Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1917 (4)

go  für  die  Ange  orge  wurde
16  sc  *  vi  *  der
5B.  Eder  und  an  Stelle  des  dieehen  GB.
Wendl  als  ständiges  Mitgli  d  Peörahrr.  In
die  Kommission  für  wornhn  cemeiroicher
Grundstücke  tritt  an  Stelle  des  GB.  Schmi

der  GB.  Stegmaier“  en  der  bisher  schon  i
wnse  angehört

i  die  sfion  wurden  die  Herten
s—iis.  Schustetter,  Perr  und  itene  ier,  ern
Ersatzmänner  die  err  del  iel  ff.  He
seret  und  Grabichl  In  die  Ert
ersatzkommission  d  4  PPesren  K.  und  Groß.

Der  Magistrat  beschloß,  um  Forterhebung
des  Plasterzolles  um  weitere  10  Jahre  n
zusuchen.  Das  Kollegium  ist  damit  eikerston.
den.  Zur  Kemntnis  dient  die  Ministerialentlietzung
  wonach  die  Forterhebung  des  Bierund
  Malzaufschlages  bis  Ende  1924  genehmigt
  ist.

Im  Kailserbad  sind  Dachreparaturen  erforderlich,
  da  der  Sturm  einen  Teil  des  Daches  abdedte.
  Die  Kosten  betragen  etwa  300  Ml.
Das  Kollegium  genehmigte  den  Zgtas  zur
Einstellung  in  den  Gemeindeetat  1915

Für  das  austättergut  sind  weitere  Bauvornahmen
  in  Höhe  von  1390  Mk.  beantragt.
Das  Projekt  wird  dem  Bauausschuß  überwiesen
  und  ihm  Sparsamkeit  ans  Herz  gelegt.

Seinerzeit  wurde  beschlossen,  sich  assch'  dluß
über  die  Notstandsarbeiten  und  die
dung  der  dafür  bewilligten  Mittel  zu  G
Heute  lag  eine  iteilung  des  Stadtbauamtes
hierüber  vor.  Darnach  sind  nur  zwei  Projekte
erst  völlig  durchgeführt  und  die  dafür  bewilligten
  Mittel  verwendet.  Von  den  übrigen  ist
verschiedenes  angefangen  und  in  der  Durchführung
  begriffen.  Da  mit  diesen  Angaben  der
Zweck  des  Beschlusses  noch  nicht  erföllt  ist,
soll  der  Bauausschuß  noch  weitere  Informalionen
  erholen.

Weiter  beschäftigte  man  sich  mit  der  Entsernung
  von  Bäumen  auf  dem  Viehmarktplatz.
Tabakfabrikant  Ettenhuber  stellte  den  Antrag
aif  Entfernung  von  sieben  Bäumen,  welche
sein  Anwesen  beeinträchtigten.  Im  vorigen
Jahre  schon  beschäftigten  sich  die  Kollegien  mit
der  gleichen  Frage;  damals  wurde  beschlossen,
dem  Ansuchen  auf  Entfernung  nicht  stattzugeben,
  vielmehr  die  Aeste  der  Bäume  so  zuzuschneiden,
  daß  eine  Beeinträchtigung  des  Nachbaranwesens
  ausgeschlossen  ist.  Das  ist  inzwischen
auch  geschehen.  Jute  traten  die  GB.  Schrettenseger,
  Scheuer,  Bauer  und  Schmidt  für  die
Erhaltung  der  Bäume  ein,  während  GB.  Stegmeier
  die  Bäume  entfernt  wissen  will  in  Uebereinstimmung
  mit  dem  Standpunkt  des  Verwaltungsrates
  für  den  Viehmarkt.  Schließlich
wurde  aber  mit  allen  gegen  eine  Stimme  beschlossen,
  die  Bäume  nicht  zu  entfernen.

Bei  dieser  Gelegenheit,  äußerte  GB.  Buchecker
  den  Wunsch,  die  Lücken  in  der  Baumreihe
  am  Salingarten  doch  endlich  auszufüllen.
Jetzt  sei  die  beste  Gelegenheit  damm,  so  lange
Schnee  liege  und  Frost  herrsche.  Seine  Anregung
  verdichtete  sich  z  einem  Antrag,  dem
sich  das  Kollegium  anschloß.  Auch  (B.  Dachs
unterstützte  die  Anregung.  Bekanntlich  beschäftigte
  diese  Angelegenheit  früher  schon  das  Kol.
legium,  aber  man  konnmte  sich  damals  nicht
darüber  einig  werden,  welche  Linie  man  für  die
Neupflanzungen  einhalten  wolle.

