),  m.:  —  Rab  (s.  Rabban  u.  Rabbi),
vgl.  —  bei  den  heutigen  Juden  —  Réblb)  vor
Namen  als  Ebrentitel  —  Herr  2c.  —  Nafsael  #rc.:
s.  Raphael.  —  Rafäle  (frz.),  f.;  —n,  —5:  Stoßwind.
  —  Uäff,  m.,  -(e)s;  -#e,  —6:  Der  Heilbutt.  ..
In  Norwegen  u.  Schweren  macht  man  davon  R.  u.
Röckel  [Rekel,  Räkel,  Räckling)];  sener  ist  nichts  Andres
als  die  Flossen  mit  der  daran  hängenden  ferten  Haut,
dieser  lang  geschnittene  Riemen  des  fetien  Fleisches,
welche  mit  Solz  eingerieben  u.  an  Stangen  getrocknet
werden.  Olen  6,  168  2c.;  Rochel  7,  107.  —  Rafsia,
f.;  —s#:  auf  Madagaskar  eine  Pfl.,  deren  Blatter
zu  Flechtwerk  dienen.  Globus  7,  266a.  —  Raffinade
  (frz.),  f.;  —n:  das  Raffinieren,  nam.  von
Zucker  —  u.:  der  raffinierte,  völlig  weiße  Hutzucker
  (ogl.  Melis  1).  Karmarsch  3,  733  2c.;  selten  in
Bezug  auf  geistige  Verfeinrung  2c.:  Daß  diese  R.
der  Menschheit  auch  hier  zunimmt  an  Weisheit.  Naur
16,  350  ac.  -adeur  Cör),  m.,  —#;  —66,  Se:  Raffi-Raft



neur,  Zuckersieder.  Uat3.  21,  101.  -age  (f5),
f.;  —n:  das  Raffinieren,  bes.  das  Läutern  des
Zuckers.  -ant,  a.:  raffinierend,  schlau  gerieben
(vgl.  raffiniert).  Bahrdr  3,  151.  -atiön,  f.:  —en:
Raffinierung.  -ement  (-emäng),  n.,  —#:  —6:
Schlauheit,  ausgesuchte  Berechnung,  nam.  in  Ausnutzung
  u.  Ausbentung  alles  für  den  Zweck  irgendwie
  Benutzbaren  u.  zu  dessen  Fördrung  Dienenden.
erik,  f.;  —e)n:  1)  das  Raffinieren;  Raffinement.
  —  2)  (s.  1)  bes.  das  Raffinieren  des  Zuckers
—  u.:  die  Anstalt  dazu,  Zuckersiederei.  -eur,  m.,
—6.;  —§,  —e:  Einer,  der  Waaren,  —  nam.  Zucker
—  raffiniert,  Zuckersieder.  -  kren:  1)  tr.:  Waaren
durch  eine  damit  vorgenommene  Behandlung  feiner
machen,  verfeinern  2c.,  bes.:  a)  Metalle  r.,  so:
Eisen  r.,  durch  Zusammenschweißen  u.  Schmieren
der  zerbrochnen  Stäbe  (Karmarsch  M.  1.  147)  od.
rurch  Umschmelzen  unter  Einwirkung  eines  Windstroms
  auf  das  geschmolzne  Eisen  (im  s.  g.  Feineisen-
  od.  Raffinier-Feuer.  23);  ferner:  Stabl
gärben  (s.  d.  Ss.)  od.  r.  (29);  Zinn  rauschen  (s.  d.
Se.)  od.  r.  (12);  Das  hammergare  Kurfer  r.,  in  einem
Flammofen  bei  Luftzutrilt  in  Fluß  erhalten,  bis
die  Beimischungen  orydiert  u.  in  Schtback  verwandelt
  sind.  36  2c.  —  b)  Zucker  r.,  sictend  läutern,  v.
den  Unreinigkeiten  u.  der  Melasse  befreien.  Kaormarsch
3,  731.  —  c)  Brennöl,  nam.  Rüböl  r.,  mittels  koncentrierter
  Schwefelsäure  v.  der  schleimigen  Substanz
  reinigen  u.  ä.  m.  —  2)  (s.  1)  Raffiniert,  auch
übrtr.:  a)  —  abgefeimt,  schlau,  verschmitzt  2c.:
Den  raffinierten  Betrüger.  Sieffens  Malk.  1.  331  r2e.
—  b)  (rgl.  3)  ausgeklugelt,  mit  Raffinement
(s.  d.)  ersonnen:  Raffinierter  Betrug  2c.;  Die  rafsiniertesten
  Martern.  Spielhagen  Pr.  5,  120;  Eichendorff
Gsch.  Dr.  88  rc.;  Der  überraffinierte  Lurus.  CEenzb.
26,  3,  377  2c.  Dazu:  In  den  namenlosen  Raffiniertheiten
  der  Ausschweifungskünste.  Schetr  Stud.
1,  192c.  —  3)  intr.  (baben):  auf  Etwas  grübelnd,
berechnend  —  mit  Raffinement  sinnen:  Auf,  über
Etwas  r.  J  Kohl  Par.  2,  26;  Sch.  109a;  W.  7.  13  1e.
u.  tr.  in  Zistzg  (mit  Angabe  der  Wirkung):  Madame
de  Warrens,  welche  die  Verführung  zu  einem  pädagogischen
  Experimente  hinauf  raffiniert  fr-d  hinaufgetrieben]
  batte.  Schter  Bl.  1,  169;  Diese  heilige  Verpflichtung
  weg=  zu-r.  Ir-d  weg  zu  klügeln,  zu  disputieren).
  Mag.  d.  Ausld.  36,  494b  c.  —  Raffstéli-a
(nlat.),  f.  [8  24,  1;  Se,  f.;  —#  :  eine  Riesenblume
  auf  Sumatra,  —  mit  dem  einheimischen
Namen  Krubut.  Ohen  3,  302.  —  Rafraich=  linkorrekt:
  Refraich-)  kEren  (frz.  rafrähsch-),  tr.
(refl.);  er-,  an-,  auffrischen  2c.:  Eine  Festung  r.,
mit  frischer  Mannschaft  u.  Munition  versehn;  Das
Geschütz  r.,  nach  dem  Feuern  ein  wenig  abkühlen
lassen;  Die  Trurpen,  sich  r.,  auf  dem  Marsch,  durch
kurze  Rast  u.  Stärkung  2c.  -isfänt  (ng),  a.:
rafraichierend.  -issement  Cmäng),  n.,  —8;  —:
Erfrischung  2e.  Wachenhusen  Eva  27.  Cisseur  (—ör),
m.,  —#;  —§,  —e:  „Crfrischer“,  z.  B.  Werkzeug  zur
Besprengung  in  Art  v.  Staubregen.  Oor#enl.  17,
248a.  —  Häft  (engl.),  n.,  —;  —#:  Floß.  Oetrsãcti
Miss.  3,  225;  Globus  6,  4b.