Contents : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

Uummer  765

«  UWIW

Vleuskag,2.Fcb·1-uarIDIT

 

pc:.'au-wo  nach  dkkNrschIeßungdckfcmds
lichen  Truppen,  die  flüchten  15)  mußten,  die
Kaserne  und  Mehlmagazine  beschädigt  waren.
Dasselbe  Torpedoboot  brachte  bei  Rizo  zwei
seindlibe  Batterien  zum  Schweigen  (7),  versenlte
  mehrere  Feluken  und  beschädigte  die  Kaserne.
  (I.
*  "  6%

Porlugal.

Die  Lage  in  Portugal.

Köln,  31.  Jan.  Nach  einer  Meldung  der
siilr  "  versichert  der  Madrider  „Imrarciai“,
  König  Manuel  habe  tatsächlich  sein
Land  wieder  betreten.  Die  portugiesische  Lage
eigne  sick  sehr  gut  für  einen  Staatostreich.  Die
Menterei  im  Heere  nehme  zu  und  an  vielen
Stellen  seien  Untuhen  in  der  Bevöôlkerung  ausgebrochen.
  (Z.)

 

Nriccacue  Bschrichen
Mailand  1.  Zan.  Die  Erdbebenilatistik
ergibi  J%  000)  S  ke.  30  Ortschaflen  sino  volltommen
  zeritört,  50  flart  und  200  trilweise  beschädigt.
  600  000  Personen  sind  obdachlos.

 

Scherhcte  a

Söchtenau,  1.  Febr.  Den  Tod  furs  Vatetland
  erlitien  hal  der  hier  beheimatele  Aushilisposrbote
  Ludwig  Purainer,  Unterossizier
Ueim  baner.  12.  Ref.  Ins.  ##gl.  Der  Gesailene
wurde  bei  Arras  schwer  rern  undet  und  ist.  am
23.  Janna:  im  Feidinktareit,  gestorben.  Der
Verstorbene  hat  nock  fünf  Brüder,  welche  alle
untec  den  Jahnen  srelem.  Dlöne  dem  tapferen
Krietzer,  der  unn,  aim  Eisernen  Krenz  vorge-[ilugen

  mar,  der  Dimmlische  Lo###  beschieden
sein.
Feilnbach,  „Jan.n  im  vorigen

 
 
   
 

indeie  Obftverlaufvereinigung
A#cbung  Bielt  am  iegten  Sonnlag
  ihre  21  ;generaloersamnilung  ab.
den  Berichten  tannte  ersehen  werden,  daß  sich
der  Weg  eines  genossenschaftlichen  Obstverkaufs
sehr  gut  vewährt  und  trotz  der  ungünftigen  Zeit
bedeutend  höhere  Obstpreise  als  bisher  erzielt
werden  konnten.  Aus  den  Büchern  war  zu  ersehen,
  daß  der  Verein  ca.  1200  Zentner  Obst
verlauf#  und  hiefür  rund  11.000  Macl  gelöst  hat.

Uußdorf  bei  Trannstein,  31.  Jan.  Der
Wagnerfamilie  von  Aiging  imn  dieser  Tage
das  jüngste  Kind  plöblich  gestorben.  Der  hochketagte
  Großvater  begab  sich  nach  Nußdorf.
um  dort  den  Todesfall  anzuzeigen.  Auf  dem
Wege  w  rd  der  at  Mann  tedi  d  vo  Shlag

Sonmer  ne.  ê
Feihubed  un

 

getroffen.  Die  Tochter,  die  an  einem  Tage
NKind  und  Vater  verloren,  ist  um  so  mehr  zu  bedauern,
  als  ihr  Mann  im  Felde  Kieht  und  sie

am  Vaier  die  cinzige

Miesbach,  zi.  Jan.  Wohl  non  vielen  Mitaliedern
  der  Luck  werlandes  Mies  ach  wird  es
begrüst  werden.  das.  dem  Vedäürfnis  unierer
Zeit  entpreckend,  auf  den  Fasinachimartt  am
15.  Februar  auck  Ochsen  gebracht  werden  können.
  Diese  Neuerung  entspringt  aus  der  erhöhren
  Nackfrage  nach  dieser  Handelsware.  Wie
uns  das  Nerbandsbureau  mitte'li.  sinde:  die
Prämiserung  der  Genossenschaft  Miesbach  um
12  Uhr  stau.  Wenn  auch  der  Markt  um  10
Uhr  de  ginnt.  10  „  zun  immerhin  bis  11  Uhr  zugetrieben
  werden.

