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nische Haudschriften giebt, in welchen diese Uebersetzung enthalten
ist, scheint allein zum Beweis kaum hinreichend zu
seyn. Ihren Gebrauch in Spauien setzt eben die spanische
oder isidorsche Sammlung außer allen Zweifel; wir lernten
sie ja von dorther zuerst kennen, und eine Stelle bei
Marrin von Braga 50) scheint sie nicht unkenntlich zu bezeichnen.
Einen Theil der Geschichte ihrer Ausbreitung in
Afrika macht Fulgentius Ferrandus aus; es ist hier der
geschickteste Ort, seine breviatio canonum ecclesiasticorum
zu beschreiben, und um die Schicksale der spanischen
Sammlung in einer zusammenhängenden Reihe vor Augen
haben zu können, auch die Erzählung von den Kapiteln des
Martin von Braga vorausguschicken.
K. 54.
In der Mitte des sechsten Jahrhunderts zur Zeit der
großen Unruhen wegen der drei Kapitel machte sich Ferrand
als Diakon von Karthago durch mehrere Schriften bekannt.
Er war ein Schüler des berühmten afrikanischen Bischofs
Fulgemius von Ruspe, und schrieb auch einiges zu Ergänzung
ctlicher Stücke, an deren Vollendung sein Lehrer durch
den Tod gehindert wurde. Seine breviatio canonum ceclesiasticorum
#8) enthält nichts als Syuodalschlüsse, aber diese,
wie schon der Titel zeigt, nicht mit den eigenen Worten
4) Die Klage über die Dunkelheit und Winlkühr der Uebersetzer
der canones, in dem Schreiben an B. Nitigesins von Lugo.
**) Hauptausgaben derselben (diefenige ausgenommen, welche alle
seine Werke gesammelt enthalten) sind folgende: Franz Pithou's,
Paris 1533. 8. Mit Dionys dem kleinen von Christ. Justell
Paris 1628. 3. item Bibl. jur. can. T. I. p. 418. Meermanni
thesaur. Tom. I. Fast überall in Gesellschaft des breviarü
Cresconiani.
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