Weiter  verwies  GB.  Beppo  Huber  auf  die
Entfernung  von  Bäumen  an  der  Mangfall  zwischen
  Stadtgärtnerei  und  Kufsteinerbahn.  Hieruber
  besteht  bereits  ein  Beschluß,  welcher  die
Entfernung  von  abgestorbenen  bzw.  überhängenden
  Bäumen  gutheißt.  GB.  Huber  und
mit  ihm  GB.  Scheuer  ist  aber  der  Ansicht,
war,  auelin  in  die  Nachlt  Hinanszuge  gen,  die  la
nur  zu  gut  die  Mordanschläge  seiner  Feinde  verbulle


Nur  in  einem  Punkt  war  er  lonsequent
den  Beschlen  Breitschwerts  geborsam,  in  der
Ueberwachung  der  Mahlzeiten  Kluges,  indem  er
rrllarte,  der  Kranle  könne  nur  noch  Milch  und
Cier  vertragen  und  indem  er  eine  so  rührende
Sorgfalt  für  den  Frcund  zur  Schau  trug,  daß  er
diese  beiden  Nah#ungsmittel  von  der  Quelle  bis
zum  Munde  des  Kranken  mit  Argusaugen  überwachte
  und  so  schon  in  wenigen  Tagen  eine  aufsallende
  Besserung  des  Kranken  herbeiführte.

Endlich  lam  der  von  Breitschwert  angemeldete
Arzt,  untersuchte  den  Kranken  und  hatte  dann
eine  längere  Unterredung  mit  Rechenbach,  als  deren
Ergebnis  für  die  nicht  Eingeweihten  die  Tatsache
erschien,  daß  dem  Kranken  wieder  reichlichere  und
mannigfaltigere  Nahrung  zugeführt  werden  solle,
damit  er  zu  Krästen  lommc.  Zunächst  verordnete
der  Doktor  ihm  eine  kräftige  Hühnerbrühe,  die  dann
auch  alsbald  bereitet  und  von  dem  ienst.
mädchen  mit  liebenswürdigem  Lächeln  in  das
Krankengimmer  gebracht  wurde.  Sofort,  nachdem
die  Person  die  Türe  Piner  sich  geschlossen  hafnt
zog  der  Arzt  eine  Spirituslaschenlampe  und  ein
Enstem  von  Probiergläsern  bervor,  füllic  einen
Teil  der  Suppe  in  die  Glaaröhre,  schloß  seine  lleine
Hauapotheke  auf  und  begann  cine  genauc  chemische
Analyse  der  Hühnerbrühe.  Nach  Verlauf  einer
halben  Stunde  hatte  er  in  einem  Reagenzgläschen
einen  ziemlich  großen  Rückstand  behalten,  den  er
nun  mit  verschiedenen  Säuren  in  seine  Bestandteile
  zu  zerlegen  begann.  Er  mischte  mit  Wasser,
lochte  auf  und  setzte  wieder  Säuren  zu,  bis  plöglich
die  fast  wasserhese.  Slussigeen  eine  schöne  blaue

Farbe  ann  au  dies  erreicht  hatte,  packte

.  me  entfernt  wrden.  Dos
3  75  n  bem  Antrag  des.  0
Huber  an  und  richtete  eine  entspr

frage  an  den  Stadtmagistrat,  der  Veruchrung
gegen  die  Entfernung  gesunder  Bäume  ange  ·
fagt  ist.  »

Sitzung  des  Magistrats  Kollegiums
6#  Rosenheim.

29.  Januar  1915.
Verehelichungszeugnis  erhält  Bäckergehilfe

Paul  KLindner  mit  der  Näherin  Karoline  Lutz
von  Augsburg.

Das  Birgerrecht  erhalten:  Brrttersontierer
Ignatz  Holl,  Hauemeister  Michael  Werdath.
Das  Heimatracht  erhält  der  Bahnaubeiter
Josef  Lehrberger  von  Egerndarf.  Beim  (Stadtmagistrat
  München  wird  Antrag  auf  Werleiung
  des  Heimatrechts  an  die  Verkliuferin
Apollonia  Staber  von  hier  gestelit.

