Full text : Großherzoglich Sachsen Weimar-Eisenachisches Regierungs-Blatt aufs Jahr 1830. (14)

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Großherzogl.  S.  Weimar--Eisenach'sches

Regittungs-Blatt.

Nummer  6.  Oen  2.  März  1830.

 

 

Bekanntmachung.

Nachdem  Se.  Königl.  Hoheit,  der  Großherzog,  unser  allergnadigster  Fürst  und
Herr,  in  Folge  einer  mit  dem  Landtage  des  Jahres  1829  gepflogenen  Berathung
und  auf  dem  Grunde  ständischer  Beystimmung  zu  der  Ausgabe  von  landschaftlichen,
vier  Prozent  Zinsen  tragenden,  auf  den  Inhaber  lautenden  Obligationen,  welche
nach  und  nach  in  einer  durch  das  Loos  zu  bestimmenden  Reihe  zur  Wiedereinlösung
  und  Tilgung  kommen,  mittelst  höchsten  Reskripts  vom  18.  Dezember  1829
zu  befehlen  geruhet  haben,  daß  derjenige  Theil  der  gesammten  landschaftlichen
Schuld,  welcher  noch  mit  solchen  Schuldverschreibungen  verbrieft  ist,  die  den  Darleiher
  mit  seinem  Nahmen  bezeichnen,  in  landständische,  landesherrlich  bestätigte,
auf  den  Inhaber  (au  porteur)  lautende  Obligationen  umgewandelt  werden  soll:
so  macht  sich  von  Seiten  des  unterzeichneten  Großherzogl.  Landschafts-Kollegiums
die  Kündigung  der  zu  vorgedachtem  Theile  der  landschaftlichen  Schuld  gehörigen
  Kapitalien,  insoweit  solche  kündbar  sind,  nothwendig.

Es  werden  daher  alle  und  jede,  gegenwärtig  bey  der  Großherzogl.  Haupt-Landschaftskasse
  stehende,  kündbare  Kapitalien  der  fraglichen  Art,  sie  mögen  in
spaterer  Zeit  zu  gedachter  Kasse  dargeliehen  oder  als  Schulden  der  vormahligen
einzelnen  Kreise  und  Landestheile  in  die  vereinigte  landschaftliche  Gesammtschuld
des  Großherzogthums  aufgenommen  und  zu  mehrgedachter  Großherzogl.  Haupt-Landschaftskasse
  überwiesen  wörden  seyn,  lediglich  mit  Ausnahme  der  zur  Unterstützung
  der  Brand-Assekuranzkasse  von  der  Haupt-Landschaftskasse  aufgenommenen
mit  B.  G.  A.  bezeichneten  Kapitalien,  den  Inhabern,  ursprünglichen  Darleihern
oder  späteren  Erwerbern,  hiermit  gekündigt,  dergestalt,  daß  sie,  nach  Ablauf
der  stipulirten,  vom  1.  April  dieses  Jahres  an  zu  rechnenden,  halbjährigen  Aufkündigungsfrist,
  mithin  den  1.  Oktober  dieses  Jahres,  die  Kapitalbeträge  sammt  den
bis  dahin  noch  verfallenen  Zinsen,  gegen  Quittung  und  Zurückgabe  der  Schuld-Dokumente,
  bey  Großherzogl.  Landesschulden-Tilgungskasse  allhier,  entweder  baar  oder