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Konvention von 1881 und 1884, durch die mitten in unser Land eine unz
bitter feindliche Burenbevölkerung gesetzt wurde, der es ein Leichtes war,
Waffen einzuführen. Wir hatten kein Mittel an der Hand, zu erfahren,
wie weit diese Vorbereitungen gingen, obwohl jedermann wußte, daß sie in
gewissem Umfange getroffen wurden. Ich glaube nicht an die Vollkommen-=heit
der britischen Einrichtungen für den Kriegsfall. Es ist klar, daß in
der Maschinerie etwas nicht in Ordnung ist. Die Kriegswissenschaft ist auf
dem Festlande mit einer Gründlichkeit und einer Selbstaufopferung studiert
worden, die keiner anderen Wissenschaft zugewendet wurde. Wir finden uns
von fünf großen militärischen Nationen umgeben. Wir befolgen jedoch in
diesen Angelegenheiten von höchster Wichtigkeit eine ganz verschiedene Politik.
Ich glaube nicht, daß die britische Verfassung, wie sie jetzt angewendet wird,
eine gute Kampfmaschine sei. Sie ist darin nicht zu übertreffen, in Zeiten
des Friedens Glück und Segen zu schaffen, aber zu Zeiten des Krieges, wo
die Großmächte uns nicht mit freundlichem Auge ansehen, tritt an uns die
Notwendigkeit heran, darüber nachzudenken, ob wir nicht unsere Einrichtungen
in gewissem Grade ändern müssen Wir müssen suchen, uns
so schnell als möglich aus der jetzigen Lage zu befreien, sie ist die schlimmste,
in der wir uns je befunden haben. Denn wir kämpfen gegen Leute, die in
unser Gebiet eingedrungen find, und das Unglück, das wir durchgemacht
haben, ist nur deshalb uns widerfahren, weil wir nicht im stande waren,
dies unsererseits zu thun. Solange wir nicht alle kleineren Zwistigkeiten
vor der jetzigen Pflicht der Erhaltung unseres Landes in der großen Krifis
begraben, werden wir Gefahr laufen, in Verwicklungen zu geraten, die
seinen Glanz beflecken und vielleicht seine Integrität bedrohen.
1. Februar. (Unterhaus.) Debatte über die Veröffentlichungen
der „Independance Belge“.
Abg. Evans (lib.) fragt, ob über die in der „Indspedance Belgeveröffentlichten
Briefe und Telegramme 1. eine Untersuchung angestellt .
2. ob die Telegramme richtig seien, 3. wenn dies der Fall, ob Chamberlain
von ihnen Kenntnis hatte zu der Zeit, aus der sie datieren, oder zu
welcher anderen Zeit sie zuerst zu Chamberlains Kenntnis gekommen seien.
— Chamberlain erwidert auf die erste Frage, ob eine Untersuchung angestellt
sei, „Ja“. Auf die zweite Frage erklärte er, er kenne persönlich
nur zwei oder drei Briefe Fairfields und einen an das Kolonialamt. „Diese
sind ihrem wesentlichen Inhalt nach zutreffend, aber nicht bezüglich des
Wortlauts. Was die übrigen Stücke betrifft, so hat mir Hawksley mitgeteilt,
es sei jüngst zu seiner Kenntnis gekommen, daß sie aus seinem
Bureau durch einen im Oktober 1897 entlassenen Schreiber gsstohlen find.
Meine Antwort auf die dritte Frage ist: Ich hatte einige Tage vor der
Veröffentlichung keine Kenntnis von dem Vorhandensein der Briefe und
Telegramme.“ Auf eine weitere Frage in Bezug auf die Briefe Fairfields
erwidert Chamberlain: „Ich glaube nicht, daß ich sie zu der betreffenden
Zeit gesehen habe; sie wurden aber zweifellos nach meinen Anweisungen
eschrieben.“ — Auf eine Anfrage, welche Schritte beabsichtigt seien angea8
des Umstandes, daß ein Mitglied des Kabinetts der Unehrenhaftigkeit
und Lüge beschuldigt worden sei, erwidert Balfour: „Meine Ansicht ist,
daß solche Anschuldigungen mit Verachtung behandelt werden sollten“.
1. Februar. (Unterhaus.) Über die Hungersnot in Indien
teilt Staatssekretär Lord Hamilton mit:
Die Zahl der Personen in Indien, welche wegen der Hungerznot
Unterstützungen empfangen, betrug Ende Januar 3½ Millionen. Die von