Baugenehmigungen  erhalten:  Michael  Holzmayer,
  Entwässerung  im  Anwesen  Flrühlingstraße
  3;  Holzhändler  Josesf  Heliel,  Hauliche
Aenderungen  im  Anmesen  Münchenerstruße  24.

Zur  Kenntnis  dient  die  Entschließung  des
Kgl.  Staatsministeriums  d.  J.  vom  21.  Januar,
  nach  welcher  der  Stadtgemeinde  Rosenheim
  die  Forterhebung  des  gemeindlichen  Bierund
  Malzausschlages  für  die  Zeit  vom  1.  Januar
  1915  bis  J1.  Dezember  1924  genehmigt
wurde.

An  Stelle  des  Metggermeisters  Josef  Huber
  als  Schätzer  der  Pfer#eaushebungskommission
  für  die  Periode  1912.17  wird  Oekonom
Vitus  Zellner,  Hinterma#erbauer  in  Fürxstätt,
und  für  den  verstokbenen  Bäckermeister  Josef
Asch!  als  Stellvertreter  Bäckermeister  Kaver
Buchecker  gewählt.

Die  Malersfrau  Anna  Dagn  von  Kirchdorf,
k.  k.  Bezirkshauptmannschaft  St.  Iphatn  in
Tirol,  wird  aus  Gründen  der  öflentlichen  Sicherheit
  und  Sittlichkeit  aus  der  Stadt  Rokenheim

und  den  umliegenden  Gemeinden  ausgchriesen.

Nach  Antrag  des  Referenten  wird  für  die
nachstehend  bezeichneten,  im  Haustätterget  weiter
  notwendigen  Bauvornahmen  der  Betrag
von  1390  Mk.  à  Conto  Besitzveränderungsabgabenkasse
  genehmigt,  und  zwar:  a)  für  den
Einbau  #  Waschtüche  in  der  großen  Stallung
  650  z;  b)  für  Aufstellung  dreier  Oefen
in  der  im  1.  Stock  180  Mk.;  c)  für
Aenderung  in  der  Pferdestallung.  160  Mt.1  4)
für  Bauvornahmen  in  der  Kuhstallung  -
Mark;  e)  für  Wiederinstandsetzung  des  Eiskastens
  50  Mk.  Won  der  Streichung  der  sämtlichen
  Zimmerböden  und  von  der  vom  Pöächter
im  Schreiben  vom  29.  d.  M.  beantragten  Abänderung
  der  Röume  zu  ebener  Erde  wird  Abstand
  genommen.

Auf  Ansuchen  des  Tabakfabrikanten  Josef
Ettenhuber  werden  die  sieben  Eschenbäume  längs
vder  westlichen  Grenze  des  Viehmarktplatzes  in

der  Nähe  des  Anwesens  Ettenhuber  au  den
im  Magistratsbeschluß  vom  13.  März  1914
aufgeführten  Gründen  beseitigt.

Mit  Rücksicht  auf  die  beabsichtigte  Anlage
eines  Sportplatzes  westlich  vom  Haustättergut
sind  für  das  Gebiet  einschließlich  des  angrenzenden
  Teiles  der  Gemeinde  Westerndorf  Baulinien
  festzusetzen  und  Bauvorschriften  zu  erlassen.


(Schuß  folgt.

—  —

 

—
sich  an  Rechcnbach:

 

r  alle  seine  *8  iere  msammen  und  wandie

Im  Erhebung  der  Gekreide-  und
Mehloorräle.

Rosenheim,  3J.  Febr.