Stütze  hatte

 
 

.  Auf

Zum  Schugze  des  bedrohten  Vaterlandes  sind  unsere  Väter,  Söhne  und  Brüder  hinausgeeilt.
Fast  ein  halbes  Jahr  schon  haben  sie  mit  beispiellosem  Heldenmute  gekämpft  und  den  Krieg  in

Feindesland  getragen.

N  „

ruf

Ihnen  ist  es  ##u  danken,  daß  wir  Zurückgebliebenen  wie  im  tiefsten  Frieden

unserer  gewohnten  Beschäfligung  nachgehen  können.  Mit  Bewunderung  lesen  wir  von  ihren  Heldentaten.
Zurückgelassen  haben  sie  uns  ihre  Frauen  und  Kinder,  ihre  alten  Eltern,  hoffend,  daß

wir  sie  vor  Not,

vor  Hunger  und  Hölte  schupen.

Zwar  gibt  das  Reich  eine  Unterstützung,  doch

ist  diese  kaum  ausreichend  für  die  dringendsten  Bedürfrisse.
Seit  Anfang  des  Krieges  hat  nun  der  znterzeichnete  Ortzaueschuß.  ze  Stand  gesett

durch  die  ihm  gespendeten  Gaben,  die  Familien  der  Krieger  mit  warmen
1200  Pontionen  Essen  ließ  er  täglich  verteilen,  viel  Holz  und

versorgt.
nun  fängt  seine  Kasse  an,  sich  zu  leeren.

Een  ud  Brennmaterial
rf  gab  er  ab.  Doch

Bürger  Rosenheims!

st  es  nicht  Chrenpflicht  auch  hier  durchzuhalten?  Könnten  wir  es  dene#n  draußen  im
Schüßengraben  verantworlen,  wenn  wir  ihre  Lieben  daheim  darben  ließen?

e  Rosenheimer  Burger  im  Felde  tun  überreichlich  ihre  Pflicht.

dürsen  ihnen  un  nachstehen.

Wir  zuhause

Unsere  Kasse  muß  wieder  gefüllt  werden!

Der  unterzeichnete  Ortsausschuß  stelt  deshalb  an  die  gesamte  Einwohnerschaft  Rosenheims
  die  ebenso  herzliche  wie  dringende  Bitte,  der  am  nächsten

Mittwoch,  den  3.  Februar
Haussammlung,

die  durch  Sammlerinnen  mit  amtlich  beglaubigten  Abzeichen  und  Sammelbüchsen  betätigt  wird,

stattfindenden

ihr  gütiges  Wohlwollen  entgegenzubringen.

Denktd#rau.  wenuô#  GEure  Tüee  geklouft

 

wird,

Ortsausschuß  zur  Fürsorgetätigkeit  für  die

wiaia  die  pransen  für  Ench  ###.

Augehörigen  der

Kriegsteilnehmer.
Wuüft,  Kgl.  Hofrat.

 

Lekalnacheschien.
AUricho  iuolliuocie.

Die  Erwartungen  für  den  Ersolg  der  Reichswollwoche
  in  Nosenheim  sind  weit  ubertrofsen
worden.  In  erster  Linie  haben  wir  dies  der
Opferwilligkeit  unserer  Bevöllerung  zu  danlen,
die  in  allen  ihren  Teilen  zum  Gelingen  des  vaterländischen
  Werkes  in  tatkräftigster  Weisc  beigetragen
  hat.  Inebesondere  ist  der  rührenden
Gebefrendigkeit  zu  gedenten,  die  wir  gerade  in
den  Kreisen  der  weniger  Bemittellen  gejunden

haben.  Sogar  ganz  neue  Wolllachen  wurden
gegeben.  Daß  uns  aber  alie  diee  in  den  einreluen

  Haushaltungen  unbenutzl  lirgenden  Norräte
  an  entbekhrlichen  Kleidungssincen,  Tep
vpichen  usw.  in  so  reihem  Maße  engänglick  ge
macht  werden  konnten,  war  nur  dank  der  Hilse
unserer  unermüdlichen  Mitarbeiter  möglech.

