thumbs : Fürst Bismarck und der Bundesrat. Zweiter Band. Der Bundesrat des Zollvereins (1868-1870) und der Bundesrat des Deutschen Reichs (1871-1873). (2)

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Sr.  Hoheit  dem  Herzoge  von  Anhalt,  von  Sr.  Durchlaucht  dem  Fürsten  zu
Schwarzburg-Rudolstadt,  von  Sr.  Durchlaucht  dem  Fürsten  zu  Schwarzburg-Sondershausen,
  von  Sr.  Durchlaucht  dem  Fürsten  zu  Waldeck  und  Pyrmont:
die  zum  Bundesrat  des  Norddeutschen  Bundes  ernannten  Bevollmächtigten;
von  Sr.  Durchlaucht  dem  Fürsten  Reuß  ä.  L.:  der  Großherzoglich  sächsische
Finanzrat  Dr.  Heerwart;  von  Sr.  Durchlaucht  dem  Fürsten  Reuß  j.  L.,
von  Sr.  Durchlaucht  dem  Fürsten  zu  Schaumburg-Lippe,  von  Sr.  Durchlaucht
dem  Fürsten  zur  Lippe,  von  dem  Senate  der  freien  und  Hansestadt  Lübeck,  von
dem  Senate  der  freien  Hansestadt  Bremen,  von  dem  Senate  der  freien  und
Hansestadt  Hamburg:  die  zum  Bundesrat  des  Norddeutschen  Bundes  ernannten
Bevollmächtigten.

Im  Laufe  der  Session  traten  noch  hinzu  für  Preußen:  der  Geh.  Ober-Finanzrat
  Hasselbach  und  der  Finanzminister  Camphausen;  für  Hessen
der  Ober--Steuerrat  Göring.  1)

Neue,  nicht  bereits  aus  dem  Bundesrat  des  Norddeutschen  Bundes  bekannte
  Bevollmächtigte  waren  der  königl.  sächsische  Finanzrat  Wahl,  der
badische  Ministerialrat  Eisenlohr,  der  hessische  Ober-Steuerrat  Göring  und  der
Finanzrat  Dr.  Heerwart.

Königreich  Sachsen.
Finanzrat  Wahl
(geboren  1.  Juli  1826,  gestorben  Anfangs  Juni  1882).

Gustav  Adolf  Wahl  war  1870|/71  als  Mitwirkender  bei  der  Darlehnskasse  beteiligt,
  bei  Anschluß  der  Gebietsteile  von  Mecklenburg-Schwerin,  Lübeck  und  Hamburg  an
den  deutschen  Zollverband  zeichnete  er  sich  aus  und  ging  zu  den  Zollverhandlungen  zwischen
Deutschland  und  Oesterreich  im  Jahre  1877  nach  Wien.  Schon  früher,  im  Jahre  1865,
war  er  zur  Abhaltung  von  Zollverhandlungen  zwischen  Oesterreich  und  Sachsen  im  Auftrage
seiner  Regierung  in  Wien  mit  Erfolg  thätig  gewesen.  1869  erfolgte  seine  Ernennung  zum
Geh.  Finanzrat  und  1877  zum  Zoll=  und  Steuerdirektor.  Leider  konnte  er  in  letzterem
Amte  seine  Thätigkeit,  die  er,  trotz  mehrfacher  ehrenvoller  Berufungen  nach  Berlin,  dem
Vaterlande  fortgesetzt  zu  widmen  bestrebt  war,  nicht  zur  Entfaltung  bringen,  da  ein  Schlagfluß,
  der  ihn  im  Februar  1878  traf,  seine  geistige  und  körperliche  Kraft  lahmlegte.  Am
1.  Mai  1880  wurde  ihm  unter  Ausdruck  des  lebhaftesten  Bedauerns  und  mit  dem
Vorbehalt  des  Wiedereintritts  in  den  Staatsdienst  seine  Versetzung  in  den  Ruhestand  bewilligt.
  Wahl  nahm  im  ganzen  neun  Jahre  lang  an  den  Sitzungen  des  Bundesrats  teil.

1)  Vgl.  die  Bekanntmachungen  Bismarcks,  betreffend  die  Ernennung  von  Bevollmächtigten
  zum  Bundesrat  des  deutschen  Zollvereins  vom  10.  November  1868  (B.-G.-Bl.
S.  518),  23.  November  1868  (B.-G.-Bl.  S.  521),  23.  November  1868  (B.-G.-Bl.
S.  522),  3.  Dezember  1868  (B.-G.-Bl.  S.  568),  15.  Februar  1869  (B.-G.-Bl.  S.  43),
8.  Mai  1869  (B.-G.-Bl.  S.  133),  25.  Oktober  1869  lin  Vertr.  Delbrück]  (B.-G.-Bl.
S.  679),  18.  November  1869  sin  Vertr.  Delbrückl  (B.-G.-Bl.  S.  683).