Uummer 38
VRosenhel e Mzelgct
Mitkwoch, IJ. Mrʒ 1513
Wemeindewaisenräle wird das jetzige Markenbild
beibehalten.
Sämtliche Pfennigwerte (zu # bis 80 Tfg.)
der neuen Freimarke können in Rollen zu 500
und zu 1000 Stück bezogen werden. Neben dem
Marlen-Neunwert sind wie bisher die Hersieklungstosien
in der Höhe von 11 Pfg. für eine
Noalle mit 1000 Marken zu erheben.
Die zum Preise von 2 Mk. verkäuflichen Freimarlenheftchen
weisen sortan allgemeinzwei Martenblätter
mit je 5 Marken zu 10 Pfg. und
4 Markenblätter mit je 5 Marlen zu 5 Pfg.
auf. Die Blindfelder werden zu Anzeigen nicht
mehr benützt. Der Verkausepreis der Freima-=tenherlchenbugen
mit teilweisekopfstehenden Marlen
beträgt 3.75 bei den 5. Pfg. Marken
und 7.50 MI. bei den 10-Pfg.-Marken.
Mriesumschläge, Postlarten usw. privater Herstiollung
werden künftig nur mehr mit dem Wertirempel
zu 3, 5, 10 und Pfg. bedruckt, und
zar erhalten lie das für die amtlichen Pestkuten,
Postanweisungen, Kartenbriese vorgen#ene
Marlinbild. Das Wertzeichenbureau oes
Verlehramie der Posten und Telegraphen über
nimm schon von jetzt an für Privatpersonen die
Abmempelung solcher Formulare. Die vor dem
März abgesiempelten Formulare dürsen den
Antragsiellern erst an diesem Tage ausgehändigt
werden.
Mit oem Uerkauf der neuen Postwertzeichen
dalnn vor dem 30. März nicht begonnen werden.
# Positwertzeichen der gegenwärtigen Ausade
behalten bis auf weileres Gültigkeit uno
rinen daher zur Frankierung von Postsenoungen
weiler verwendet werden. ie bei den
Postanmalten noch vorhandenen Bestände an
airen Wertzeichen sind aufzubrauchen; bis dirs
„echehen is, sind die neuen Wertzeichen nur
auf Verlangen an das Publikum abzugeben.
Elnaigen Anträgen auf Umtausch von alten
nelen neue Wertzeichen dars vorerst nicht entfochen
werden.
Bon den Postanstallten sind von jetzt ab
Penellungen auf größere Mengen von den
neuen Ponwertzeichen entgegenzunehmen, sofern
der (Geidbetrag einschließlich des Portos für
me Uebermitllung der Werteeichen beigesügt
in. Der Veriand von Wertzeichen gegen Nachnahme
ist unzulässig.
Wie bei der Auegabe der Prinzrigent-Luit,
rolh Marken werden vorauosichtlich vom Publilum
wieberum sogenannte Sätze der nmen
Preimarlen verlangt weroen. Es wird zurEntlutng
cer Schalter beitragen, wenn die grösleren
Postämter solche Sähe vorbereiten. Zu
dem zwecke werden ihnen geeignete Einsteck-Karions,
somie durchsichtige Umschläge geliesert
werden. Wenn die Marlen so in die Falze
des KNartons gefteckt werden, daß von jedem
Fluck mindemens oie Wertangabe sichtbar bleibt.
rud der Karton dann in einen durchscheinenden
Umschlag gelegt wird, ist dem Publikum die
Vrimung de?: Inhalteo ohne weiteres möglich.
Cr mird hauptsächlich Nachfrage nach Sätzen
der Freimarlen von 3 Pfg. bis einschließlich
!1 Mk. und nach solchen der Pienmiguerte allein
(bon 3 bir 80 Pfg.) zu erwarten sein.
it rem Versand der neuen Postwertzeichen
an die Vosfibezirlskassen und Postanftalten wird
in den nächsten Tagen begonnen werden.
Münchener Neuigkeilen.
lünchen. 9. März. In der Werkstätte soiier
Vaterr, des Spenglermeistere Eugen Harer,
War heute nachmittag der 22jährige Sohn
kn Harnest mit dem Löten eines Berzinlei#i.
der einem Lastautomobil gehörtc,
migt. Durch die enttandene Wärme erlodierte
das im Kessel sich angesommelte Gas.
Der junge Mann wurde durch den weggeschleuderlen
Kessel an der Brust getroffen und son
ue#everlzt, daß er auf der Stelle verq
r
Bayerische Nachrichleu.