Jezt  liegen  dlee  Berge  von  Bündeln  im  Gren:=schlachthof
  zur  Verarbeitung  berei.  Das  Sortieren
  hat  begonnen,  ebenso  ist  der  Desinseitionsapparat
  in  Täligleit  und  die  Näharbeit
joll  solgen.  Ein  Schneider  zur  Ankeitung,  Aufdsichtedamen,
  die  naknrlich  fleißig  milhelfen,  som'ie
  25  Kriegerfrauen  haben  siä.  freiwillig  in
den  Dienst  des  Vaterlandes  genelit  und  weroen
jeden  Nachmitlag  ron  1  b'  5  Uhr  in  den  ge
heilten  Nebenräumen  dee  Grenzschlachthofes  oie
große  Arreit  bewältigen  belsen.

Zur  Verarbeitung  der  Reichswollsachen  gezuehmigt

  das  Note  Kreuz  nur  jene  Geldmittel.

welche  der  Sammeilstelle  zu  diesem  Zwecke  gegeben
  werden.  Deshalb  billen  wir  um  „Betriebskaptal“
  auch  in  der  lleinssen  Form  von
Fäden,  Zurirn,  Knöpfen,  —  Die
hälssbereite  Frau  Neff  hat  die  Verwaltung  des
Gesamtbetriebes  im  Gren:schlachthofe  übernommen.

  Erhalten  wir  Geldmittel,  dann  können
wir  auch  armen  Arbeiterinnen  einen  lleinen

Verdienst  zukommen  lassen.

Die  Besichtigung  des  Grenzs##la,  thofes  steht
gegen  ein  Eintritlozeld  von  50  Pfg.  am  Nachmittag
  jedermann  srei;  vielleichi  hat  se  man-#er
  Inlereste,  unsere  Schäße  anusehen.

r—  V  7
Rosenheim,  1  Februar.

Auf  dem  Felde  der  Ehre  gesallen:
Ulrich  Gülnuber,  Brauer  aus  Nos#enheim,  Soldat
  im  11.  Jus.Q  Ral.;  Michael  Meyer,  Gärtner
aus  Augskurg,  in  den  lezten  drei  Zahren  Gelilfe
  bei  Gärtnermein##  Stridl  in  Rofenbeim,
Reiernist  im  1.  Jäger-Bat.;  Nikolaus  Morhart,
  Bergmann  in  Hausham.

Das  Eiserne  Kreuz.  Mit  dem  Eisernen
Kreuz  ausgezeichnet  wurde  der  Unterofsizier  K.

Stadlinger  im  17.  Res.-Juf.-Reg.  infolge  Ueberbringung
  wichine  Meldungen  im  Nachtpa-Wir
  gratulie
n  bem  ngen“  W  zu  dieser  hohen  Ausceichnung.
  Siadlinger  iist  Absolvent  der  hiesisigen
  K.  Realschul:  und  der  Sohn  des  Zug  gfüh.
ters  Geurg  Stadlinger  in  Nosenheim.

 

  

 

Auszeichnungen  im  Felde.  Dem
Stabsarzt  Dr.  Merz  in  Rosenheim  ist  das
Eiserne  Kreuz  2.  Aullee  verliehen  worden.  Dr.
Merz  ist  zurzeit  Leiter  der  Krankentransportallleilung
  Tournay  in  Flandern.  Der  Ser—
geant  Ludwig  Meggendorfer  aus  Sachrang,
welscher  im  3.  Fuß.  Art.-Agt.  steht,  ist  seiner  wit
mit  dem  Eisernen  Kreuz  ausgezeichnet  worden.
Jetzt  wurde  er  zum  VBizefeldwebel  befördert  und
ihm  gleichzeitig  das  Militärverdiensttreuz  J.
Klasse  mit  Krone  und  Schwertein  verliehen.
Dem  Oberiäger  Franz  Trost  im  I.  Zägerbataillon,
  Pruder  der  Frau  Stalionsmeister
Krauß  in  Nimsting,  wurde  die  goldene  Verdienstmedaille
  verliehen.  Auch  mehrere  Angehürige
  des  Landsturm-Infs.-Bat.  Nosenheim
haben  sich  ehrenvolle  Auszeichnungen  ermorben:
Uu.  a.  wurde  verliehen  das  Militärverdienstlreus
2.  Klasse  mit  Krone  und  Schweriern  den  Ofsfizierssielivertrezern
  Wolsgang.  Ninnab  und  Mar
Porr,  ferner  das  Miltärvervdiensikrenz  2.  Klasse
mit  Schweriern  den  Feldwebeln  Georg  Frierl
(Polizeimach  imeister  in  Rosenheim)  Sebastian
8  rureiter  und  Hermann  Schellmoser  und  dem
Vilrefeldwebel  Franz  Karl.

