W man noch nicht. Seine Stellung war ja längst
mhaltbarZoischen den muselmanischen Aufständischen
ad der Bevölkerung Valonas ist ein Uebereinkommen
Ulet worden. Die kot-schwarze Fahne wird gehißt. Die
lusständischen werden morgen in die Stadt als Freunde
inziehen, nachdem die Ablsetzung des Fürsten und der
iegierung anerkannt worden ist. Die Notabeln Volonaos
tgrilsen unter grotzer Begeisterung von der Stadt Besig.
Die Papstwahl.
Rom, 1. September.
Nachdem heute früh Kardinal Agliardi eine hellige
Nelse gelesen und die Kardinäle die beilige Kommnione
mpfongen hatten, versammelten lsie sich auf dos
seichen der Glocke im Konklave. Auf dem Peterspla,
zo Truppen ausgestellt sind, bewegt sich eine neugierige
Uenge, darunter viele Priester. Alle blicken nach dem
schornstein ous Zink auf der Sirtinischen Kapelle, aus
elchem der Rauch der nach sledem Wahlgang verrannten
Stimmzettel, die Sfumata, aufstelgen wird.
slor der Pforte hält der Konklave--Marschall, Fürst
hige, mit 14 Schwelzern die Ehrenwach:. Die Drehzeuze,
durch welche die Verbindung des Konklave mit
tt Außenwelt Hergestellt werden, werden von Kapitäten
des Konllave, apostolischen Protonot r#e### und Prälien
uberwacht.
Heute vormitlag 11 Uhr 36 Minuten stieg der erste
auch auf, das Zeichen dafür, daß die erste Abimmung
für die Papflwahl zu keinem Eegebais führte.
liele Tausende von Personen waren aus dem St. Peveplatz
versammelt. Sie zerstreuten sich. Ils der Rauch
uirschwand. Um 11.45 Uhr siieg zum zwesten Male
auch auf. Dies läht vermuten, daß am Vormiktag
bei Abstimmungen stattsonden, welche ergebnieles blieien.
Heute vormittag begaben sich die Gesandten Preuins,
Vayerns und Rußlands, sowie der argentinische
eschäftsträger und andere Diplomaten beim Heiliin
Sluhl in den Vatikan.
hie vierte bayerische Verlufkilste.
München, 1. September.
Tie heute vom bayer. Krlegsministerlum ausgegebene
lerlustliste Nr. 4 weist 371 Namen auf und zwar 38 kot,
) schwer verwundet, 159 leicht verwundet und 125 veribt.
Auf die einzelnen Regimenter verteilt, ergibt sich
agendes: 15. Insanterieregiment: 3 tot, 2 schwer verundel,
21 leicht verwundet, 2 vermitzt. — 16. Infanrietegiment:
1 tot, 8 schwer verwundet. 51 leicht verundet,
4 vermißt. — 4. Kavalleriebrigade (Stab):
tol, 1 leicht verwundet. — 1. Ulonenregiment: 12 tot,
3 schwer verwundet, 34 leicht verwumdet, 66 vermißt.
—2. Ulanenregiment: 13 tot, 38 leicht verwundet, 44
ermißt. — 6. Chevaulegerregiment: 2 schrwer verwunt1.
2 leicht verwundet, 9 vermi##. — 5. Feldartilleriegiment:
2 tot, 4 schwer verwundet, 3 lelcht verundet.
— 8. Feldortillerieregtment: 6 tot, 15 schwer
twundet, 9 leicht verwundet.
Für unsere Gegend enthält die Verlustliste folgendes:
. Insanterieregiment: Infanterist Jolef Sturainer aus
larnbach, leicht verwundet, Kopfschuß; 16. Infanteriegiment:
Infanterist Karl Irg aus Rosenheim, leicht
twundel, rechter Arm; Gefreiter Josef Graßl aus
erchtesgaden, leicht verwundet, linkes Bein; Infantist
Sebastian Lazarus aus Moais, leicht verwundet,
auch und Arm: Gefreiter der Reserve Johann Not
aus Wasserburg; schwer verwundet; Infantccift
corg Maier aus Burghausen, tot; Unterofsizier der
esetot Paul Ronge aus Pfassenreu-b, leicht vermdet,
rechter Arm, vermißt; Infanterist Joh. Tlefenaler
aus Parsdorf, leicht verwundet, rethter Arm;
nfanterist Michael Henghuber aus Hehen, leicht verindet,
linker Arm; Gefreiter Franz Roider aus Sal.