Regensburg, 9. März. In der vergangeden
Nacht brachte der ehemalige Ziegelmeister
Alois Kolbeck in Steinweg seinem 27jährigen
Shne, eiinem Hausmeister in einer Regensburger
Wirtschaft, nach kurzem Wortwechsol
#Wei Stliche in den Hals und in den Bauch bei,
die den Tod in wenigen Minuten herbeiführten.
der Sohn wollte bei seiner Heimkehr wihschen
#einen Eitern, die in Streit aeraten waren, vermilleln
und als er sich dabei seiner Mutter, die
von seinem Vater mihhandelt wurde, annuhm,
Vandte sich der letztere gegen ihn.
Augsburg, 9. März. Gutem Vernehmen
nach hat der in Aegypten verstorbene vormalige
Direltor Prinz der Kammgarnspinnerei
Augeburg sein auf 2 Millionen geschätztes Vermögen
der Stadt Augsburg vermacht.
Würzburg, 9. März. Der Prokurisl Jol.
Kunlel der Seifenfabrik Frank hatte vorgestern
mit der Tochler seines verstorbenen Chefs Hocz,
zeil geseiert, die Feier fand aber einen tragischen
Abschluß dadurch, dab die junge Frau in der
Hochzeitonacht einen Herzschlag erlitt, an deslen
Folgen sie in wenigen Minuten starb. Auch
ihr Vater war vor mehreren Jahren ganz plötzlich
während einer Sitzung des Gemeindekollegiumso
vom Schlag getroffen worden.
Dic ersten Kauonen in Albanien.
In Durazzo langte in den leßten Tagen die
erste Batterie Geschütze aon, welche dem jungen
Staate von der italienischen Reqierung zum
Geschenk gemacht wurde. Da die Serben sämtliche
vorhanrenen Wassen während der Besehung
Durazzos geraubt hatten, ilt diese Batte-.
rie zurzeit die eingige; sie wurdt von dez Bevöl-=lerung
lebhaft begrüßt. Unser Bild zeigt die
im Hasen aufgestellten Geschützt; davor iteheno
den Gendarmerie-Kommandanen. Die GEeschütze
eröffneten beim Nahen der Kriegssacht:
„Taurus" durch Salutschieben die Einzugskeierlichleilen
der Fürstenpaares in Durazzo.
—— ·
Bayerisches Oberland.
Enderf, 9. März. Das Got Westerh nusen
bei Eggstätt, bisher im Besitze des Cüterhönd-=lers
Simon Fritz in Mauerkirchen, gina durch
Tousch und Kauf an einen Privatier aus
München über, welcher dortselbst em Sanatorium
errichten will.
Bolzkirchen, 9. März. Die Obmannschaft
Rosenheim des bayer. Postverbanoes hielt am
Sonntag hier im Saale zur „Post“ eine Versammlung
ab. Sie stand unter Leitung des
Heirn Odbmannes Rubandl aus Nojenheim.
Das Referat erftattete Herr Sekretär Mayer
aus München. In der Haupljache wuroe die
nenu zu gründende Krankenlasse und die Frage
des Erholungeheimes erörtert.,, Erfreuischerweise
erklärten sich viele Mitglieder bereit. Anteilscheine
zur Förderung des Erholungsheimes zu
übernehmen. Die nächste Generalversammlung
der Obmannschaft, die jetzt 200 Mitgliecer
zöhlt, findet in Rosenheim statt.
Bausham, 9. März. Der am Samotag in
der Sortierung schwer verunglückte Arbeiter
Josef Schneider ist seinen Verletzungen ertegen.
Er war hio zum letzten Augenblick bei Be-Wmuntsein.
Tegernsee, 9. März. Der Zioarrengeschäiteinhaber
Ludu#ig Landes nachte am
Monlag eine Partie auf den Roß uno Vuch
siein. Der Umfturz der Witterung brachte
schwere Schneestürme, so daß Landes die Unterlunftehütle
nicht mehr verlassen konnte. Als
am Donnerstag abend die alpine Rettungsstation
Kenntnis erhielt, entsandte sie am anderen
Morgen einige Mitglieder nach dem Roß.
und Buchstein, während don Kreuth aues acht
Holzknechte sich auf die Suche machten. Ais
die Expedilion auf die Hochleger lam, sah sie
Landes, dem der Proviant in der Hütte aus
gegangen war, ganz erschöpft entgegentommen.
