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zesses Bilse mit folgenden Worten: „Übertreiben wir
nicht die Beweiskraft von Romanen, wie der des
Leutnants Bilse ıst. Doch darf man sich nicht verhehlen,
daß sie ein Zeichen unleugbarer Mißstände
sind, zumal wenn man den Mangel an Fahnenjunker
bci einzelnen Waffen bedenkt, die Unsicherheit
der Laufbahn, die durch die vorzeitigen
Abschiede verursacht wird, und den
wachsenden Geldbedarf ın einem Lande, das
täglich mehr nach materiellem Genusse drängt.
Achten wır also nach wie vor das deutsche
Heer und sein Offizierkorps, deren sittlicher und
militärischer Wert im ganzen unbestreitbar ist, aber
hüten wir uns vor ihrer Überschätzung! Wir
brauchen den Vergleich mit ihnen weder auf kriegerischem
Gebiete zu scheuen, noch auf dem der Sitten
und des privaten, wie gesellschaftlichen Lebens!“
Dieses Urteil von blutiger Wahrheit verdient an
jedem Kreuzwege angeschlagen zu werden! Sein
voller Wert komnit erst zur Geltung, wenn die Reserve
des Tones der Blätter dieser Art berücksichtigt
wird.
Vor etwa 25 Jahren sagte der spätere Kähler-Pascha:
„Die Armee wird nicht besser, bis der
Adel heraus ıst.“ In diesem Ausspruch liegt ein
gut Teil Wahrheit, wenn man ıhn nicht formalistisch
auffaßt. Er war gerichtet gegen den damals sich
schon lebhaft regenden, sich abschließenden und
hochmütigen Junkergeist und trifft nicht etwa alle
Leute adligen Namens. Auch ın bürgerlichen Kadavern
domestiziert er sich, und nur seines geschichtlichen
Charakters wegen führt er jenen Namen.
Dieser speziell preußische Junkergeist hat noch
immer den Verfall bedeutet; er riecht, wenn seine
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