„Wir  macken  wiederholt  nachdrücklichst  darauf
aufmerlijam,  daß  die  Ax-eigen  über  die  Getreide=
  und  Mehlvorräte  bis  pãtestens  Freitag
  dieser  Wocke  zu  erstatten  und  in  Nosenheim
  im  Mittertor  (Arbeits-  und  Wohnungsamt)
  ab#mliefern  sind.  Die  Richtigkeit  der  Anzeigen
  ist  in  dieser  ernsten  Zeit  für  unser  gesamtes
  politisches  und  wirtschaftliches  Leben
von  einichneidendster  Bedeutung.  Zu  geringe
Angaben  wuürden  unter  Umständen  einen  Mangel
an  Vorrälen  rortäufchen,  dadurch  zu  einer  unnötigen
  Verschärfung  der  Versorgungemaßnahmen
  und  zu  einer  unnötigen  weiteren  Einschränkung
  der  Lebenohaltung  zwingen.  Wer
seine  Vorräte  verheimlicht  oder  unvollständig
angibt,  verfündigt  sich  daher  am  ganzen  Volke
und  ladet  eine  schwere  Verantworkung  auf  sich.
Er  seht  sich  aber  auck  der  Gefahr  schwerer  Bestrafung
  (§  13  der  Veroronung)  und  der  Enteignung
  ohne  Entschädigung  (8  16,  Abs.  II  der
Verordnung!  aus.  Wir  vertrauen  zu  der  Gewissenhaftigkeit
  und  dem  Patriotismus  unserer
Bevölkerung,  daß  sie  alles  ausbieten  wird,  um
das  Gelingen  der  wichtigen  Bestandsaufnahme
unserer  Vorräle  sicherzustellen.

Lotalnschrichten.

Rosenheim,  den  3.  Febr.

Auf  dem  Felde  der  Ehre  gefallen:
Georg  Schwentner,  Wirtschaftspächter  in  Nolenheim,
  Landsturmmann  und  Zugsführer  im
k.  k.  Landsturm-  Bataillon  Nr.  29,  Bruder  des
Gastwirts  Schwentner  zum  Thallerbräu,  ge.
fallen  in  Serbien.  Ferner  erlitt  den  Tod  fürs
Vaterland  der  Journalist  Josef  Bet,  Unterofftizier
  im  1.  Res.-Inf.-  Rgt.,  Schwiegersohn
des  Herrn  Salinkassiers  Schiller  und  seiner  Gattin
  Luise,  geb.  Freiin  v.  Crailsheim-  Rügland.
Ahnungsooll  schrieb  der  Held  seiner  jungen  Frau
am  4.  Septemder:  „Für  heute  Nacht  scheinen
sich  wieder  heiße  Kämpfe  *  In
der  gleichen  Nacht  wurde  er  auch  schwer  verletzt,
  wie  erst  jüngst  glaubwürdig  festgestellt
werden  konnte.  Er  schilderte  zuvor  einen  Bajonettangriff
  und  schloß  seinen  Brief:  „Durchzukommen
  ist  wenig  Hoffnung,  aber  man  geht
mutig  vor  mit  Gottvertrauen  und  Zuversicht.“
Mertwürdig  ist,  daß  irgendein  Erkennungszeichen
von  dem  im  Lazarett  zu  Einville  Verlebten
noch  nicht  vorgefunden  werden  konnte.

Auszeichnungen  im  Felde.  Das  Verdienstkreuz
  3.  Kl.  mit  der  Krone  und  den
Schwertern  wurde  dem  Unteroffizier  Ludwig
Berger  im  1.  Fuß-Art.-Reg.  verlichen.  Berger
war  bisher  Chauffeur  bei  Hen.  Stras  auf  dem
Gut  Lambelhof  in  Bernau  am  Chiemsce.  Ferner
  wurden  mit  dem  Eisernen  Kreuz  ausgczeichnet:
  Kriegsfreiwilliger  Joses  Winhart,  ällester
Sohn  des  Sattlermeisters  Winhart  in  Bad
Aibling;  Xaver  Schmidschneider  aus  Bad  Aibling,
  Vizefeldwebel  im  1.  Inf.-Reg.:  Infanterist
  Leonhard  Weinberger  aus  Beyherm#na:
Landwehrmann  Leonhard  Liedl  aus  Oering=Erafing,
  Bruder  des  Schäfflermeisters  Liedl
in  Grafing  (unter  gleickzeitiger  Verleihung  des
Militärverdienstreuzes  mit  Krone  und  Schwertern).


Fleischversorgung.  Wie  aus  Berlin  gemeldet
  wird,  sind  auch  gegen  die  in  letzter  Zeit
festgestellten  sprunghaften  Fleischpreiesteigerungen,
  für  die  eine  Berechtigung  in  der  gegenwärtigen
  Marktlage  nicht  zu  erdlicken  ist,  Zwangsmaßnahmen
  im  Interesse  der  Lebenemittelversorgung
  des  Reiches  bevorstehend.