Aßling, 9. März. Am Sonntag wurde hier
nach einem Vortrag des Herrn Kooperators
MWeib von Tuntenhausen ein klath. Burschenverein
gegrundet, dem eine stattliche Anzahi
Männer als außerordentliche Mitglieder bei
traten. — Beim Schlachten eines Schweines
wurde der Brandmetzger Danner tödlich vom
Schlage getrossen.
Frauenzweigverein Nosenheim
vom Hoten Krenz.
Rosenheim, 10. März.
„Vaterlandoliebe und Nächstenliebe“, das war
die Losung, die vor einem halben Jahrhundert
adle Menschenfreunde zur Gründung des Roten
Kreuzes führte. „Vaterlandsliebe und Nächsienliebe“,
sie sind die Grundpfeiler geworden
jener mächtigen Organisation, die heute lein
zivilisierteo Volk mehr missen möchte, jener Organisation,
die schon in den Kriegen der Jahre
1866 und 1870/71 unseren Vätern die Segnungen
eines geordneten Kriegs-Sanitätsdiensies
gebracht, die alljährlich Tausenden und
Abertausenden armer Erdenpilger Unterstützung
und Beistand gewährt. Wie sich das Arbeitzgebiet
dieses Weltoereins von Jahr zu Jahr
erweitert, zeigt uns der Rechenschaftsbericht pro
1913 des Frauenzweigvereins Rosenheim, oer
mit einer Mitgliederzahl von 328 oabschliekt.
Seines Gründungszweckes eingedenk, hat der
Verein nach Möglichkeit getrachtet, sein rentierliches
Vermögen zu vermehren, um im Ernstfalle,
gemeinsam mit dem Landechilfsver:i,
Privatpflegestätten errichten, Verpflegung und
Verköstigung übernehmen, Verbandsmaterial u.
Wäsche beschaffen zu können. Den ersten Anforderungen
dient ein Depot mustermäßiger Wäschevorräte,
das auch in diesem Jahre ourch
Neuanschaffungen und dank dem Arbeitoeiser.
einiger Mitglieder eine entsprechende Mehrung
ersahren hat. Die Gesundheitsverhältnisse in
Stadt und Land zu bessern und damit die
Wehrfähigkeit unseres Volkes zu heben, wuroe
bezweckt durch unentgeltliche Abgabe von Flugblöltern,
melche dem Alloholmihbrauch, der Ver-
breitung der Tuberkulose, der Sterblichkeit der
Kinder in den ersten Lebensbhren und einem
falschen hauswirtschaftlichen Rchnen vorbeugen
sollen: durch Verbreitung de „Büchleins für
oie Mutter“ und des „Not-Keuz-Kalendere“;
weiter durch cinen ärstlichen Vortrag „Schulhugiene“,
den Herr pratt. und Bahnarzt Dr.
Elaßer, Brannenburg, gelegentlich einer Wanderversammlurg
am 14. Sestember 1913 in
Unterflintsbach hielt. Die Fricenstätigkeit wurde
ferner ausgeübt durch moratliche und momentane
Unterstützungen an erwerbsunfähig:,
hier und in der Umgebung beheimatete Frelozunssoldaten.
an Arme und Kanke. durch Veisreuer
zur Säuglingefursorge und Abgabe von
Wäsche an arme Lungenkrank; durch Erweit:-rung
sechs bestehender Depots von Krantenutensilien,
die, ebenso wie ein Wandertord, zur leih-,
bezw. schenkungsweisen Abgah= benimmt sind.
durch eine Christbescherung an 25 arme Kinoer,
die am 20. Dezember 1913 ü feierlicher Weise
stattjand und durch Spenden bewährter Gönner
desonders reichhaltig gesioltet wurde; e#enso
wurden arme Rinder der u#gehörigen Landorte
beschentt. Zur Beschaffung von Mesothorium
spendele der Zweigverin 60 Mark, die
zusammen mit dem Erlês der für den gleichen
Zue" errichteten Sammelstelen an das Zentral-Komilee
abgeliesert umden. Dank dem
Wohltätigleiteiinn einer Bochter#g'en Gönnerin
mar es moglich, zwei blusumen Möäochen unentgeltlichen
Landausenthalt zu verschaffea.