ef, leicht verwundet, lnkes Bein; Gefceiter Johann
uchsellner aus Traunstein, leicht verwmundet, Kopf;
Nonserist Johann Breuninger aus Schwindkirchen, verz#;
Insanterist Josef Heringer aus Vorbusch, leicht
rmundet, rechter Arm; 1. Ulanenregiment: Leutnont
Freiherr von Syburg zu Sümmern aus Lenggries,
1: Ulan Otto Fesenmayer aus Hausham, vermißt;
Chevoulergerregiment: Chevauleger Mar Aichhammer
* Achthal, leicht verwundek, Gesäß; d. Feldartillerie.
liment: Kanonier Josef Schachiner ous Altötting,
wer verwundet, rechter Arm; Kanonier Gg. Bauereiß
* Trudringen, leicht verwundet, linke Hand, ge-3werische
Nachrichten.
Grafenwöhr, 1. Sept. Unter den 5000 gemaenen
Franzosen befinden sich etwa 2500
eerwundete, von denen in den letzten Lagen zmei
stocben find. Zahlreiche französische Offitte
ahmen als Leibtragende an der Beerd.
ing
OMberland.
Hüähhisor . 1. Sept. Dahier starb gestern
2 allseits bekannte Kommisiär Herr Jolef
llner. Fax gleichgeitig mit dem Ableben desben
traf auch die guernic Meldung ein.
dessen Sohn go Lder Marine den
esdentod für das lich rben sei. Vak
und Sohn wurden alfe 8 de vereint.
·
Rosenheim, 2. Seotember.
Der Landsturn t gestern eingerückt. Alle
sind gekommen, welcke dazu aufgeboten waren,
alle mit dem gleichen Mannesmut und cder glei.
chen Unerschrocenhet, der alle anderen auch
beherrcht, die vor ihnen schon ins Feld gezogen
sind. Wenn auch schon zwanzig Jahre
versm#ihen sind, seitdem sie des Königs Nock
truge en. so ließen sie doch an militärischer Dis.
Kplin preten vermissen. Strammen Schriltes
!. sic der Musik, welche sie zum Bahnbof
geleitete. Da gab es keine Unzufriedene.
alle solgten freudig dem Rufe ins „Felo. Auch
der Landsturm stellt voll und ganz einen Mann,
wenn ct auch nicht in die Front Gestellt wird.
Fahnenschmuck tragen heute oie staallichen
und slädtischen Gebäude. Er ist angeordnet
werden aus Anlaß des Sedantages und
des Sieges in Ostpreußen über die Russen.
Auch viele Privathäuser sind beflaggt. Mit
Recht! Denn wie vor 44 Jahren, do stehen wir
auch jetzt wieder siegreich in Feindesland.
Eine Landsturmriege wird oer Tuenverein
Rosenheim von 1860 errichten. Dadurch
soll allen unausgebildeten Landsturmpflicktigen
Gelegenheit gegeben werden, sich in oen notwendignen
mililärischen Bewegungen üben zu
können, bis sie unter die Fahne gerufen weroen.
Dieser Schritt des Vereins ist umsomehr m begrüßen,
als auch Nichtmitglieder ohne weilere
finanzielle Verpflichtungen an biesen Uebungen
teilnehmen kömen. In einer Versammlung soll
weiter dozu Stellung genommen werden. Wir
machen auf das Inserat darüber in der heutigen
Nummer besonders aufmerksam.
Unsere Schützen. Der Chiemgauschützenbund
(Si#ß Tiaunflein) hat beschlossen, mit Rücsicht
aus den Ermst der Lage das für heuriges
Jahr auf den 15. August in Ruhpolding angesetzte
Bundesschießen abzusagen, den für den
Festort nach den Statuten zu FKeMillkgenden Betrag
von M. 500 aber der Rönigin von Bapern
zu Hilsszrecken zur Verfügung zu stellen. Das
Hosmarschallamt der Königin bemerkt nun zum
Schlusse seiner Empfangsbestätigung: „Ihre
Majestät die Königin werden diesen Allerhöchtr
zur freien Verfügung gestellten Betrag imsSinne
der freundlichen Geber verwenden und zwar.
