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Verwundete gab. Auch bei Langenschwalbach fand ein Zusammenstoß
zwischen Preußen und Nassauern statt.
Alle diese kleinen Gefechte hatten nur ein weiteres Vorgehen
der Preußen zur Folge.
Gefecht bei Kissingen.
Am 10. wurde auf dem Marsche von Waldfenster nach
Kissingen bei Kissingen Kanonenfeuer gehört, das von der Bri—
gade Kummer herrührte, welche dort mit den Bayern engagirt
war. Bei Schlimphof ging der Befehl ein, zwei Bataillone über
Poppenroth und Claushoff auf Kissingen zu dirigiren, welche
zum Füsilier-Bataillon 15 von hier aus unter dem Kommando
des Obersten Freiherrn v. d. Goltz dahin abrückten und in ein
selbstständiges Gefecht bei Friedrichshall verwickelt wurden. Als
die 26. Brigade sich Kissingen näherte, erhielt sie den Befehl
auf den rechten Flügel der Brigade Kummer vorzugehen, na—
mentlich den Altenberg zu nehmen und den Feind womöglich
rechts zu überflügeln. Es wurde sofort das Terrain über Ga—
ritz hinaus durch eine Eskadron aufgeklärt. Das 1. Bataillon
des 15. Regiments wurde demnach als Avantgarde direct auf
den Altenberg zu dirigirt, und die 4pfündige gezogene Batterie
Cöster fuhr auf dem nordwestlichen Abhang des Altenberges auf,
von wo sie sofort mit einem guten Erfolg in das Gefecht eingriff.
Der Altenberg war theilweis vom 53. Regiment schon besetzt.
Nachdem die 2. Compagnie des 1. Bataillons 15. Regiments
(Hauptmann v. d. Busche) den Berg von feindlichen Schützen
vollständig gesäubert hatte, wurde die Compagnie gegen eine
südlich Kissingen liegende Saalbrücke dirigirt, welche vom Feinde
zerstört war. Mit großer Mühe wurde dieselbe so weit hergestellt,
daß die Leute einzeln darüber passiren konnten. Hauptmann
von der Busche überschritt zuerst die Brücke, ihm nach
seine Compagnie und einzeln lief Jeder nach der gegenüberliegenden
Straße, vom feindlichen Feuer bedeutend belästigt. Die-87