Metadata : Blätter für Rechtsanwendung. XLV. Band. (45)

2.  9-16,  (Dr.  4,  13—16.  18.  22.  24.  36).  239

14.  (Dr.  4,  22).
Itisbureh  tradidit  sancto  Bonifacio  proprietates  saas  in  villa  Fo.  144  a.
ejas')  nominis  in  Gartaha  marca  cum  familiis  et  prole  eorum.

|  15.  (Dr.  4,  24).

5  Ymma  tradidit  sancto  Bonifacio  bona  sua  in  pago  Wingarteiba
in  villa  Tunnaha  ?)  omnia,  quecunque  habnit  in  domibus,  agris  et
familiis,

16°).  (Dr.  4,  25).
Tradidit  Blensvint*)  Deo  et  saneto  Bonifacio  bona  sua  in

der  „Pfarrhof“,  Kapellenbrunnen  etc.  gehörten  (östlich  von  Nordhein  OAB.
Brackenheim  S.  365).  Dagegen  wird  das  „wiler  Hetenbach“,  das  zur  Herrschaft
  Lichtenberg  gehörte  und  von  Eberhard  dem  Greiner  an  Bernolt  von
:  Urbach  als  Lehen  verliehen  wurde,  das  heutige  Jeditenbach  OA.  Marbach  sein.
WVjh.  8,  132.

1)  Ejus  kann  sich  nicht  auf  den  Namen  Grumbach  in  c.  4,20  beziehen,
so  dass  an  Ober-  und  Untergrombach  bad.  BA.  Bruchsal  zu  denken  wäre,
auch  kaum  auf  den  in  den  Lorscher  Traditionen  n.  202,  470  genannten  Ort
Crugenbaech,  der  hier  in  der  erweichten  Form  Grumbach  abgekürst  zu  denken
wäre,  denn  dann  müsste  ejusdem  stehen.  Juntweder  ist  ein  Ort  Itisburch  gemeint,
  der  sonst  nicht  bekannt  ist,  oder  bezieht  sich  ejus,  was  wahrscheinlicher
ist,  auf  das  folgende  Gartaha  marca,  also  ist  Gartach  in  der  Gartacher  Mark
gemeint.  Ob  das  Gross-,  Klein-  oder  Neckargartach  sein  soll,  lässt  sich  nicht
entscheiden.  --  °)  In  der  Urkunde  des  Abts  Hatlo  über  seinen  Tausch  mit  K.  Ludwig
  dem  Deutschen  vom  18.  Juli  845  (C.  D.  554)  genannt,  und  in  WU.  1,132,
wo  die  Urkunde  nach  dem  Abdruck  Schannats  mit  dem  falschen  Jahr  846  und
der  falschen  Form  Thuna  gegeben  ist,  auf  Domeneck  Gem,  Züttlingen  bei
Möckmühl  gedeutet,  was  auch  H.  Bauer  billigie.  Zeitschr.  d.  hist.  Ver.  f.
wärtt.  Franken  5,82.  Aber  genauer  entspräche  Tynnichshof,  Tennichshof,  der
heutige  Schhoärserhof  bei  Möckmühl,  dessen  Name  die  OAB.  Neckarsulm  $.  532
allerdings  von  den  Duming  auf  Domeneck  herleitet,  aber  die  Gleichung  Tümmings-,
  Tümmigs-,  Tynnichs-,  Tennichshof  ist  nicht  ohne  Bedenken.  Tunnaha
würde  fränkisch  genau  Tünnich  ergeben  oder  nach  frünlischem  Volksdialekt
Tännich  (cf.  Fürst  =  Füärst  etc.).  Vgl.  aber  auch  die  Möckmühler  Elurnamen
Innig,  Ehnig,  was  wohl  von  den  Topographen  missverständlich  für  D’  Innig,
D’  Ehnig,  Tinnig,  Tennig  gesetet  ist.  Darüber  scheint  kein  Zweifel  zu  sein,
dass  der  Ort  in  der  Gegend  von  Möckmähl  und  Züttlingen  zu  suchen  ist,  obgleich
  diese  Orte  nicht  in  die  Wingarteiba,  sondern  in  den  Jagstgau  gehörten.
—  3)  Zu  diesem  Urkundenaussug  vgl.  noch  die  echte,  aber  von  Iusberhard  durch
den  Zusatz:  ...ipso  (sc.  Carolo  imperatore)  presente  et  confirmante  et  anuli
suf  impressione  roborante  et  precipiente,  ut  hec  oadem  traditio  nullam  patiatur
  injuriam,  verunechtete  Urkunde,  C.  D.  189.  Die  Urkunde  fällt  in  die  Zeit
des  Abtes  Baugulf  780-802,  nach  Folts  (Forschungen  z.  D.  Geschichte  18,  606)
wollte  sie  Eberhard  in  das  Jahr  802  gerückt  wissen.  —-  ')  Nach  der  vollständigen
  Urkunde  heisst  die  Schenkerin  Bleonsvind,  die  sich  in  ein  Frauenkloster