406 Oberpfalz u. Regensburg.
zwischen 972—994 genannt; Sollern (Sollern), zwischen 1037—1039; Fibohus
(Viehausen), zum J. 1031; Scamahopta (Schamhaupten); Otrichestorf
(Ottersdorf); Hasinaker (Hächsenacker), zum J. 1028; Tollunhowun (Dollnhof);
Pondorf (Pondorf); Wolfsbuch, zum J. 1087; Gundolvingen, zum
J. 1031 beurkundet.
Aus dem nördlich sich anschließenden Landgerichte Hemau finden wir:
Scambach (Hohen-Schambach) in pago Nortgouue, in comitatu Beringeri
comitis, welches am 1. Nov. 1007 durch K. Heinrich an sein neugegründetes
Hochstift Bamberg kam und 1127 28. August durch K. Lothar demselben
bestättigt wurde; den locus Eichneberg (Eichelberg) in pago Nordgouue,
in comitatu Heinrici comitis, zum 11. April 1054 beurkundet; Pereharteshusa
(Beratshausen), schon 866 erwähnt, dann 5. Mai 1025 und 19. Mai
1024 als Aufenthaltort K. Konrad II. genannt. Nach den fulda'schen Aufzeichnungen
soll ein Herzog Otto, wohl der letzte Markgraf aus dem Hause
Babenberg auf dem Nordgau, seit 1017 auch Herzog von Schwaben das
oppidum in regione Noricorum Berharteshusa an Fulda geschenkt haben;
Frumdorf (Ober-Pfraundorf), zum J. 866; endlich Scornashova (Schrozhofen),
das wir schon oben als einen Ort der Westermannomark nachgewiesen
haben.
Wandern wir nördlich weiter aufwärts in das Landgericht Parsberg
finden wir die gleichfalls schon als Gauorte der Westermannomark genannten
Prointala und Reitinpuoh, dann das um das J. 866 erwähnte Tegarindorf
(Degerndorf, an der Laber); Haid (Heid) zwischen 1044 und 1017
angeführt; ferner die als dem Nordgaue angehörig bezeichneten Orte: Ualehinga
(Oberweiling); Durnin (Dürn) und Mantalahi (Mantlach), von denen
ersteres am 20. Nov. 1002, die beiden letzteren am 8. Febr. 1004 an die
alte Kapelle zu Regensburg gelangten; gleichfalls als Ort des Nordgaues
zeigt sich am 6. Juli 1008 Machindorf (Machendorf); Puolenhoven (Püllenhofen),
wo das Stift Obermünster seit der zweiten Hälfte des eilften Jahrhunderts
begütert war. Von Havekesberg, Habechsberg (Habsberg) schrieb
sich der zum Jahre 1036 erwähnte Gatte einer der schweinfurtischen Erbtöchter.
Das weiter links der Lautrach gelegene Eidrateshusa (Adertshausen) reicht
urkundlich bis 864 zurück.
Da das Landgericht Neumarkt aus dem vorne bezeichneten Zeitraume
nur das schon bei dem Sulzgaue angeführte Mülhausen, das Landgericht Hiltpoldstein
nur Leibestat (Laibstatt) zum Jahre 1080 darbieten, schreiten wir
gleich zum Landgerichte Kastl vor, in welchem zwischen 8417—861 die Kapelle
zu Alarespurc (Allersburg), im Jahre 1031 eine Mühle an der Lautrach im
Orte Alarespah — nach dem spätern Sct. Emmeram'schen Saalbuche identisch
mit Allersburg, — dann weiter oben an der Lautrach, die aus der Reichstheilung
des Jahre 806 durch Karl den Großen als zum Nordgaue gehörige
Villa Lutrahahof (Lauterhofen), dann Arnhelmashova (Amelhofen), seit 864