Die Rechnungesübersicht pIr 1913 ergibt sorgendes
Resultat: Die Gesameinnahmen betru-Jen
1499,66 Mark, und zwum oroentliche Mitgliederbeiträge
6556 Mk., auberordentliche Bei.
träge 145 Mark, Reinertrag #in#:s kleinen Glüs-Rafens
gelegentlich der Wankerversammlung in
Unterflintsbach 64.)5 Marl, Zins aus dem
rentierlichen Vermögen 248,30 Mt., Altivreñ
vom Vorjahre 385,60 Man. Die Ausgaben
betrugen 814,30 Ml. und war: Ansichafsung
nan Depotmaterial 69,75 Mi, Unterstütßzungen
in Geld 111,50 Mk., Zuisuß um Säuz.
ingsverein Rosenheim 50 NMl., Krank-nutensilien
36,10 Mk., Weihnachten 238.20 Mark,
Mesothorium 60 Mk., das näch Paoraoraph 14
der Statuten an das Zennal-Komitee abzuliesernde
Drittel der ordentliten Mitgliederbeiträge
218 Mk., Sammeln der Beiträge in Role#nbeim
10 Mk., Flugblätter, Druzkoilen ujm
50,80 Mark. Von dem verblibenden Avtiorese
mit 685,30 Mk. wurden 335,00 Mk in Staatsprapieren
im Nominalwerte von 400 Mk. augelegt,
so daß das rentiellide, bei der K.
Filialbank Rosenheim deponitte Vermögen nunmehr
7000 Mk. beträgt Ei Barbetrag von
350,10 Marl wurde auf dos Vereinslonto bei
der gleichen Bank für das Jahr 1911 übernommen.
Nur mit dem Segen Ees und der Unterstützung
vieler edler Menschen war es dem
Verein möglich, solch schöm Erfolge zu erzielen.
Er möchte deshalb Aen, allen, welche
die Vereinszwecke in irgend velcher Weise fördenn
halsen, ein herzliches „Vergelt's Gott“
zurusen. Er möchte sie aber auch bitten, dem
Roten Kreuz treu zu bleiben und neue Freunde
zu werben, auf daß seine Leistungssäh'gkeit
von Jahr zu Jahr wack#se, zur Ehre unferes
geliebten Vaterlandes, zum Wohle unserer leidenden
hilfsbedürftigen Mimenschen in Stadt
und Land und nicht zuletzt u ihrem eigenem
Glücke, denn „Wohltun brigl Segen!“
Lokalnachrichen.
Rosenheim, 10. März.
Todesfall. Abermals hat der Tod tief
Trauer in eine Reihe hieliger Bürgersfamilien
hineingetragen. In der verflossenen Nacht
ist die Brauereibesitzers-Wilve und Priotticte
Frau Maria Krichbaumer ##2 dieser Zeitlichkeit
geschieden. Mit ihr ist eine Frau dabingegangen,
welche ob ihres bideren Charakters,
ihrer Leutseligkeit und ihres Wohlwollens gegen
jedermann überall geehrt und geschätzt war.
Ihr Gemahl ist ihr schon vor einer Reihe
von Jahren im Tode vorausgegangen. Obwohl
Frau Krichbaumer im hohen Al#ter von
80 Jahren stand, kam ihr Ableben doch üuberraschend.
Den Hinterbliebenen wendet sich allgemeine
Teilnahme zu. Die Verstorbene ruhe
in Frieden!
Die freie Bürgervereinigung hielt
am Montag-Abend im Duichlbräu eine Mitpliederversammlung
ab, die einen recht lebhaften
Verlauf nahm. Man beschäftigte sich mit gemeindlichen
Angelegenheiten. Da invessen der
Vorsiyende der Vereinigung bernflich abwesenr
war und Herr Rechtsanwalt Scheuer erkre tt
ist, mußte von einem Reserat Abstand genommen
werden. Infolgedessen maochte Herr Lehrer
Weber, welcher die Leitung der Versammlung
führte, den Vorschlag, über die Entwickelung
und den Stand der verschiedenen gemeindlichen
Angelegenheiten an die anwesenden Vertreter
in den städtischen Kollegien Anfragen
zu siellen und sie um Aufschluß darüber zu bitlen.
Dieser Vorschlag wurde gerne akzeptiert.
und bald entwickelten sich ausgedehnt Debatten.
So wurden der neue Modus der Torf.
lieferung, die Kaiserbadfrage, das Rennplatz-Frojelt,
der genossenschaftliche Wohnungebau,
die Lebenemittellieferungen für die städtischen
Institute, die Wünsche zu dem Tarif über bie
Abnahme von elektrischem Licht und Kroaft
uĩw. besprochen. Zu all diesen Fragen wurden
von den Diekussionsrednern mancherlei
Winke und Anregungen gegeben, die sich auch,
auf die kommenden Gemeindewahlen erstrecken.
Die Aussprache war sehr umfangreich, Für und
Wider wurde in Rede und Gegenrede erörtert.