Mililtärdienst.  Befördert  wurde  mum
Leutnant  der  Fähnrich  Gustav  Frhr.  Bogt  v.
Hunoltstein,  gen.  Siein-Kallenfeks.

Militärisige  Beförderungen.  Zu
Feldwebel-  Leut#ants  wurden  befördert:  Gren#
usseher  Johann  Huber  von  Kiesersfelden  im

Inf.=  Ngt.  (Erichbataillon)  in  Augsburg;
—  Beckenbauer,  Bezirlsamtsassistent  von
Wasserburg  a.  Iunn,  nachdem  er  bereits  mit  dem
Eisernen  Kreuz  ausgezescenet  war:  Grenzausse-“
her  Joses  Kramel  in  Bayrischzell  beim  Res.=Ins.-Agt.
  in  „Neu-Ulm;  Pfarrmesner  Josei
Lehner  in  Maesbach  beim  2.  Juf.-Rgt.  in
München.  Ferner  zu  Ossiziersstellvertretern:
Johann  Bächmann,  Vostadiuntt  in  Lenggries.
leim  Erianbatailion  u.  IJuf.  Rgle.  in  Amberg,
und  Josef  Gallersdötser,  Grenzausseher  von
Nuhdorf  a.  Jn  beim  Ersahbataillon  1.  Inj.
Rgis.  in  München.

Fürsorge  ür  Kriegeinvalide.  Die
hanerische  Stacor  regierung  hat  sich  bereits  ein.
gehend  mit  der  Frage  der  Kriegs-Jnvaliden
jfürsorge  besaßt  und  die  vorbereitenden  Arbeilen
für  eine  zusamn  lenfassende  Negelung  zu  einem
vorläusigen  Aljälluß  gebracht.  Die  aufgeseell.
ten  Grundsätze  werden  vor  ihrem  endgültigen
Absch  lusse  in  den  nächsien  Tagen  im  Slaatsministerium
  des  Innern  einem  weiteren  Kreise
von  Personen:  ir  Erörterung  unterbreitet  werden.
  Die  von  der  Staateregierung  in  Aussicht
genommene  Negelung  zielt  auch  darauf  ab,  die
da  und  dort  entstandenen  privalen  Emrichtungen
und  kleineren  ran  auun  gen  misammenzusasten
und  einme  r  enlerung  der
Mitrel  um

 

  

*  «  «  ;  snlocqonp
sation  für  das  naute  Luud  zu  waj  en  Im  Hin
blick  auf  mehrsache  Anfragen  w.#rd  bemerit,  daß
alobald  weiteren  Vollslreisen  Gelegenheit  gegelen
  wird,  sich  durch  Spenden  an  der  Durchjührung
  der  Fursorge  werktätig  zu  beteiligen.

Wieder  eine  Warnung.  Wieder  ist
ein  Postwagen  dadurch  in  Brand  geraten,  daß
sic,  unter  den  Postsendungen  seuergesährliche,
eulzündliche  Sachen,  Benzu,  Zündsenerzeuge,

Srreich  Dölter  uiw.  befunden  halien.  Es  wird
nochmals  auf  des  Verbot  der  Versendung  feuergesährlicher
  Gegenstände  hingewiesen.

Wie  die  Tapferkeit  der  Bayern
Anerlennung  findet,  zeigt  eine  Sendung,
  welcher  einer  Frau  in  Kolbermoor  zugegangen
  ist,  deren  Mann  im  Felde  stehl.  Ein
Herr  aus  Vonn  sandte  ihr  25  Mark  unter
besonderer  Betonung  der  Tapferkeit  der
Banern,  von  der  die  rheinischen  Jungens  so
gerne  sprechen.  Die  unerwartete  Gabe  fand  bei

 

 

—————
nach  seinem  Tode.“
„Unsinn.“

Fragen  Sie  nur  den  Jörster,  bei  dem  Si
wohnen  sollen,  der  war  dabei,  als  wir  den
Teuselrmuller  begruben  und  während  der  Dechand
bimer  den  Sarg  trat,  um  ihn  nach  dem  Gortesacker
  in  geleiten,  schame  dem  Tenictemüller  sein
Geist  aus  der  Lachlute  zu.  Uns  allen  iror  das

Blm  zu  Eis  und  der  Herr  Dechant  wollie  nicht
nach  dem  Geoittsacker
NRur  ½%

bis  er  der  armen
brachte.  Aber  wic  er  an#ng  den
arme  Srele  zu  belen,  da  streckte
¾  an  die  Zunge  aus  und  verschwand.“
ib.  la  chtl  lant  auf,  aber  der  Vauer

cin  G  Nerges  ein

aehen,

S#e

    
       
