Der Fruchthalter (Gebärmutter, Uterus) ist in Fig. 2 und 3
dargestellt, sehr dunkel gehelten, wie büatreiche Organe in
Wirklichkeit immer ausschen. In Fig. 2 t er léer, seine
Höhle grösser, als sie in Wirklichkeit zu sein pllegt; die
dicken muskulösen Wandungen, die innere Schleimhaut, der
Beginn des Scheidenkanals dagegen sind im richtigen Ver- #
hältris Fig. 5 stellt ein „Ei“ im Alter. Lon 12 Wochen dar. 6
Um die einzelnen Teile voneinander besser hervortreten zu
lassen, haben wir die Eihäute im Gegensatz zum Mutterkuchen:
hell zeichnen lassen. Möän stelle sich die Höhle mit Frucht-,
Wasser angefüllt vor, in welchem die kleine Frucht. sich lrei,
bewegt und die hellen Eihäute sich zu einem Sacke schliessen.
Durch die Nabelschnur bleibt die Verbindung mit dem mütter
lichen Körper erhalten. In Fig. 1 und 4 sind die Stellungen
des Kindes im Mutterleibe vor und während der Geburt
naturgetreu dargesiellt. Man erkennt mit Erstaumen, wie
wenig Raum der kleine Körper bei solcher Lagerung einnimmt
und: Wie weckmässig letztere ist. An gefrorenen Leichen
war man imstande, diese Studien zu machen, indem man sie
von vorn nach hinten durchsögte und- dadurch bleibende
Bülder erlielt, die uns mehr Sagen, als die geistreichsten
Vorträge es venmgsn. In Fig. 1 stelt. der kindliche Kopl)
noch über den Beckenknochen und verändert auch noch seine
Lage, wie das vorliegende Armchen beweist; in Fig. 4 steckt
er schon zwischen dem Schambeia und dem Vorberg und wird
durch den von oben nach unten Eirkenden Druck in derselben
Richtung vorwärts getrieben, vodurch er eine längliche Gestalt
erhält. Die Armchen haben sich nach oben geschlagen,
die Fruchtblase hat sich nach unten vorgewölbt, der Geburtskanal
hat- sich verkürzt. Vergleicht man Punkt für. Punkt
Fig. 1. mit Fig. 4, so vird jedem die Ari, wie das Kind den
wütterlichen, Körper verlässt, klar vercen- «