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war selbst nur dieses im Ausschußstaate klar ausgedruͤckt, daß
immer zwei Prälaten und sechs Städtedeputirte im Ausschusse
seyn sollten. 2) Sie schienen wählen zu können, wie
*) Nicht nur nicht klar ausgedrückt, sondern es steht in demselben
davon auch nicht eine Solbe, und man ist wohl durchaus nicht
berechtigt, da einzuschränken und willkürlich zu modificiren, wo
eine so wichtige Akre, wie dieses Ausschußmandat ist, mit einer
recht sichtbaren Gestissenheit ganz allgemein sich ausdrückt. Dieses
Ausschußmandak ist durch so viele Revisionen gegangen,
und nie ist eine hieher gehörige Bestimmung oder Einschräukung
eingeruckt worden, sondern die einzige wichtige Vrränderung,
die man in dieser Veziehung einrückte, ging nur dahin,
daß man nicht glauben sollte, die Prälaten sepen bei der künftigen
Besetzung des engen Ausschusses positiv ausgeschlossen.
Es hieß nämlich im ersten Ausschußstaate:
die vorgemeldte verordnete Persohnen im kleineu
Ausschuß (also die zwei Prälaten von Bebenhausen
und Denkendorff nebst den genannten sechs Städtedeputirten)
sollen auch also verordnet bleiben und nit geändert
werden, es wär dann, daß sich Einer
oder mehr aus Ihnen nitt geschickt halten
oder mit Todt abgiengen, so offt dann also Einer
abgeet, sollen die übrigen Personen des
kleinen Ausschuß einen andern . . ß der Landschafft
.. . an seiner Statt wählen und
verordnen.
Dieß schien also klar so viel zu heißen, daß, wenn einer der
Praͤlaten sterbe, künftighin kein Prälat mehr gewählt, sondern
bei jeder vakanten Stelle immer einer aus der Landschaft, das
heißt ein Deputirter vom dritten Stande, genommen werden
sollte. So möchte es nun wohl nicht eigentlich gemeint gewesen
sepn, sondern nur die Fassung des Artikels war nicht gut
getrossen. Es wurde daher bei der nachfolgenden Nevisson des
Ausschußstaats verbessert, und gesetzt: Usser (aus den) Prilaten
und Landschaft.
Noch aber blieb doch, und dieß ist selbst im neuesten Ausschußstaate
von 1658 geblieben, daß keine Vorschrift gegeben