      

die  bran#tigen

idseme.  sinitere  Atluge,  5  wic  alle
WMensen  von  der  Erzählung
ehen  ihn  nicht  aus  ihrem  Vann
wie  Schaner  einer  anderen  Welt

   
 
  

 

fuhr  der

In

„.
en,

L#micher  fort  zu
felemuller  noch  vielen

    

«-er
  ahle  it  .
benegnet,  vbie  zuur  Machtoeit  durch  den  Wald  munten.

der
ihm

Cndlich  aber  bat  der  aulige  Oerr  Techaut.
laglich  für  seine  arme  Se  eine  Messe  las,
die  Rube  im  Gr  ꝛbe  gegeber

„Und  der  Humann  hu  sich  nicht  wieder
sehen  lasen?  *

„  Sehen  lassen  hat  er  sich  nicht,  aber  sein
Schreien,  sein  lantes  umneimliches  Oni,  Hui,  das
haben  die  Höllenhammerlente  oft  in  der  Nacht
ehört  und  dann  haben  sie  die  Läden  fest  zugechlossen
  und  alle  Lichter  angezundet  und  ihr

Gebetbuch  aufacschlagen  und  allc  träftigen  Sprüche
und  Slostgebele  zusammeng:  lesen.“

„Aber  umgebracht  ist  doch  leiner  mehr

 

worden.“

„Seit  dem  Tstlewmücher  nicht  mehr,  weil  sich
keiner  zur  Nachizen  mehr  in  den  Wald  Hetrant
hal  und  der  Muchen  Frcuno,
onddiee  Hrrr.  sander  cr  in  der  Nachl.“

a,  in.  duter  o  mul  biesen  Gespenstergeicheitrn
  t  ien  wir  nicht  nach,  dern  Höllen—
EEIEII
Wir  tönnien  ja  schon  zu  Fuß  hingeyen,  aber
unsere  Kon

   

 

    

ien  Sie  dinunterzehen  und  ein
paar  Hammer"  ente  herauischicken,  die  sic  abholen.
Ich  sahre  nicht,  nicht  für  vieles  Geld,  denn
Pierde  hat's  unten  im  Lamwer  nicht,  die  man
noch  vorsvannen  könnte  und  den  Umweg  durch
den  Sailaufer  Grund  Hache  ich  nicht.  ZIch  habe
Frau  und  Kinder  und  mag  dem  Huimann  nicht

 

licher  Kluge,  da  bleibt  uns  nichts
anderes  ubrig,  als  hinunterzugehen  und  Unterseuhung
  zu  bolen.“

Nach  diesen  Worten  sprang  Rechenbach  vom
Wagen,  iog  die  Karte  aus  der  Tasche  und  stellte
sest.  daß  sie  laum  zwanug  ahinuren  vom  Forsthaufe
  entsernt  seien  und  daß  es  talfärblieh  eine

rbarei  gewesen  wärc,  den  Wnh
auern  um  einer  so  lurzen  Strecke  „willen  den
großen  Umweg  machen  zu  lassen.  Sie  gingen
hinunter  und  erreichten  bald  das.  Forsthaus,  auf
dessen  Schwelle  sic  der  bo##ere  Oegemeiner  empfing.

E  fga  ein  alter  Mann,  aber  lnorrig  und
sest,  wie  die  Echen  im  Teuselsgrund.  Sein
verwitlertes  Gesicht  war  lief  gebraunt  von  Luft
und  Sonne.  Ein  weißer,  an  beligen  8  Stellen  noch
von  röllichen  Haaren  burchseyler  Bart  wallte  ihm
lang  berunter"  auf  die  grüne  Unisorm.  Seine
Augen  waren  grau  und  scharf  und  blitzten  wie
die  einer  Wildlatze.  Der  grüne  Hut  mit  dem

 

macahlineln  S#  Da#  luyn  im  viaten  uno  iueß  ole
ewallige  Stirn  frei,  von  der  buschige  weiße
Vrauen  über  die  Augenhöhlen  niederlingen.  Mit
einem  cifernen  Har  ldedruck  zog  er  seine  beiden
CGöne  in  das  Slnatezimmer  und  goß  drei  große
Gläser  voll  des  Spessart-Nationalgelr  änles,  eines
von  jedem  Bauern  selbst  gebrannten  Kirschenund
  zzwetschlenschnapses.  Dann  sagte  er,  die
Einalen  erralen
r  Michel  wollte  wohl  nicht  weiter  als  bis

zum  Echnbang  fahren  Ich  hab's  mir  so
halb  und  halb  gedacht  und  der  Direktor  hat  mir
schon  ein  paar  Arbeiter  geschickt,  die  können  gleich
herauf  gehen  und  Ihre  Sachen  holen.

