Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Zwölfter Band. (12)

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an  Länd  bie  und  da  gewonnen  hat,  nicht  so  betraͤchilich,
Daß  es  auch  nur  einen  Zuwachs  von  etlicheit  tausend  verürsachen
  koͤnnte,  und  diejenigen  beträchtlichen  Stücke,  wodurch
Wirtemberg  seit  1622  vermehrt  worden  ist,  sind  auch  urcht
Unter  obiger  Schätzung  einer  halben  Million  mitbegriffen.
Wirtemberg  hat  gegenwärtig,  ohne  Mömpelgard  und  Justin=Zen
  mitzuzählen,  eine  halbe  Million  Seelei.

Gegen  diese  ganze  Berechnung  lasfen  fich  einige  sehr
wichtige  Einwürfe  machen,  ohne  deren  Beantwortung  ich  nicht
weiter  gehen  konnte:

4)  Woher  weiß  man,  daß  hier  unter  dem  Auêdruck
Mannschaft  alle  wehrbaren  Männer  und  nicht  bloß  ledige
Pursche,  nicht  bloß  die  gewöhnliche  Landmiliz  zu  verstehen
seven?  Wiren  bloß  ledige  Pursche  oder  Landmiliz  darunter
zu  verstchen,  so  würden  wir  eine  ungeheuer  große  Anzahl  für
die  damalige  Bevolkerung  Wirtembergs  bekommen,  rine  Anzahl,
  von  der  fast  nicht  begreiflich  wäre,  wie  sie  das  Land  besonders
  bei  seinem  damaligen  Klima,  bei  den  noch  viel  gri
Pern  Wäldern  und  häußigern  Seen  hätte  fassen  und  crnähren
kunen.  Und  dieser  vorläufige  Verdacht,  daß  also  unwöglich
bloß  Landmiliz  oder  ledige  Mannschaft  könne  verstanden  seyn,
wird  durch  die  damaligen  Umstände  noch  sehr  ethöht.  Wird
man  wohl  in  einer  so  diingenden  Noih,  als  die  damalige
war,  welche  Wirtemberg  betraf,  aus  der  Landmiliz  erst  noch
eine  Auswahl  machen?  Wird  sich  nicht  Alles,  was  Kräfte
hat,  der  Vertheidigung  des  Vaterlandes  unterziehen  müssen,
und  erst  alsdann  aus  der  ganzen  Masse  wird  in  einein  solchen

ein  Beträchtliches  nachgegeben  habe.  Aber  je  großmüthiger  bei
der  ganzen  Rechnung  verfahren  wird,  desto  bündiger  sind  alle
Schlüsse,  die  sich  zum  Vortheil  unserer  Zeiten  aus  dem  Resultate
  dieser  Berechnungen  ziehen  lassen.