teils füc das Note Kreuz, teils Zur Fürsorge für
Angehb##ige von Kriegsteilnehmern, beidez im
Begreie des Chiemganes.“ Somit wäre der
Wunsch so mancher dem Chiemgau-Schützenbunde
angehörenden Gesellschaft, obigen Betrag
den Kriegsteilnehmern oder deren Angehörigen
aus dem Chiemgau zugute vommen #u
lassen, erfüllt.
en Kanzenunterstüung-: Verein
„Konkordia“ spendete für das Rote
Kreuz 50 Mark. Jur Unterstützung von Angehörigen
der in das Feld abgerufenen Mitglieder
steht ein Betrag von 700 M. Hur Verfügung,
welcher an dürstige Angehörige verteilt werden
oll.
Ans dem Bezicksemtsblalle.
Belreff. Feiltagelellung #ur Invallden- und Hinterbllebenenversicherung
Die Beitragsleistung zur Invaliden= u. Hinterbliebenenversicherung
bleibt auch während des
Krieges unverändert fortbestehen, wie anderseits
auch die Gewährung der gesetlichen Invaliden=
und Altersrenten, sowie der Hinterbliebenenbezüge
ihren Fortgang nimmt. Es sind
demnach für alle Personen, welche in einer
versicherungspflichtigen Beschäftigung stehen, von
den Arbeitgebern bei der Lohnzahlung Beitragsmarken
der vorgeschriebenen Wohallaf in
die Aeittungslarten einzukleben und zu entwerten.
Dies gilt auch für die dushilfsweise
zur Erntearbeit herangezogenen Personen, wenn
diese sonst berufsmäßig Lohnarbeit verrichten u.
nicht lediglich gegen freien Unterhalt (Kost und
ohnung) orbeiten. Auf vorschriftsmäßiger
Beitragsleistung muß auch im Interesse der
Verlicherungsanstolt uumsomehr bestanden werden,
als einerseits in Folge des Krieges die
Pflichtleistungen der Versicherungsanstalt eine
erhebliche Sleige * ng erfahren, andererseits aber
in Folge des Wegfalls der Beitragsleistung für
die zum Militärdienst einberufenen männlichen
Versicherten die Beitragseinnahmen wesentlich
zurücgehen werden.
Für die derzeit zu militärischen Dienstleistungen
eingezogenen Versicherten u. deren Familien
gewinnt die Invaliden= und Hinterbliebenenversicherung
nunmehr wegen der besonders
drohenden Gefahr der Invalidität und des Ablebens
eine erhöhte Bedeutung. Diese Versibberten
oder, soferne dieselden schon eingerückt
sind, deren Angehörige tun gut. wenn sie die
Quittungskarten in Ordnung bringen, d. h., dieselben
mit allenfalls bis zur Beendigung der
Arbeit noch rückständigen Beitragsmarken be-
lleben lassen, und bei der Gemeindebehörde ge-*
Bescheinigung behuso Einsendung an die
ersicherungsanstalt einliesern. In diesen Quit-
tungskarten und den Aufrechnungsbescheinigun-
gen ist von der Gemeindebehbrde vorzumerken:
eiuron. Neue Quittungskarte nicht ausge
e 7
Nachdem militärische Dienstleistungen, gleichviel
ob pflichtige oder freiwillige, in bilmachungs-
und Kriegszeiten als Wochenbeiträge
2. Lohnklasse angerechnet werden, ist eine Marlenverwendung
während, solcher Dienstleistungen
nicht erforderlich. Dies gilt aber nur für
solche Personen, die vorher berufsmäßig nicht
nur vorübergehend versicherungspflichtig beschäftigt
gewesen sind; fz die freiwfllig.
Versicherten müssen auch während militärücher
Dienstleistungen wenigstens in dem zur Au
rechterhaltung der Anwartschaft erforderlichen
Umsange Beitragsmarken verwendet werden.
In Zweifelsfällen wende man sich an das
unterserligte Versicherungsamt um Auskunft.
Aus dem Gerichtsfaale.
Ein unangenehmer Gläubiger.
Traunstein, 2. Sept. Der Oekonom
Schönbauer in Kolbermoor schuldete dem Unterhändler
(Georg Zacher in Stephanskirchen *
Marl. Eines Tages erfuhr Jacher, daß sein
Schuldner einen Pferdehandel Ssrag0o hat.