Ja,  er  fuͤrchleie  sich  vor  dem  Huimann  im

alde.“

„Vor  dem  fürchten  sich  noch  andere."

u  seinem  Erstannen  bemerkte  Rechenbach
auch  in  den  klaren  Jägerangen  seines  Wirtes
einen  abergläubischen  2  Auevuuck.  Also  auch  der
Forsigewallige  war  nicht  frei  von  Ge  eipeusterjurcht.
Kein  Wunder,  die  schaurige  Einsamleit.  der  düstere
Wald  und  das  dunkle  öde  Tal  mußten  auf  die
Nerven  seiner  Bewohner  m  der?  Zeit  einen  solchen
Eindruck  machen.

VII.

Als  Vreitschwert  seinen  Dienst  übernommen
halte,  wurde  ihm  mitgrieilt,  daß  Herr  von  Boroff,
der  Ches  der  den  Zaren  vegleitenden  Polizei,  unter
seinem  Vefehl  stehe  und  daß  er  sonst,  salls  er  zum

Iwecke  der  Ucberwachung  Aendcerungen  in  den
"  Dispositionen  zu  machen  wiwiche  sich  dieserhalb
an  den  Generaladjutanten,  Fürsten  Prugawin,
wenden  möge,  der  angewiesen  sei,  nur  im  Einverstouss
  mit  ihm  zu  handeln.

oktor  war  zufrieden.  Das  war  eine
—st  mi-  si-e  eben  nur  in  Rußland  aeaehen

torrden  lonnte,  wo  der  S.k##yder  P.ion  des
Zaren  vor  den  NMircyesellen  der  Vihliisien  eine
so  hervorrageude  Rolle  spielen  mafl.

Ein  bis  zwei  Tage  brauchte  Weeitschwert,  um
sich  genau  über  aller  zu  insormieren,  was  an
Anaichisen  und  Nililisten  zur  Zeit  in  Verlin
polizeilich  belannt  war.  Es  schien  ruhig  im  s  Lager
jener  Mordgesellen,  leine  große  Bewenung  ließ
sich  enndecken,  auch  hatten  leine  belanmen  Nihilisten.
sübrer,  ihren  gewöhnlichen  Wohnsitz  verlassen,  so

añ  es  jast  so  aussah,  als  ob  lein  Anichlag  gegen
die  Person  des  Zaren  geplam  sei.  Aber  Meitschwert
hatle  in  diesen  Dingen  durchaus  seine  eigene
Meinung  und  dem  voraur  gesahrenen  russischen
Poelizeichef  sagte  er  ganz  rulig,  daß  eine  derartige
Bewegungs  losigleit  im  nihmstischen  #  Lager  durchaus
  nicht  auf  eine  Umaugleit  schließen  lasse.
Wahrscheinlich  werde  leines  der  kompromittierten
Mitglieder  zu  der  Operation  herangezogen  werden,
im  Gegenteil,  es  liege  ja  im  Interesse  jener  Bande,
völlig  neue  Leute  in  Aktion  treten  zu  lassen,  weil
alsdann  die  Enbeschung  für  den  Polizisten  ungemein
  erschwert  w
err  von  vac  nickte.  Er  war  ein  Mann
von  jenem  durchdringewoen  slavischen  Verstand
und  von  dem  Mut  eines  Löwen,  dabei  seinem
Herrscher  unbedingt  gEiheen.  Er  saßte  die  Idee
seines  deutschen  Vorgesetzten  schnell  auf  und  mit
der  ungeheuren  Gewandtheit  des  russischen
Polizisten  haite  er  bald  alle  seine  Fahnder  den
bei  der  deutschen  Polizei  belannten  Russen  auf  die
Spur  geschickt  und  vierundzwanzig  Stunden  später
waren  Berlin,  die  Halieplätze  des  russischen  Hofsonderzuges,
  Frankfurt  und  Umgebung  so  gründlich
abgesucht,  doß  beinahe  über  jeden  russischen  Untertanen
  genauc  Muskuast  dilig  es  waren  lauter
unverdächtige  Leute

 

 

—  –