Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1877. (54)

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5)  Benützung  des  Neckar-(Winter-)  und  Floßhafens  für  den  Floßholzverkehr.

§.  14.

Das  Einwerfen  gewöhnlicher  Langholzstämme  aus  dem  Eisenbahnwagen  oder  aus
dem  Lagerplatz  in  das  Wasser  erfolgt  in  dem  Neckar=  und  Floßhafen  über  die  Abladerampen.


Schwere  Langholz=  (sogen.  Holländer-)  Stämme  sowie  eichene  und  andere  Hartholzstämme
  dürfen  in  dem  Neckarhafen  nur  mittelst  des  Krahnens  eingeworfen  werden;  während
  in  dem  Floßhafen  auch  für  Holländerstämme  die  Abladerampen,  für  Hartholzstämme
dagegen  ausschließlich  die  Einwurframpen  der  Holzausschleise  und  der  Polterplätze  bestimmt
  sind.

Während  des  Schlusses  der  Flößerei  darf  ohne  Erlaubniß  der  Bahnhof-Inspection
kein  Holz  in  das  Wasser  geworfen  werden.

S.  15.

Tannene  Floßhölzer,  welche  zur  Zusammensetzung  von  Eichenschollen  in  den  Hafen
eingeführt  werden  wollen,  sind  zuvor  bei  der  Bahnhof-Inspection  unter  Nachweisung  dieser
Bestimmung  anzumelden.

Zu  ihrer  Beladung  und  Wiederausfahrt  wird  eine  Frist  von  2  Tagen  gegeben.

§.  16.

Das  nur  an  den  von  der  Bahnhof-Inspection  bezeichneten  Stellen  statthafte  Einbinden
  des  Holzes  zu  Gestören,  Eichenschollen,  Bretter=  und  Kurzholzflößen  muß  beginnen
  und  unnnterbrochen  fortdauern,  so  bald  sich  die  dafür  erforderliche  Holzmenge  im
Hafen  befindet.  Behufs  Sortirens  der  Floßhölzer  in  die  Uferpflasterungen  Pfähle  und
dergleichen  einzutreiben,  ist  verboten.

Die  eingebundenen  Gestöre  sind  auf  Anordnung  der  Bahnhof-Inspection  jeden  Abend,
spätestens  aber  bis  8  Uhr  des  folgenden  Morgens,  aus  dem  Hafen  zu  entfernen.  Das
Zusammenhängen  der  Gestöre  im  Hafen  ist  insoweit  gestattet,  als  es  die  Raumverhältnisse
  zulassen.  Außerdem  findet  dasselbe  im  offenen  Neckar  statt,  wobei  die  Hafen-Ausfahrt
  für  Schiffe  wie  für  weitere  Gestöre  stets  frei  zu  halten  ist.

Die  mit  Brettern  2c.  zu  beladenden  Gestöre  sind  als  solche  dem  Hafenwärter  anzumelden;
  zu  ihrer  Beladung  und  Abfuhr  aus  dem  Hafen  ist  eine  Frist  von  2mal  24
Stunden  zugestanden.