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in München eine Musterschnle, worin angehende Lehrer sich mit
den erforderlichen Kenntnissen versehen, mit der besten Lehrart
bekannt machen, und zu ihrem wichtigen Berufe bilden konnten.
S. S.
Für die Verbesserung der hohen Schule in Ingolstadt geschab
nicht weniger. Durch die Unruhen des Krieges kam sie sehr
in Abnahme. Es wurden unter Max neue Lehrkanzeln, besonders
im Fache der Rechtsgelehrsamkeit und der UArzueikunde errichtet,
neue Professoren angestellt, die Bibliothek besser geordnet und bereichert,
und noch manches andere zur Aufnahme der hohen Schule
gethan.
S. 0.
Eben so wurden dile lateinischen Schulen, die Lyceen und
Gymnasien, von dem Churfürsten bedacht. Dieß wurde vorzüglich
dann nothwendig, als Papst Klemens XIV. (1775) den Orden
der Jesuiten aufhob, von denen biczher die lateinischen Schulen
geleitet wurden. Max weihte sogleich den größten Theil der
Ordensgüter dem Stiftungs-Fond für die lateinischen Schulen.
Es wurde auch für diese ein neuer Studienplan, der allgemeine
Vorbildung bezweckte, zu Grunde gelegt. Auch dabei erwarb sich
Braun viele Berdienste. Die Bildung der Jugend sollte vorzüglich
durch den Geist der alten Classiker befördert werden. Das
Lehramt wurde nicht mehr ausschließlich Einer Klasse von Männern
anvertraut, sondern man wählte jeden sähigen Mann, wo
man ihn fand. Auch damals fand die neue Einrichtung der Schulen
viel Widerspruch und Tadel. Doch Max zeigte auch hier seinen
hellen Verstand, und freute sich des guten Samens, der in
den Schulen seines Landes ausgestreut wurde.
S. 10.
Besonders vortheilhaft wirkte für die wissenschaftliche Bild ung
und Geisteskultur Bayerns, die Akademie der Wissenschaften in
München, die unter Maximilian entstand. Zwei gelehrte und
hochberzige Bayern, der Hofrath Georg von Lory, und der Bergrath
Dominik von Linbrunn, faßten den Entschluß, einen Verein
von gelehrten Männern der Heimatb und des Auslandes zu gründen,
dessen Zweck es sein sollte, Naturkunde zu betreiben, und