150
Toscana. dell' Ab. C. M. Mecaui. P. I. II. Nap. 1255. 4.
Mutatori's Annalen waren das Muster des Verfassers.
B. Galuzzi istoria del gran ducato di Toscana. T. I-V. Firenze.
1781. 4. Der Jagemannische Auszug erschien Dresd.
und Leivz. 1785. 2. B. 8. Galuzzi begreift blos die Geschichte
des Mediceischen Hauses, ist aber für diese Periode das Hauptwerk.
An einer großen Menge archivalischer Nachrichten und
allen nur zu wünschenden Subsidien hat es ihm nicht gefehlt,
aber vielleicht oft wohl an einem recht beharrlichen Fleiß.
1. Die große Communen-Revolution, die im Mittelalter,
fast überall in Italien, die Haupt-Krise der ganzen
Landes-Verfassung gemacht hat, entwickelte sich im Lande
zwischen dem Macraflusse und der Tiher viel langsamer, als
in der Lombardie. Die Macht des Markgrafen, die gerade
im elften und zwölften Jahrhundert sehr groß war, hemmte
vielleicht gleich die erste Entwicklung derselben. Oder gedieh
sie schon deßwegen viel langsamer, weil sich im ganzen Lande
nur vier Städte befanden, und schwerlich viele Städte entstehen
konnten, da die schönsten Gegenden desselben voll Sumpf
und Morast waren, und die alte Fruchtbarkeit des Landes
durch langanhaltende Uncultur sehr gelitten hatte.
2. Pisa gedieh zu allererst, denn dort ist das Land vorzüglich
fruchtbar, die Lage zum Handel ist trefflich, und weil
Genua durch die Araber große Verheerung erfahren hatte,
zogen sich die Ligurischen Flüchtlinge nach dem Arno hin.
Florenz hub sich, wie Pisa durch Kriege und innere Uneinigkeiten
abnahm, und Siena bildete erst seit der Mitte
des dreizehnten Jahrhunderts einen blühenden Freistaat. Lucca
aber war auch damals noch unbedeutend.
3. Wie sich aber seit dem Anfang des dreizehnten Jahrhunderts
alles in den Italiänischen Städten in Welfen und
Gibellinen theilte, so war's auch zu Florenz. Es war