516 Oberpfalz u. Regensburg.
Bv. v. S. 87 f. — Derselbe, Zur Geschichte des terhofen. Verh. d. hist. Ber. VII. Bd. S. 1 f. —
Gerichtes im Amte Pfaffenhofen. Verb. d. bist. Lauterbofen, Sulib. Kal. 1352. S. 96 f. — Erb,
Ver. Be. IV. S. 96 ff. — Gnadedyberg, Nonu-- Nikel., Allersburg in der Oderpfalz. Histor. topementa
Bolca. Vol. IIV. P. I. 200. — Brändel, grapdisch beschrieben. Verb. d. hist. Ver. I. Bd.
Matth., Chronographia metrica, sen descelptio ligeta S. 293 ff. — Derselb:, Geschichte v. Landsassen-Montis
vulgo dletl Elchelberg. Retisb. 1702. S. — Gutes Heimbof in der Oberpfalz. Regensd. 1856.
Die Fürstengrabstätte zu Gnarenberg. Sulz. Kal. 8. Verh. d. hist. Ver. Bo. IVII. S. 137. f. —
1858. S. 126 ff. — Fuchs, Joh. B., Pfarr- Popp. David, Seofried Schweppermonn u#
geschichte von (Gnadenberg. Verh. d. histor. Ner das Geschlecht der Schweppermanne. Sulf#dach,
IIV. Br. S. 77 f. — Prechtl, J. B., Ge- 1822. B.
schichtliche Nachrichten über Markt u. Schloß Lau-
Die Aemter Pärn, Trostperch und Pfaffenhofen verbanden sich mit der
südlichen Spitze des alten Gerichtes Sulzbach zu dem kurfürstlichen Pflegamte
Pfaffenhofen-Heimberg (auch Heimburg, 5/. Quad.-Meilen, 6572 Seelen),
dem heutigen Landgerichte Kastel.
Die Grafen von Sulzbach vererbten Dorf und Amtt) Pfaffenhofen
nebst dem Zoll den Grafen von Hirschberg als frei eigen und diese wieder
den Herzogen Rudolph und Ludwig von Bayern, welche die Veste Pfaffenhofen
dem Reiche aufsendeten und von König Albrecht wieder zu Lehen empfingen
(1307, 13. Dez.). Herzeg Johann verpfändete (1433, 9. Sept.) diese
Burg nebst dem Markte Lauterhofen mit Halsgericht, Stock und Galgen und
mit dem Gerichte zu Litzlohe und Utzenhofen um 6000 fl. rhein. dem Kloster
Kastel und erhielt hiezu die Einwilligung seines Sohnes Christoph und dessen
Gattin Beatrix, deren Widerlage darauf verschrieben war In diese Verpfändung
waren nicht eingeschlossen, der Wildbann auf dem Pirkach, das Holz
Grevenpuch, Hals= und andere Gerichte und Herrlichkeiten auf dem Schlosse
zu Haimberg und in den Dörfern Sindelbach, Berg, Meilenhofen u. w.
Die eingesessenen Edelgeschlechter der Schmide und der Swepermänner werden
in Urkunden des 14 Jahrhunderts häufig genannt. Beide schreiben sich
gleichzeitig von Pfaffenhefen und von Thann. Diesem Gerichte wurden nach
Aufhebung des Maltheserordens in Bayern auch die Besitzungen der Commende
Kastel zugetheilt, welch letzterer Ort seit 1809 der Sitz des Amtes ist.
Die Abstammung der 1105 im Mannsstamme erloschenen Grafen von
Kastel, der Grafen von Sulzbach und der von Habsberg von den Babenbergern
ist durch Moritz hinreichend erörtert und es bedarf der aus der
„Reimchronik“" und aus dem irrig so genannten „kastlischen Fundationsbuche“
stammende Sage von einem Herzeg Ernst aus Seeland wohl keiner Widerlegung
mehr.?:) Graf Friedrich von Kastel und sein Sohn Otto, Graf Bern-1)
Es reichte östlich von Ehringsfeld an Mühlhausen verüber bis Ransbach herab;
zog sich dann über Prunerstorf nach Engelsberg und von da nordwärts zwischen
Schlögelsmühle und Pfaffenbesen durch wieder gegen Ebringsfeld.
*!) Die drei Männer an der Kirchenwand zu Kastel verewigen die Legende von den
Herren der drei Burgen auf dem Klosterberge. In dies Bereich gehört auch das
in Stein gebauene Hündchen. Die Wappentafeln entbalten zweifelsobne die Wappen
der mit den Grafen v. Sulzbach verschwägerten Geschlechter und ibrer Ministerialen.