 

 

„Aus  den  Symptomen,  die  mir  Breitschwert
schitdertr,  habe  ich  gleich  vermutet,  daß  es  sich  um
eine  Tigitalinvergistung  handelte.  Das  Gift  ist
an  und  für  sich  ziemlich  leicht  zu  beschaffen  und
in  lleinen  Dosen  beigebracht,  zeigt  es  ganz  allmahlich
  seine  jerstörende  Wirkung.  Ich  weiß  nun

nicht,  was  Sie  zu  tun  gedenlen  oder  was  Freund
Irschwert  beabsichtigt.  Nach  meinem  Gesühl
müßte  man  die  gefährliche  Gistmischerin  sofort  verbasten
  und  festnehmen.  Viellcicht  aber  durchkreuzt
  dies  die  Pläne  unseres  Freundes.  Wir
werden  also  in  Zulunft  die  Mörderin  bei  dem
Gedanken  lassen,  der  Kranke  nehme  ihre  in  der
Holle  gemischten  Mahlsciten  zu  sich  und  Sie
werden  giö  —8  Zuer  sich  der  Konserven  nh
die  IL  n  Koffer  sür  Sie
unccht  habe  Fluch  Ei  können  Sie  Wibefrig
essen,  denn  Eier  zu  vergiften  ist  sit  ut  möglich,
ohne  die  ale  zu  verletzen.  richt  erstatten
werde  ich  selbst  an  Breitschwert,  "  Sie  sich  sonst
in  dem  Fall  zu  verhalten  haben,  darüber  wird  er
Ihnen  ja  schon  seine  Miteilungen  gemacht  haben.
Jede  denfalls  lassen  Sie  die  Linischerin  nicht
merken,  daß  wir  hinter  ihre  Schliche  gekommen
find,  denn  dann  würde  sie  wahrscheinlich  die  Kreise
unseres  Freundes  zerstören.“
„Glauben  Sie,  lieber  Doktor,  det.  das  Mädchen
eine  t  von  ihren  Taten  hat
Arzt,“  antwortete  er  ruhig.  „und
habe  über  2  Tinge  kein  Urteil.  Man  hat  mir
çsagt,  daß  es  Menschen  gibt,  die  mit  jächelndem
unde  einen  andern  umbringen  können.  Es  ist
ja  möglich,  daß  so  etwas  vorkommt,  aber  ich
muß  sagen,  daß  mir  das  Mädchen  nicht  den  Eindruck
  einer  schuldbewußten  Seele  macht.  Man

bassic  ahm  anf  eine  nbese  eit  ans.
Zimmer  fesselten  was  für  den  Auitraggeber  von
Wichtigkeit  sei.  Ich  habe  leine  Abnunn.  wie  er
es  dem  Mäntchen  gegenuber  mag.  motwiert  haben.“
ist  ganz  meine  Meinung  ..  Wann  ge:
denken  d  ucher  nach  Frankiurt  uruc  tlehren?“
„Sofort,  Sie  bedürfen  ja  meiner  nickt  mehr.
meine  Arbeit  ist  getan,  der  Eriolg  war  uberraschend
  und  machte  der  Kombinationsgabe  Breitschwerts
  alle  Ehre.  Die  weitere  Entwickelung  des
Falles  müssen  wir  nun  in  seine  Hände  legen.“
Ich  häue  gern  geseben,  wenn  Sie  noch
wenigstens  solange  hier  geblieben  wären,  bis
Breitschwert  in  Darmstadt  abkommen  lann.  Ich
muß  sagen,  in  Ihrer  Gegenwart  habe  ich  cin
Gefübl!  der  Sicherdeit.“
„Ja,  ja.  ich  hatte  auch  personlich  nichts
dagegen.  noch  zu  bleiben,  aber  ich  kenne  Breitschwerts
  Meinung  in  diesen  Tingen  zu  genau.
will  man  den  Kampi  gegen  einen  versteckten  und
gefährlichen  Feind  mit  Sicherheit  fuhren,  so  muß
man  die  Vorposten  ziemlich  schwach  machen,
damit  er  aus  seiner  Reserve  beraus  Sgebt,  damn
er  den.  Mur  zum  Angriff  gewin
ch  möchte  am  liebsten  -  Dienstmädchen
orrhssden  lassen  oder  wenigstens  ihr  auf  ihren
gebeimen  Gängen  folgen  und  zu  gleicher  Zeit
auch  ihren  Liebhaber  fesinehmen.“.
amit  houten  Sie  wahrscheinlich  nichts  erreicht.
  Er  würde  sich  herausreden,  vielleicht  ent,
wicchen  und  70  Werlzeng  jeiner  verbrecherijeben
Tätigkeit  in  unseren  Händen  lassen.  Damit  dätten
Sie  gar  nichts  gewonnen.  Sie  hatten  nicht  einmal
  etwas  gewonnen,  wenn  Sie  ihn  in  die  Hand
belämen,  es  wäre  nur  das  eine  Mitglied  der
ganzen  Gruppe,  aus  der  sich  ohne  weiteres  eine
neue  Hand  gegen  Sie  bewaffnen  würde

