Volltext : Württembergische Geschichtsquellen. Dritter Band. (3)

102  1349  Okt.  80  —  Dez.  2.

229.  Schwester  Willeburg  die  Müllerin,  Bürgerin  zu  Rottweil,
an  die  Frauenkapelle  daselbst:  verschreibt  vor  dem  Stadigericht
2!/e  Malter  Kleien  Rottweiler  Masses  und  2  Hühner  jährlichen  auf
Nov.  11  (sant  Martins  tag)  fälligen  Zins  von  3  Jauchert  Ackers,
die  der  alte  Huber  bebaut,  gelegen  an  der  steinernen  Brücke  zwischen  5
der  Breite,  die  in  den  Hof  gehört,  und  der  Böckinnen  Acker,  und
von  einem  Acker  zwischen  den  Weyen,  gen.  der  Gere,  den  der  Wunder
und  der  Ratyeb  bebauen;  desgleichen  5  Schill.  und  1  Huhn  aus
einem  Garten  hinter  Eylolfs  Haus  oberhalb  des  Neckars,  und  1  Schill.
aus  einem  (Garten  vor  der  Mühle  auf  dem  Ruin,  den  der  Müller  10
bebaut;  ferner  vier  Betten  und  ihren  ganzen  Hausrat  und  60  Pfund
Pfennige  Heller  aus  ihrem  gesamten  Besitz;  nimmt  alles  gegen
1  Schill.  auf  Martini  fälligen  Zins  auf  Lebenszeit  für  sich  und  ihre
Muhme  Schwester  Klaru  wieder.  an  sich;  bestimmt  nachträglich  die
6  Schill.  und  2  Hühner  für  die  beiden  Priester  am  Frauen-  und  15
Lienhardsaltar  für  Begehung  ihrer  Jahrzeit.  —  Siegel  der  Stadt.  —
Rottweil,  1349  (nähsten  fritag  vor  aller  hailigen  tag)  Okt.  30.

St.A.  Stuttgart:  Rottweil,  Cista  VII,  L.  III.  Or.,  Py.,  mit  Siegelstreifen.
Aussen  gleichzeitig:  Unsere  vrowen  oappelle.

230.  Ulrich  von  Schönbronn,  Bürger  zu  Rottweil,  an  das  20
Spital  daselbst:  erneuert  vor  dem  Stadtyericht  seine  Schenkung  aller
seiner  derzeitigen  und  noch  zu  erwerbenden  liegenden  und  fahrenden
Habe  mit  Gülten,  Zinsen,  (remeinden,  Pfenniyen  und  Pfennigsıert,
klein  und  gross.  —  Siegel  der  Stadt.  —  Rottweil,  1349  (an  sant
Katherinen  abent)  Nov.  24.  25

Sp.  4.  L.  1,  F.4,n.  2.  Or.  Pg.,  mit  stark  beschädigtem  anhängendem
Siegel.

231.  Johann  Erin  und  seine  Frau  Mechthild  stiften  und  begaben
  den  Martinsaltar  in  der  Heiligkreuzkirche.  —  Kottweil,  1349
Dez.  2.  30

Armbr.  B.  IV,  T,  Bl.  98—99.

‘Allen  den,  die  disen  brieff  ansehendt  oder  hörendt  lesen,  thun
wir  der  schulthais,  der  burgermaister  und  die  richtere  gemainlich
zu  Rotweil  kundt,  das  vor  uns  stundent  offenlich  zu  Rotweil  vor
gericht  Johan  Erin  und  fraw  Mechtildt,  sein  eälich  wirtine,  unser  35
burger,  wolgesundt  an  leibe  und  mit  gnotter,  fürbesichtiger  betrach-