Metadaten : Realienbuch Nr. 3 (3)

II  naturgeschichte.  101

Menschen  verzehrtihafergrütze).
  —  Der  Mais
wird  in  allen  warmen
Ländern,  sowie  in  den
milderen  Gegenden  der
gemäßigten  Sonen  angebaut.
  Zuf  dem  Eipfel  des
Stengels  erhebt  sich  eine
große  Rispe  von  Staubblüten.
  Die  Stempelblüten
  bilden  dicke  Kolben,
  die  aus  den  Blattwinkeln
  entspringen  und
von  zahlreichen  Blättern
schützend  umhüllt  sind.
Die  meist  gelben  Körner
werden  als  Sutter  für
die  haustiere  verwendet,
dienen  aber  auch  dem
Menschen  zur  Uahrung
(Maismehl).  Bei  uns
wird  die  HPflanze  besonders
  als  Grünfutter
angebaut.

Unter  den  zahlreichen

wild  wachsenden  Gräsern  haben  besonders  die  für  uns  eine  große  Bedeutung,  die  die
Wiesen  und  Weiden  bilden.  —  Die  Quecke  ist  eins  unfrer  lästigsten  Unkräuter.

Unfre  Eetreidearten.  1.  Roggen.  2.  Weizen.  3.  Gerste.  4.  hafer.

2.  Gruppe.  Nacktsamige  Dflanzen.

19.  Familie.  Madelhölzer.

Die  Kiefer.

1.  Wurzel.  Die  Kiefer  bildet  besonders  auf  Sandboden  mächtige  Wälder  („Heiden“).
Mit  zahlreichen  weit  ausgreifenden  Wurzeln,  von  denen  sich  die  stärkste  wie  ein  Pfahl
(Pfahlwurzel)  tief  in  die  Erde  senkt,  hält  sie  sich  in  dem  lockeren  Grunde  fest.  Durch
dieses  Wurzelgeflecht  vermag  sie  auch  selbst  noch  aus  dem  ödesten  Sande  genügend
Wasser  und  Uahrung  herbei  zu  schaffen.

2.  Stamm  und  weige  sind  in  der  Jugend  mit  einer  rötlichen  Rinde,  später
mit  einer  dicken,  graubraunen  Borke  bedeckt.  Der  Stamm  verlängert  sich  in  jedem
Hrühjahre  um  ein  Stück.  Zuf  diese  Weise  entsteht  eine  kerzengerade  Säule,  die  eine
Döhe  von  fast  50  m  erreichen  kann.  Am  Ende  des  Stammes  bilden  sich  außerdem
alljährlich  mehrere  quirlförmig  gestellte  Sweige.  Daher  ist  der  Baum  aus  so
vielen  „Stockwerken“  zusammengesetzt,  wie  er  Jahre  zählt.  Die  5weige  verlängern  und
verzweigen  sich  fortgesetzt  in  derselben  Weise.  —  Schlägt  man  der  Kiefer  eine  Wunde,
so  fließt  ein  sehr  klebriges  Harz  hervor.  Es  verschließt  die  Wundstelle,  verwehrt  also