An der Debatte beteiligien sich hauptsächlich
die Herren Baumann, Dachs, Geymayr, Geabichler,
Huber, Koch, Schmid", Stegmeyer.
Stern usw. Eine Anfrage ersirecte sich auch
auf das Depot der Gan#wirtegenossenschaft.
Herr Grabichler lonnte mitteilen, oaß lediglich
Weißbier vafür in Betracht sommt. Mit Interesse
wurde auch die Rennplatzfrage erörler.
Herr Stegmener :ceilte mit, daß sich ein
Heir sehr für die Sache interessiere und sie ev.
allein durchzusführen gedente. wenn die Arrondierung
des Platzes erledigt ist. Die Debatte
uber all diese Fragen war sachlich gehalten uno
lieh verschiedene Meinungen zu Worte vommen;
sie hat dadurch auitlörend gewirkt. Erst
gegen Mitternacht gelangte die anregend verlausene
Versammlung zu ihrem Abschluß.
Die Rennplatzfrage wurde am M)ntag-Abend
auch in der Versammlung der freien
Bürgervereinigung lurz berprochen. De ein
Rennen ein Programmpunkt des komm-noen
Volksfesies sein soll, wird da? Projekt woyl
bald greifbare Gestalt annehmen müsien. Velonntlich
wurde seinerzeit im Kollegir#t# der
Gemeindebevollmächtigten ein Antrag Wiuer
angenommen, welcher cuch das Stadtdauamt
um Ausarbeitung eines Projeltes ersuchte. Wie
gestein abend mitgeteilt wurde, interessiert sich
ein Herr fur diese Frage fehr; ex ist bereit,
das Projekt zu verwirklichen, wenn ie Arrondierung
des Platzes gelost ist. Das nar
freilich eine sehr willlommene Lofung.
Der Kaninchenzuchtverein Rosenheim
hiellt am 8. ds. eine auberordentliche G.-neralveriommlung
ab behufs Watl eines 1.
Kassiers und eines Vereinodiene##Dabei wrurde
die Abhaltung einer Bezirks-Kaninchen-Auzsiellung
fur Pfingsten beschlossen. Als 1. Kas.
sier wurde der Hausbesitzer Herr Sieber einstimmig
gewählt. Herr Sieber ist ein sehr eifriges
Mitglied. Als Ausstellungsleiter wurde
Herr Ehrenvorstand Huber gewählt. 2 die
Ausstellung eine Bezirksausstellung gird, ioll
bei der Distriktsverwaltunge behorde e#n Zuschuß
nachgesucht werden. Die Wahl des Vereinsdieners
wurde in der Weise erledigt, dat der
ganze Verein in lcht bis zehn Gruppen noch
Stadtoierteln eingeteilt wird, und daß für jede
Gruppe ein Vertrauensmann zur Einkassierung
der Beiträge aufgesiellt wird. Herr Selch stellte
den Antrag, es möchten die Wanderversammlungen
in der Umgebung von Nosenheim fortgesetzt
werden, um die Kaninchenmchtt auch auf
dem Lande mehr zu verbreiten. Es wurde be.
schlossen, am 29. März beim Wir: in Horping
eine Wanderversammlung abmhalten. Ein Kaninqenessen
ind Vortrag soll damit vertuncen
werden.
Bad Wendelsitein und Lehrerheim.
Im Anschluß an den letztjährigen oberban--rischen
Kreislehrertag in Rosenheim wurde auch
das Bad Wendelsiein bei Brannenburg belich
tigt. Es entstand damit die Absicht, das Bad
als Erholungsheim des bayerischen Lehrervereins
zu erwerben. Die Verwirklichung oieser
Aksicht scheint indessen einstweilen noch zurück.
gestellt zu sein. Wie in den Blättern gemeldet
wird, hat der Hauptausschuß des Vereins beschlossen,
vorerst bie zur Erreichung des erforderlichen
Betrages von 200 000 Mk. von einer
Erwerbung oder Erbauung eines Heimes abzusehen.
Dos Chiemgausängerfest wird in diesem
Jahre in Wasserburg abgehalten. Es fänt
auf den 2. und J. Mai. Das Pro#gramm ist
varläusig schon fesigestellt. Dornack bringt der
Abend des 2. Mai den Empfong der Festgäsle.
ferner eine Delegiertenversammlung in der
Brauerei Stechl über der Brücke und eine Festlneipe
im Fletzingersaol. Der 3. Mai wird
durch Tagreveille eingeleitet. Um 9 Uhr be-