 

 

7  ihr  wahrscheinlich  eingeredet,  die  Pülverchen
chadeten  dem  Wachtmeister  weiter  nichts,  als

.  ch
alaube,  wir  handeln  im  Sinne  Breiischwerls.

Mitteflung  des  Ceflind
  seit  .  Februar  abends  die  fr

 

Etsprungener  Gesongener.  Nach

8  angenenlagers  Regensburg
fnschen
Soldaten  Albert  Jacquemin  vom  31.  Infant.
Reg.  und  Georges  Marcel  Protnot  vom  82.
3  „Reg.  abgängig.  Beide  sind  vermutlich  in
Zivilkleidern,  führen  aber  Uniformen  mit  sich.
Keiner  kann  deutsch  sprechen.  Protot  trägt
graue  Rodelmütze.

Gendarmeriedienst.  Bersetzt:  Die
Gendarmerie-Oberwacktmeister  Andreas  Sandmaier
  von  Aibling  nach  Tölz;  Johann  Geiger
von  Berchtesgaden  nach  Aibling;  die  Gendarmerie-Sergeanten
  Georg  Fruth  von  Sauerlach
nach  Gaimersheim,  Karl  Rinderle  von  Tutzing
nach  Sauerlach,  der  Gendarm  Joseph  Barth
von  Schnaitsee  nach  Tittmoning,  die  Gendarmerie-Sergeanten
  Michael  Schmidbauer  von
Miesbach  nach  Ingolstadt,  Mannhaus  Arneth
von  Gmund  nack  Bayrischzell,  die  Gendarmen
Anton  Naber  von  Wartenberg  nach  Reichertshofen,
  Jakob  Vogel  von  Taufkirchen  nach  Haar,
Martin  Doblinger  von  Apfeldorf  nach  Oberauderf.
  Lorenz  Ritter  von  Söchtenau  nach  Rosenheim.


Geschworenenauslosung.  Für  die  am
21.  Februar  beginnende  Schwurgerichtsperiode
in  München  wurden  u.  a.  folgende  Geichworenc
ausgelost:  Alois  Thurnhuber,  Bauer  in  Net#
telkofen,  BA.  Ebersberg;  Matthäus  Huber,
Bauer  in  Ostermünchen;  Anton  Weber,  Schäfflermeister
  in  Haimdorf,  Post  Aschau;  Wolfgang
Hiebl,  Bauer  in  Ried,  Gem.  Pfaffing,  B.
Wasserburg;  Josef  Stackeder,  Bauer  in  Reisachöd,
  BA.  Aibling:  Franz  Schradler.  Hoffischer
  in  Schliersee;  Franz  Dinzenhofer,  Bauer
in  Hohenofsen,  Gem.  Pang:  Peter  Snell.  Bauer
in  Meggental.  Gem.  Kan.  Bll.  Tittmoning.

Auns  dem  Gerichlssanle.

Strafkammer  des  Landgerichts
Traunstein.

