Contents : Allgemeines Staatsrecht.

Zeittafeln  zur  Entwicklung  des  Deutschen  Reichs.  71

 

Änderungen  im  Kollegium.
1623  kommt  die  Pfälzische  Kur  an  Bayern.
1648  wird  für  die  Pfalz  eine  8.  Kurwürde  —  das  Erbschatz—
meisteramt  —  geschaffen.
1692  erhält  Hannover-Braunschweig-Lüneburg  eine  Kurwürde  —
die  9.  —  das  Erzbanneramt.  (1708  vom  Reichstag  anerkannt.)
1777  wird  die  Bayrische  Kur  —  Erztruchsessamt  —  mit  der  Pfälzischen
verbunden.  Das  Pfälzische  Erbschatzmeisteramt  fällt  an  Hannover.
Nunmehr  also  nur  8  Kurfürsten!
1803  Der  Reichsdeputations-Hauptschluß  beseitigt  die  geistlichen  Kuren
Trier  und  Köln;  die  Mainzer  Würde  kommt  nach  Regensburg.
Somit  6  Kurwürden:  Mainz-Regensburg,  Sachsen,  Bayern,
Hannover,  Böhmen,  Brandenburg.  Dazu  treten  noch  4  neue:
1.  Kurfürstentum  Salzburg  (für  den  Großherzog  von  Toskana).
2.  Württemberg.
3.  Baden.
4.  Hessen-Kassel.
Bei  Auflösung  des  Reichs  am  6.  8.  1806  gab  es  also  10
Kurfürsten.  Die  4  zuletzt  ins  Leben  gerufenen  haben  niemals
gewählt.
Für  Hessen-Kassel  hat  sich  der  Titel  bis  1866  erhalten.

 

1378—1400  Wenzel  (Luxemburger).  Rheinisch-Schwäbischer  Städtebund.
  Verbindungen  des  Adels.
1410—1437   Sigismund. 

  1414—1418  Konstanzer  Konzil.  Beseitigung  des  Schisma.  Huß'

Verbrennung.

415  Friedrich  VI.  von  Hohenzollern,  Burggraf  von  Nürnberg
wird  auf  dem  Konzil  zum  Kurfürsten  und  Erzkämmerer  von
Brandenburg  ernannt.  (Hier  Friedrich  I.)

1411  Bereits  1411  war  ihm  auf  dem  Reichstag  zu  Ofen  die
erwaltung  der  Mark  B.  übertragen.

                             1438—1740  Die  Habsburger.

1438—1439  Albrecht  II.  von  Oesterreich.

1439  —1493  Friedrich  III.

1450  Johann  Gutenberg  in  Mainz  erfindet  die  Buchdruckerkunst.
1492  Kolumbus  entdeckt  Amerika.

1493—1519  Maximilian  I.  (der  letzte  Ritter.)