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Bewegung der Deutschkatholiken, weil sich damit der Gedanke
verband, die Katholiken in Deutschland sollten, von Rom unabhängig,
eine Nationalkirche bilden. Derselbe Gedanke war schon
zur Zeit des Josephinismus, aufgetaucht und nach dem Sturze
Napoleons wieder bei den Anhängern Wessenbergs, und dieser
Gedanke behielt seine Bedeutung, wenn auch Ronge und Cezerski
nicht die Männer waren, die ihn hätten verwirklichen können.
Würde romanische Unvernunft die Katholiken des germanischen
Nordens auch zum Widerstand reizen und ein Schisma erfolgen,
so würde doch selbst eine von Rom unabhängige deutsche
Nationalkirche, gleich der gallikanischen, das Fundament des
Glaubens nicht verlassen.
König Friedrich Wilhelm IV war der liberalen öffentlichen
Meinung seiner Zeit nicht fortschrittlich genug. Dieser wohlwollende
König wurde von der Presse boshaft angefeindet. Alles,
was er that, wurde ihm mißdeutet. Ich stand Preußen fern,
konnte aber doch nicht umhin, im Jahr 1847 in der Augsb.
Allg. Zeitung der Presse diese Ungerechtigkeit vorzuwerfen.
Ich bemerkte damals: „Die deutsche Zeitung, wie die liberale
Presse überhaupt, begnügt sich, die Idee des Königs mit
der Phrase aristokratisch-monarchische Romantik abzufertigen.
Ein tieferes Eindringen in die Sache ist uns von liberaler Seite
noch nicht vorgekommen. Gleichwohl liegt sie offen genug zu
Tage, wie sie ist, und man sollte nicht so viel von dem fabeln,
wie sie nicht ist. Die angebliche Romantik ist ein aus der Luft
gegriffenes Phantom. Der König will keine Rückkehr in's
Mittelalter, keine zu den alten Corporationen, sonst hätte er sie
in einer nunmehr achtjährigen Regierung wieder in's Leben gerufen;
er will auch nicht festhalten an der absoluten Monarchie,
sonst hätte er die Stände nicht einberufen. Was er aber will
und wollen muß, ist: die Einheit der Monarchie nach außen
sicher zu stellen bei aller möglichen Freiheit im Innern, und die