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c) eine grölsere Beteiligung am wissenschaftlichen Unterricht in
den oberen Klassen aller Mädchenschulen,
d) Förderung ihrer praktischen Interessen.
Schon auf der Generalversammlung 1891 wurde beschlossen,
durch eine Petition an die deutschen Staatsregierungen
Gelegenheit zu einer gründlichen wissenschaftlichen
Vorbildung für die Lehrerinnen nachzusuchen. Von
der preufsischen Regierung erfolgte eine wohlwollende Antwort
mit dem Hinweis darauf, dals einschlägige Erwägungen
bereits iın Ministerium stattfänden.
Dieselbe Antwort war kurz zuvor dem Deutschen Verein
auf eine Petition verwandten Inhalts zu teil geworden. Der
Verein hatte inzwischen den Bestrebungen der Lehrerinnen
grölsere Förderung widerfahren lassen und auf seiner Heidelberger
Versammlung im Herbst 1890 eine besondere „Abteilung
für Angelegenheiten der Lehrerinnen“ begründet.
Ohne sich zu den ausgesprochenen Zielen des Allgemeinen
Deutschen Lehrerinnenvereins zu bekennen, sucht der Vorstand
dieser Abteilung die Interessen der Lehrerinnen, besonders
auch die geistigen Interessen, nach Kräften zu fördern.
Der Allgemeine Deutsche Lehrerinnenverein hat sich inzwischen
über Erwarten schnell entwickelt. Schon am
Schluls des ersten Vereinsjahres zählte er über 3000 Mitglieder;
heute umfalst er 37 Zweigvereine und zählt im ganzen
ca. 5000 Mitglieder. Auch die deutschen Lehrerinnenvereine
im Auslande (in England, Frankreich, Italien und Amerika)
gehören ihm an. Durch Erörterung methodischer und pädagogischer
Fragen, Einrichtung von Fortbildungskursen u. s. w.
sucht er die geistigen, durch eine weitverzweigte Stellenvermittelung,
Begründung von Krankenkassen, Ferien- und Altersheimen
die praktischen Interessen seiner Mitglieder zu fördern.
Die weiteren Bestrebungen der verschiedenen Vereine
werden bei Preulsen zur Erörterung kommen.