Er bedrängte ihn daher, erreichte aber sein Worhoben
nicht. Um sich auf andere Wise zu
entschädigen. drangen kurz darauf der Angellagte
mit dem mitbeschuldigten Taglöhner Josef
Stangl von Kolbermoor in den Stall Schönbauers
und trieben trotz des heftigsten Protestes
der Ehefrau des Schuldners eine Kuh fort. Dabei
bedcohte Zacher die Schönbauer mit Erstecken.
Dos Landgericht Traunstein verurteille
den Zacher nunmehr n 5 Monaten Gefängnis.
während Stangl mit 5 Tagen Gefängnis daponiam.
Fut die Zurũckgeblie benen sind bei der Stadtlämmierei
weiter eingegangen:
5 Uebertrag: 13847.64 Mark
Ungenannt 2 30.— Mark
F. D. *r 10.— Mark
Ruberklub RKosenheim 125.— Mark
Frau Therese Baier 3.— Mark
K. E. 13.— Mark
L. 10.— Mark
Sterzer Lorenz 5.— Mark
L. J. L. 50.— Mark
J. 20.— Mark
A. H. „Gott lasse Frieden werden!“ 20.— Mark
Obeingenieur Karl Ellässer
ein goldenes Kettenarmband
A. N. 20.— Mark
K. Bankvorstand Seiffert 30.— Mark
Kaufmaonn Klepper 20.— Mark
Stammtisch „Auerbrauerei““ 10.— Mark
Ungenannt 3. Beitrag 20.— Mark
4. Kirchensammlung (Kalh. Frauenbund) 126.— Mark
Sühneversuch 14.— Mark
K. 100.— Mark
Von einer Köchin 20.— Mark
J. V. 5.— Mark
Fa. Krottenhauser 10.— Mark
M. B. 5.— Maoark
G. R. N. " ". 5.— Mar
N. Kr. —. 75 Mark
K. Mojor Hutter 100.— Mark
Von e inem Beistlichen 100.— Mark
Summa:
2 ·.—.
Für das Rote Kreuz im Krieg sind weiter bei uns
eingegangen:
rttag: 2398.52 Mart
Von den Eösten des ia rnnt 20.— Mark
Ungenannt 10.— Mark
Herrmonn 8.— Mark
Regina Hötzendorfer 2.— Mark
A. B. 20.— Mark
M. N. 3.— Mark
.
—#
r—
2
—.
Aus Mariechens Spargeld 1.— Mark
Sophie, L. A. und K 5.— Mark
Zwei Schwestern 25.— Mark
Müller-Kr.-U.-Verein 20.— Mark
Summa: 23527.51 Mark
—
Für die Angehörigen-Unterstützung sind bei unserer
Inseratenverwaltung lerner eingegangen:
Uebertrag: 1634.— Mark
Aus der Sparkasse von Trudi und
Thildl Broichmann 1.— Mark
Ob. aus Schwacg in Tirol 5.— Mark
Aug. Thanner, G
Elekttrotechn. Illeeiienbhureas 25.— Mark
gaul H. 3.— Mark
Marie D. —. 50 Mark
Ein Dienstmädchen 5.— Mark
F. S. 5.— Mark
Ungenannt 10.— Mark
M. G. 7.— Mark
Sophie, L. A. und K. #1# 5.— Mark
Zwei Schwestern 25.— Mark
Summa: 1723.50 Mark
Welteren Gaben lsehen wir gerne entgegen.
T:,NMa
Der Weltkrieg.
(Amtliche Melbungen des WI.)
Tie Festung Givet gefallen. ".
Berlin, 2. Sept. Aus dem großen Hauptquartier:
Die Festung Givet ist am 31. (Givek
ist eine Grenzstadt im franz. Departement Ardennen
mit etwa 5000 Einwohnern.
Maas und der Bahn Charleville-Namur und ist durch
erbaute Fort Chorlermont beseli#gt.
Inzwischen sind weitere Befestigungen daju gekommen.)
Augutt gesallen.
Die Stadt liegt an der
das von Karl V.
Die Riesenschlacht in Galizien und Polen.
Berlin, 2. Sept. Ueber den Fortgang der Niesenschlacht
in Galizien und Polen meldet die „Vosstsche
Zeilung“ Auch am siebenten
Tage wird die Riesenschlacht mit den gleichen
Anstrengungen sorlgesetzt, ohne daß bisher die Entschei-Sie
steht indessen für die
aus dem Kriegspressequart'er:
dung schon gefallen wäre.
allernächste Zeit bevor.
