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Geschichte der Lehre, als Religion und Theologie betrachtet.
g. 32.
Geschichte des Arianismus.
Die Religion erschien im Ganzen genommen zu Anfang
dieser Periode meist noch unschuldig und einfach. Man hatte
sich zwar schon in der vorigen Periode über manche Puncte
oft und viel gestritten, man hatte verschiedene Versuche gemacht,
die Lehre vom Vater, Sohn und Geist bald philosophischer
bald biblischer vorzustellen. Auch an den Ideen von
der Person Christi hatte man gebildet, und diejenigen Artikel,
welche auf Beschaffenheit der äußeren Consociation Einfluß
hatten (Taufe und Buße), waren selbst unvermerkt anders
geworden, nachdem sich die ganze Einrichtung der Gesellschaft
bei weiterer Ausbreitung geändert hatte. Unterdeß
die eigentlich praktischen Fragen, wie denn der Mensch selig
werde, waren noch nicht einmal zur ordentlichen Untersuchung
gekommen, und manche Fragen waren noch nicht einmal
aufgeworfen worden, an die man dem Scheine nach zuerst
hätte denken sollen. "
Noch war auch keine Streitigkeit entstanden, welche
gleichsam den ganzen Kbrper der Kirche in Erschütterung gesetzt.
Alles war mehr local oder provinzial geblieben, und
selbst die Händel, welche in Afrika durch die Wahl des Bischofs
Cäcilian von Karthago veranlaßt wurden, blieben doch
in den Gränzen von Afrika. Die Dogmatik erhielt keine so
feierliche Bestimmung durch dieselben, als sie itzt durch eine
unglückliche, in Aegypten entstandene Controbers erhielt.
Der Artikel von der Person Christi oder genauer, die