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schwägerten auf= und absteigender Linie
(Schwiegereltern und Schwiegerkindern).
Kotzucht (stuprum violentum), Nötiung
einer Frauensperson zur lung
außerehelichen Beischlafsdurch Gewalt
oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr
für Leib oder Leben. Verleitung einer
Frauensperson zur Gestattung des Beischlafs
durch Vorspiegelung einer Trauung
oder durch Erregung oder Benutzung eines
andern Irrtums, in welchem sie den Beischlaf
für einen ehelichen hielt. (Die Bestrafung
tritt nach dem deutschen Strafgesetzbuch
in dem letztgedachten Fall nur
auf Antrag ein.) Schändung (stuprum
non voluntarium nec violentum), außer-Plicker
Beischlaf mit einer geisteskranken
einer in willen= oder bewußtlosem Zustand
befindlichen Frauensperson, wird
als Notzucht bestraft, wenn der Thäter
die Frauensperson absichtlich in diesen
Zustand versetzte. Mädchenschändung,
Verführung eines unbescholtenen Mädchens,
welches das 16. Lebensjahr noch nicht
vollendet hat, zum Beischlaf. (Die Verfolgung
tritt hier nach dem deutschen
Strafgesetzbuch nur auf Antrag der Eltern
oder des Vormunds der Verführten
ein.) Unzüchtige Handlungen, welche
Vormünder mit ihren Pflegebefohlenen,
Eltern mit ihren Kindern, Geistliche, Lehrer
und Erzieher mit ihren minderjährigen
Schülern oder lingen, Beamte
mit Personen, gegen welche sie eine Untersuchung
zu führen haben, oder welche ihrer
Obhut anvertraut sind, Beamte, Arzte
oder andre Medizinalpersonen, welche in
Gefängnissen oder in öffentlichen Anstalten
beschäftigt sind, mit den hier ausgenommenen
Personen vornehmen; unzüchtige
Handlungen, welche mit Gewalt an einer
Frauensperson vorgenommen werden, oder
zu deren Duldung dieselbe durch Drohung
mit gegenwärtiger Gefahr für Leib und
Leben genötigt wird, und ungüchtige Oandlungen
mit Personen unter 14 Jabren.
Widernatürliche Unzucht, sei es,
daß sie zwischen Personen männlichen Geschlechts
(Päderastie) oder von Menschen
mit Tieren begangen wird (Sodomie).
Verletzung der Schamhaftigkeit durch unzüchtige
Handlungen, durch die ein öffent-Unzuchtsverbrechen.
liches Argernis gegeben wird, sowie durch
unzüchtige Söchsten, Abbildungen oder
Darstellungen, die verkauft, verteilt oder
sonst verbreitet, oder an Orten, welche dem
Publikum zuängih sind, ausgestellt oder
angeschlagen werden.
ußerdem zählt das deutsche Reichsstrafgesetzbuch
noch die Bigamie oder Doppelehe
zu den U., d.h. das Eingehen einer
neuen Ehe seitens eines Ehegatten, bevor
die Ehe desselben ausgelöß oder für ungültig
oder nichtig erklärt ist. Ebenso wird eine
unverheiratete Person wegen Bigamie belun
ar sie r* einem Ste eine
eingeht, obgleich sie weiß, uetzterer
verheiratet W* en Srdabe wird
von dem Reichsstrafgesetzbuch als U. behandelt.
Hierunter ist die wissentliche
Verletzung einer bestehenden Ehe durch
den außerehelichen Beischlaf solcher Personen
zu verstehen, von denen wenigstens
die eine verheiratet ist. Sind beide Personen
verhriratet, so spricht man von einem
Doppelehebruch, während, wenn nur
eine Person verheiratet, ein ein facher
Ehebruch begangen ist. Die Bestrafung
des Ehebru# Eesänanis bis zu 6 Monaten)
tritt jedoch nur auf Antrag des verletzten
Ehegatten ein und zwar nur unter
der Voraussetzung, daß eben wegen des
Ehebruchs die Ehe geschieden worden ist.
Endlich wird noch die Kuppelei unter
den U. des Reichsstrafgesetzbuchs mit
aufgeführt. Hierunterist das gewohnheitsmäßige
oder eigennützige Gelegenheitsschaffen
zur Unzucht zu verstehen, welches
mit Gefängnisstrafe bis zu 5 Jahren bedroht
ist. Auch kann auf Verlust der bürgerlichen
Ehrenrechte sowie—auf Zulässigkeit
von Polizeiaufsicht erkannt werden. Mit
Zuchthausstrafe aber wird die (sch were)
uppelei bestraft, wenn sie hinterlistigerweise
oder von Eltern, Geistlichen, Lehrern
oder Erziehern an deren Kindern oder
Pflegebefohlenen verübt wird. Außerehelicher
Beischlaf oder gewerbsmäßige Unzucht
ist an und für sich nach dem Reichsstrafgesetzbuch
nicht mehr kriminell strafbarzletzteres
bedroht nur diejenigen Weibspersonen,
welche wegen gewerbsmäßiger
Unzucht einer polizeilichen Aufsicht unterstellt
sind, mit Haft bis zu 6 Wochen, wenn