Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1916 (3)

Nr.  103.  603

Regierungs-Blatt
für  das
Großherzogtum  Meckhlenburg-Schwerin.
Jahrgang  1916.

Ausgegeben  Schwerin,  Mittwoch,  den  12.  Juli  1916.

 

    

 

 

 

 

 

Inhalt:  —

II.  Abteilung.  (1)  Bekanntmachung,  betreffend  Freigabe  von  Lumpen.  (2)  Bekanntmachung
  zur  Ausführung  der  Bundesratsverordnung  über
untaugliches  Schuhwerk  vom  21.  Juni  1916.  (3)  Bekanntmachung  zur
Ausführung  der  Bundesratsverordnung  vom  14.  Juni  1916,  betresfsend
die  Einschränkung  der  Arbeitszeit,  in  Betrieben,  in  denen  Schuhwaren
hergestellt  werden.  (4)  Bekanntmachung,  betreffend  Flachs=  und  Hanfstroh.
  (5)  Bekanntmachung,  betreffend  Fahrradbereifungen.

II.  Abteilung.

 

(1)  Bekanntmachung  vom  8.  Juli  1916,  betreffend  Freigabe  von  Lumpen.

nter  Bezugnahme  auf  die  Bekanntmachung  vom  16.  Mai  d.  IJs.,  betreffend
Beschlagnahme  und  Bestandserhebung  von  Lumpen  und  neuen  Stoffabfällen
aller  Art  sowie  deren  Höchstpreise,  Rbl.  Nr.  77,  S.  434,  wird  die  nachstehende
Bekanntmachung  des  Königlich  Preußischen  Kriegsministeriums,  Kriegs-Rohstoff-Abteilung,
  in  Berlin  vom  3.  d.  Mts.,  betreffend  Freigabe  von  Lumpen,
hierdurch  zur  allgemeinen  Kenntnis  gebracht.
Die  Ortsobrigkeiten  werden  aufgefordert,  für  die  Bekanntgabe  der  Anordnung
  innerhalb  ihrer  Bezirke  Sorge  zu  tragen.

Schwerin,  den  8.  Juli  1916.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministerium  des  Innern.
L.  v.  Meerheimb.
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337 formationen, Telegraphen= und Luftschifferformationen, Artillerie-=und Pionier-Belagerungsformationen. Ein Armeekorps bestand aus zwei Infanteriedivisionen, einem Bataillon schwerer Feldhaubitzen, einer Fernsprechabteilung, einem Scheinwerferzug, einer Fliegerabteilung, den Munitionskolonnen und Trains. Eine Infanteriedivision hatte zwei Infanteriebrigaden zu 2 Regimentern (je 3 Bataillone und 1 M. G. K.), ein Kavallerieregiment zu 4 (beim III., IV., VII., IX., X., XI. Armeekorps zu 3) Eskadrons, eine Feldartilleriebrigade zu 2 Regimentern zu 2 Abteilungen (je 3 Batterien), 1—2 Feldpionierkompagnien, einen Divisionsbrückentrain und 1-2 Sanitätskompagnien. Das einer Infanteriebrigade zugeteilte Jägerbataillon wurde meist schon für den Grenzschutz während des Aufmarsches oder mit Beginn der Operationen abgezweigt und der Heereskavallerie zugeteilt. Die Gesamtstärke eines Armeekorps in normaler Zusammensetzung (25 Bataillone, 8 Eskadrons, 24 Feld= und 4 schwere Batterien) betrug einschl. Munitionskolonnen und Trains 1554 Offiziere, 43317 Mann mit 16934 Pferden und 2933 Fahrzeugen. Die Stärke der fechtenden Truppen des Armeekorps belief sich auf 1279 Offiziere, 37321 Mann. Ein Reservekorps war ähnlich zusammengesetzt, seine beiden Divisionen hatten aber nur je 3 Eskadrons und je 6 Batterien, es besaß keine schwere Artillerie, auch fehlten ihm die Fliegerabteilung und der Scheinwerferzug, die Zahl der Munitionskolonnen und Trains war demgemäß geringer, ein Korpsbrückentrain nicht vorhanden. Die Gesamtstärke (25 Bataillone, 6 Eskadrons, 12 Batterien) betrug 1234 Offiziere, 34 361 Mann mit 9957 Pferden und 1835 Fahrzeugen, darunter an fechtenden Truppen 1074 Offiziere, 33173 Mann. Eine Kavalleriedivision bestand aus drei Kavalleriebrigaden zu 2 Regimentern, also 24 Eskadrons, einer reitenden Abteilung zu 3 Batterien mit 12 Geschützen, einer Maschinengewehrabteilung, einer Pionierabteilung und einer Nachrichtenabteilung mit zusammen 301 Offizieren, 5284 Mann, 5932 Pferden und 271 Fahrzeugen. An der Westfront wurden die 1.—7. Armee oder 22 Armeekorps, 12 Reservekorps, 10 Kavalleriedivisionen (unter 4 Höheren Kavalleriekommandeuren) und 17½ Landwehrbrigaden versammelt, im ganzen 950 Bataillone, 498 Eskadrons, 744 Feld= und 129 schwere Batterien oder rund 1600000 Mann. Die Hauptreserven der Festungen Straßburg und Metz (je eine Reservedivision) konnten herangezogen werden. Ost= und Westpreußen sollte die 8. Armee schützen. Sie umfaßte 3 Armcekorps, 1½ Reservekorps, eine Kavalleriedivision und 3 Landwehrbrigaden, im ganzen 129 Bataillone, 67 Eskadrons, 99 Feldund 12 schwere Batterien oder rund 200000 Mann. Die Kriegsbesatzungen von Königsberg und den Weichselfestungen, die zum großen Teil herangezogen werden konnten, sind dabei nicht mitberechnet. In Schlesien stand das Landwehrkorps mit 34 Bataillonen, Jany, Geschichte der Königl. Preuß. Armee. 22