bataillon unter dem Oberstleutnant von Reuß in englischen
Montierungen und schlug den französischen Generalmarsch.
Der König befahl mir sogleich, den Oberstleutnant zu fragen,
ob sie schon alle französisch geworden wären? Ich muß es
zu meiner Schande gestehen, daß ich es außer acht gelassen
hatte, darauf zu merken, daß nach den Befehlen erst der preuhische
Grenadiermarsch und dann der russische und so abwechselnd
geschlagen werden mußten. Als ich zurückkam, frug mich
der König: „Was haben Sie befohlen, herr Graf?" Ich
wußte mir nicht anders zu helfen, als daß ich erwiderte: „Er
soll etwas anderes schlagen.“ — „Unn, das muß ich gestehen,“
entgegnete der König, „wissen Sie das noch nicht !“ Er sagte
nun, was geschlagen werden müsse, und ich mußte noch
einmal hin, um es zu bestellen.
Der König nahm nun die einzelnen Regimenter vor der
langen Brücke vor, unter andern auch das 7. Infanterieregiment,
welches er dem Oberstleutnant von (lausewitz gegeben
hatte, den ich, da er sich in der russischen Kampagne
ausgezeichnet, dem König angelegentlichst empfohlen hatte.
Der Oberstleutnant war ein sehr ruhiger, gelassener Mann.
den nichts aus der Fassung bringen konnte. Das Regiment
hatte aber seinen unglücklichen Tag, denn es gelang nichts,
keine Distanzen wurden beobachtet und nichts wollte passen.
wobei der Kommandeur aber immer ruhig blieb. Ich war
also abermals der Sündenbock und der König ließ mich hart
über meine Empfehlung an. Der Oberstleutnant hat es
ehrenvoll die ganze Kampagne hindurch bewiesen, daß ich
recht hatte. Der König gab ein großes Diner in Sanssouci,
war dabei ganz heiter, und alles glaubte, über den Berg
zu sein. Gleich nach dem RZufstehen aber rief er die sämtlichen
Stabsoffiziere auf den Ort zusammen, auf welchem, nach dem
bekannten Kupferstich, Friedrich II. kurz vor seinem Tod, gen
himmel blickend, die Worte aussprach: „Bald werde ich dir
näher kommen !“ hier sagte nun der König: „Mit wahrhafter
Trauer habe ich das Krmeekorps gesehen. Sie haben den Seitpunkt
des Waffenstillstands gar nicht benutzt, und die Truppen
sind in allem noch so zurück, daß, da in wenigen Tagen
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