Im Januar hatte Holtzendorff dem Kaiser eine umfangreiche Denkschrift
vorgelegt, in der ausgeführt wurde, der A-Boot-Krieg habe im Vorsahre trotz
der von der Relchspolltik erzwungenen Einschränkungen eine starke Beelnträch--tigung
der Nahrungemittelversorgung und des Wlrtschafteledens in England
berbeigeführt. Die schwere Beunruhlgung, die dlese Wirkung in England hervorgerufen,
habe sich allerdinge verloren, als man drüben sicher geworden sie,
daß der U-Boot-Krleg nicht mit voller Kraft durchgeführt werden würde. Ader
dle tatsächlichen Störungen dee englischen Außenhandele, die Stelgerung der
Marktpreise, die Verstelfung der Finanzlage und die Berminderung des Frachtraumes
hätten schon jetzt einen Umfang angenommen, der für elinen neuen
U-Boot-Krieg erheblich günstigere Voraussetzungen schaffe. Ein in seiner spezlfischen
Wirkung, wie bleher, dauerud deeinträchtigter U-Boot-Krieg werde die
Lage Englands welterhin deeinflussen, könne ader England schwerlich frledenegeneigt
machen. Werde aber ein neuer U-Boot-Krleg uneingeschränkt, d. h.
mit der Maßgabe geführt, daß im Kriegsgeblet jeder Seeverkehr vernichtet
werden dürfe, dann stehe in sicherer Aussicht, „daß England sich infolge unerträglicher
Beengung des Frachtraumes und damst der Zu- und Auefuhren
und folgeweise gesteigerter Teuerung, unterstützt durch schwerste fimanzlelle
Bedrohung, in absehbarer Zeit, längst ens in sechs Monaten, zum Frledeneschluß
gezwungen sehen wird“.
Aber wlederum lehnte die Reichsleltung diesen Dorschlag des Admiralestads
ab. Statt dessen kam eine „Abschlagszahlung“ — die berelts erwähnte mehr
ale fragwürdige Erlaubnie, armierte feindliche Handelsschiffe wie Krlegeschiffe
zu dehandeln, wenn dle Armierung mit Sicherhelt erkannt sei . . Oleser Befebl
ging beim Flottenchef am 11. Fedruar ein, sollte ader erst am 29. in Kraft
treten, da die Regierung vorher noch die Neutralen ersuchen wollte, lhre Landeeangehhrigen
zu warnen, damit sle nicht welterhin Leden und Vermögen armierten
feindlich ten, die ine Sperrgedlet führen
Also Holtzendorff batte vor Bethmann tapltullert. Scheer aber lleß nicht
locker. Er erreichte es, daß am 4. März im Großen Hauptquartier eine Sitzung
stattfand, dle folgendes Ergebnie hatte:
„Aus milieärischen Gründen wird die Aufnahme des allein vollen Ersols verbürgenden
uneingeschränkten U.Boot-Krieges gegen England vom
1. Korit an unerläßlich. Bis dahln soll der Sschorcheß alle politischen und
diplomatischen Hilfsmittel in Bewegung seyen, um Amerika vollen Le in unfere
Lage zu g en, mlt dem Ziel und ZIweck, uns freie Hand zu schaffen. Bis in
wird der U. Boot · Krieg gemäß den *r 1. März erlossenen Besehlen so“ wirtung wol
Diesem Beschluß lag eine n* der Gesamtlage zugrunde, dle schriftlich
nledergelegt worden war, und aue der folgende Sätze hier unbedingt herr
*N 7 essene
tliche And ng der mitisel , e Sisteltess
ist (sieg.
zunn macht fich r25 Seonsn von Voler o uhr ——
tralen her zunehmend geltend; eine gute Ernte kann -•!4b r5 utt der
Zukunft bri zwen Englands walisem e Handelspolulk zum Zwecke der Au
rn wnr außer Kra Lern P. ren r wirtschaftlich das Vrbtders
wle rEr 8 ner halten länger a au- als wir
5r½ Reese muß somit von 8 As gefaßt werden.“
279