Stammwürze des Bieres. —51
4. In 87 werden die Worte „von 30 M“ durch
die Worte von 60 ¾“ ersetzt.
5. In 8 9 werden die Worte „von 2.4“ durch
die Worte „von 3 4“ ersetzt.
II. Diese Anordnung tritt mit der Veröffentlichung
im „K. B. Staatsanzeiger“ in Kraft.
München, Würzburg, Nürnberg, den 11.Jan.1918.
Die Kommandierenden Generäle:
von der Tann. Gebsattel. Könitz.
(Nr. 26 850.) Bekanntmachung betreffend Skammwürze
des Bieres. (St. Anz. Nr. 63.)6)
Die stellv. Generalkommandos I., II. und III. Bayer.
Armeekorps erlassen zur Sicherstellung des Bierbedarfs
des Heeres und der Zivilbevölkerung auf Grund Art. 4
Nr. 2 des Kriegszustandsgesetzes folgende
Anordnung:
8 1. Bier darf nur mit einem Stammwürzegehalt
von 6 vom Hundert oder mit einem Stammwürzegehalt
von 3,5 bis 4 vom Hundert hergestellt werden.
Bier mit einem Stammwürzegehalt von 3,5 bis 4 vom
Hundert darf nur unter der ausdrücklichen Bezeichnung
„Dünnbier“ abgegeben werden.
Auf obergäriges Bier finden diese Vorschriften keine
Anwendung.
§ 2. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis
zu einem Jahre, beim Vorliegen mildernder Umstände mit
Haft oder mit Geldstrafe bis zu 1500 4 bestraft.
§ 3. Vorstehende Anordnung tritt mit der Veröffentlichung
im „K. B. Staatsanzeiger“ in Kraft.
Gleichzeitig tritt die Bekanntmachung vom 2. Febr. 1917
gleichen Betreffs — „K. Bayer. Staatsanzeiger" Nr. 28
vom 3. Febr. 1917 — außer Wirksamkeit.
München, Würzburg, Nürnberg, den 15. März 1917.
Die Kommandierenden Generäle:
von der Tann. Pflaum. Könitz.
1) Anfgehoben durch Bek. vom 14. April 1917.