Dos isolierte Paris. ½
Rom, 2. Sept. Nach dem „Corriere d'Jlalia“ ist
Paris vom übrigen Frankreich vollftändig isolier.. Auch
der Telegraph Paris-Mailand ist unterbrochen. Alles
Leben in Frankreich stockt. Ueberall herrscht grenzenloser
Schrecken, Verzweiflung, Not und allgemeine Arbeitslosigkeit.
Nur eines halte einigermaßen den französischen
Mut aufrecht, nämlich die Hoffnung auf die Ankunft
englischer Verstärkungen.
"
Deutsche Flieger über Paris.
Rotterdam, 2. Sept. Das „Berl. Tageblatt“
meldet: Am letyten Augusttag erschien wiederum ein
deutsches Flugzeug über Paris und warf Bomben,
die aber keinen Schaden anrichteten. Gestern ist abermals
ein deutsches Flugzeug über Paris erschienen.
Russische Scheußlichkeiten. *7
Berlin, 2. Sept. Der „Berl. Lok.-Anz.“ berichtet
über russische Scheußlichkeiten gegen deutsche Landsleute
in Dambrowa. Ein deutscher Geschaftsmann erzählt über
russische Truppenzusommenziehungen am 11. Juli. Als
er am 17. Juli auf der Bank sein Guthaben erheben
wollte, wurde zu ihm gesagt: „An die deusschen Schweinehunde
wird nichts mehr bezahlt.“ Am 18. Juli kam
der Ausweisungsbefehl. Die Schwägerin des Geschäftsmannes
und seine Kinder wurden don Kosaken erschlagen.
Seine Frau wurde von den Kosaken mißbraucht
und er selbst gezwungen, diesen verbrecher'schen Scheußlichkeiten
zuzusehen, indem man ihm den Säbel auf die
Brust setzte.
(Richtamtliche Melbungen.)
Amerikanische Mithilfe.
Berlin, 2. Sept. Wie dem deutsch-amerikanischen
Wirtschaftsverband mitgeleilt wird, brablichtigen die
Deutsch- Amerikaner, durch ihre Organis#tion cinen Fond
von 2 Millionen Mark Dollars aufzubringen zur Unterstützung
der Hinterbliebenen deutscher Gefallener.
Der Rückzug der Franzosen.
Rotterdam, 2. Sept. Eine gestern Abend vom
franz. Kriegsministerium erschienene Mitteilung ergeht sich
sehr offenherzig über den Rückzug der franz. Armeekorps
und gesteht mehrere Schlappen und Niederiagen
ein.
Die Lage in Rußland. 1
Köln, 2. Sept. Ein in den letzten Togen aus
Rußland zurückgekehrter Deutscher erklärt in der „Köl.
nischen Zeitung“. daß die russische Bauernschaft teilweise
dem Rufe zur Fahne nur widerwillig gefolgt sei. Die
Arbeitermassen seien außerordentlich unzufeieden, so dah
der Ausbruch einer Revolution sast mit Sicherhelt zu erwarten
sei, falls es gelingen würde, der rusfischen
Armec eine entscheidende Niederlage beizubringen. Durch
den Ausfall der russischen Ernie seien Scho erigkeiten
in der Ernährung des russischen Heeres vorauszulehen.
Die Kriegssteuer wird bezahlt.
Rotterdam. 2. Sept. „„Daily Erpreßg“ meldct,
daß die der Stadt Brussel auferlegte Kriegssteuer, für
welche die Herren Soloay, Baron Lambert Rothschud
und Baron Empoin in Brussel als Geiseln gefangen gefangen
genommen wurden, bezahlt werden wird. Die
Kriegssteuer beträgt 200 Millionen.
Verwundete Engländer in der Heimat.
Düsseldorf,. 2. Sept. Nach Berichten aus London
trasen am dortigen Waterloobahnhof verwundete
englische Soldaten ein. Sie wurden von einer großen
Menschemmenge mit Jubel begrübt. Sie erklärten, daß
lie wahrend des ganzen Vormarsches nicht gewußt haben,
wo sie sich besanden. Ein Veteran sagte, vaß der
Burenkrieg im Vergleich zu diesem Kriege ein Picknick
gewesen sei.
wWetterberic̃t L
für Dasmerslag, 3. Sepiember.—
Keine Aenderung.