 

Traunstein,  Jan.  Der  schon  öfters
mit  Zuchthaus  dureh  d  Taglöhner  Lorenz
Drescher  von  Höchstält  sprengte  bei  Prien  das
Schioß  einer  Bauhütte  auf  und  srahl  aus  der
Hütte  verschiedene  Gegenstände.  welche  er  an
den  Schuhmacher  „Johann  Salomon  in  Rosen-=heim
  verkaufte.  Diesen  sckweren  Diebstahl  hot
er  jetzt  mit  zwei  Jahren  Zuchthaus  zu  verbußen,
  wöährend  Salomon  wegen  Schlerei  seck
Vochen  Gefängnis  absitzen  muß.  Der  Bäckergehilse
  Josef  Müller  mißhandeite  seinen  Dienstherrn,
  den  Bäckermeister  Dobler  in  Vogtareuth,
und  dessen  Frau.  Vom  Scköffengericht  Rosenheim
  wurde  er  dieserhalb  zu  acht  Wochen  Gefängnis
  verurteilt.  Seine  gegen  dieses  Urteil
eingelegte  Berufung  wurde  lostenfällig  abgewic
sen.

 

Bunie  Chronil.

Der  Turlomit  dem  Schilde.  Auf  dem
Hauptbahntbof  in  Koln  hält  ein  Zug  mit  Ge
fangenen  aus  Frankreich.  Um  einen  der  offenen
Wagen  sammolt  sich  schnell  ene  große  Menichemenge,
  die  in  enolos  jich  wiederbolende  Lach
salven  ausbrick  und  einen  riesigen  Turko  in  der
Tär  des  Wagens  mit  Sckokolade.  Aepfeln.
W  urse  und  anderen  guten  Dingen  dombardtert.
Der  ichwarte  Sohn  Afrikas  aber  wies  min:
breitem,  selbugesälligem  Grinfjen  immer  von
neuem  auf  ein  mächtiges  Pappichild,  das  er  auf
de:  Brust  trug.  Darauf  stand  in  schöne.  llaren
Schriftugen  die  freundliche  Aufforderung:

„Gebt  dem  Schwein  ordentlich  zu  freisen!  Er
hat  uns  sieben  engicke  Schünengräben  verraten.
  Feldwebel  ..

wenn  wir

znnächit  die  Unbesangenen  '#nd

den  FKeind  aur  seinem  Ointerbalt  herrortocken.
Viclkicht  haben  Sie  rocht.“
.Wenn  Sie  sich  unsicher  in  ien,  ziencn  Sie
doch  den  JNoriter  ins  Vertrauen
Da  will  eben  Breitschwer:  nicht.
.Und  er  hat  rechl.  Soiche  nawen  Naturmenschen

  verraten  sich  und  verderben
einen  Wutansbruch  oder  durch  cine
wedensat  das  ganze  VProgramm.
glaulen  Sie  mir.  es  muß  ichon  so  bleiden  wie
es  ist  und  damit  Golt  befoblen.“

 

Der  Aru  schüttelte  dem  üntsanwo  die
Hand.  verabschiedete  sich  von  inar.  dem  er
liochmais  einscharste,  recht:  awant  den  Schwer

kranlen  in  spiclen  und  aing##unnr.  den  ###
zu  bilten.
zu  besorgen.
Rechenbach  war  wiede"  allein,  alucklicherweise
aber  nicht  mehr  so  sehr  allein,  w:#  vorber,  denn
der  getreue  Kluge  halte  fich  weng'iene  so  woit
crhol:.  daß  er  mu  ihm  deraten  tonnie.
Wenn  nur  erst  diese  furdubart  -#
nachließ,  wenn  nur  erst  Breiischwert  d#-ihm

  einen  Wagen  nach  Oeigendricken

 

annung
warc.
IX.

Mechenbach  hatte  mu  gioster  Beder
  Phetographr  der  vernaiteten
ein  gan  fremdes  Gesicht  erickt.
ca  mit  Bewunderunv.  es  ließ  üich  nicht  leugnen.
daß  ei  ein  Ciesicht  ma#r.  da  mohl  einen  Maun
beiucchen  1  lonnte,  aber  in  den  Aupen  winleln  lauerte
der  Teufel  und  wer  genau  binfar,  wurde  sich
durch  da-  Madonnenl.  asie  in  den  Zormen  iuch:
taufeen  asien.

Feden'alls  waren  Hertha  von  Losmann  und
die  Anarelumin  verschirdene  Nersonen

naiedicung  in
Verbrecherin
u  betrachiet:

–  –  —